Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Fieberkrämpfen?

Was sind Fieberkrämpfe?

Ein Fieberkrampf ist eine gutartige Erkrankung, die durch einen Anstieg der Körpertemperatur eines Kindes aufgrund einer Infektion oder Entzündung entsteht. Diese Infektion kann bakteriell, viral oder pilzbedingt sein. Ein anderer Name für diesen Zustand ist „Fieberkrampf“. Das Auftreten von Fieberkrämpfen deutet keineswegs darauf hin, dass das betroffene Kind an Epilepsie leidet, da es sich um völlig unterschiedliche Erkrankungen handelt. Fieberkrämpfe treten im Allgemeinen bei Kindern im Alter zwischen fünf Monaten und sechs Jahren auf[3].

In zahlreichen Studien zu diesem Thema wurde geschätzt, dass etwa 5 % der Kinder in der oben genannten Altersgruppe irgendwann im Krankheitsfall unter Fieberkrämpfen leiden. Ärzte definieren eine Krampfepisode als einen Fieberkrampf des Kindes, bei dem in der Vergangenheit keine Epilepsie oder eine andere damit verbundene neurologische Störung aufgetreten ist[3].

Allerdings ist die Zahl der Fieberkrämpfe im Laufe der Jahre sukzessive gestiegen und stellt Kinderärzte auf der ganzen Welt vor die Herausforderung, unterschiedliche Strategien zur Beurteilung und Behandlung dieser Erkrankung zu entwickeln. Dies hat auch die Eltern für die Krankheit sensibilisiert und dafür gesorgt, wie sie sich darauf vorbereiten können, falls ihr Kind daran erkrankt[1].

Mittlerweile machen sich die Eltern mehr Sorgen über die Behandlungsmöglichkeiten, die es bei Fieberkrämpfen gibt. In diesem Artikel werden die verschiedenen Behandlungsstrategien besprochen, die bei der Behandlung von Fieberkrämpfen hilfreich sind[1].

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Fieberkrämpfen?

Ein Kind mit einem einzelnen Fieberkrampf, das ansonsten in einwandfreiem Gesundheitszustand ist, muss nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Beobachtung des Kindes in der Notaufnahme und die Identifizierung der Infektionsquelle sollten im Vordergrund stehen. Der Zeitraum, den das Kind in der Notaufnahme verbringen muss, beträgt in der Regel sechs bis acht Stunden, bevor es entlassen werden kann[2].

Die meisten Fälle von Fieberkrämpfen sind selbstlimitierend und Kinder neigen dazu, aus ihnen herauszuwachsen. Es kommt sehr selten vor, dass zur Behandlung eines Kindes mit Fieberkrämpfen Antiepileptika eingesetzt werden müssen. Hinweise darauf, dass ein Kind mit Fieberkrämpfen antiepileptische Medikamente benötigt, bestehen darin, dass das Kind bei der Vorstellung in der Notaufnahme noch unter Krämpfen leiden sollte[2].

Die Anfälle sollten pro Episode länger als 5 Minuten andauern und es sollten innerhalb von 24 Stunden wiederkehrende Anfälle auftreten. Es gibt jedoch bestimmte Indikatoren, die hilfreich sein können, um festzustellen, ob ein Kind mit Fieberkrämpfen ins Krankenhaus eingeliefert werden muss[2].

Das National Institute of Health and Care Excellence hat bestimmte Symptome identifiziert, die auf eine potenziell schwerwiegende Grunderkrankung hinweisen, die einen Krankenhausaufenthalt erfordert.

Zu diesen Symptomen zählen Anfälle, die länger als 30 Minuten andauern. Wenn komplexe Fieberkrämpfe beobachtet werden, bei denen wiederkehrende Anfälle auftreten, ist dies ebenfalls ein Hinweis auf etwas Ernstes, das einer weiteren Untersuchung bedarf[2].

Wenn beim Kind bestimmte neurologische Restsymptome wie eine Todd-Parese beobachtet werden, ist dies auch ein Hinweis auf eine schwere Infektion, die stationär untersucht werden muss. Bleibt die Infektionsquelle trotz verschiedener Tests unklar, ist eine Einweisung ins Krankenhaus zur Abklärung der Infektionsquelle und sofortiger Behandlung erforderlich[2].

Bei Kindern unter einem Jahr beobachtete Fieberkrämpfe sollten ebenfalls stationär behandelt werden und nicht nur in der Notaufnahme beobachtet werden.

Kinder, die nicht über ein starkes familiäres Unterstützungssystem verfügen und nach einem Anfall niemanden haben, der sich um sie kümmert, sollten ebenfalls zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert werden[2].

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es keine spezifische Behandlungsstrategie für Fieberkrämpfe gibt. Es handelt sich um einen selbstlimitierenden Zustand, aus dem das Kind in den meisten Fällen herauswächst. In einigen extremen Fällen, in denen die Anfälle länger andauern und in kurzen Zeiträumen wiederkehren, ist jedoch der Einsatz von Antiepileptika erforderlich[1,2].

Der Einsatz von Medikamenten hängt ganz von der Schwere und Dauer der Symptome ab. Bei Fieberkrämpfen ist normalerweise kein Krankenhausaufenthalt erforderlich. Wenn das Kind jedoch jünger als ein Jahr ist, Anfälle haben, die länger als 30 Minuten dauern und wiederkehrende Anfälle auftreten, sollte das Kind zur Beobachtung und Behandlung von Fieberkrämpfen aufgenommen werden[2].

Referenzen:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6052913/
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6210946/
  3. https://www.medicalnewstoday.com/articles/168010.php