Was ist die Arbeiterklasse?

Definition

Arbeiterklasse„bezieht sich typischerweise auf einen Teil der Erwerbsbevölkerung, der im Dienstleistungs- oder Industriesektor arbeitet und keinen vierjährigen Hochschulabschluss besitzt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Obwohl es keine allgemeingültige Definition von „Arbeiterklasse“ gibt, bezieht sich der Begriff üblicherweise auf Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor, die weniger als einen vierjährigen Hochschulabschluss haben.
  • Historisch gesehen war die Arbeiterklasse in den USA überwiegend weiß und männlich, doch in den letzten Jahrzehnten ist sie immer vielfältiger geworden.
  • Zu den häufigen Herausforderungen, mit denen die Arbeiterklasse konfrontiert sein könnte, gehören Lohnstagnation, schwindende Macht der Arbeiter und die Bewältigung steigender Lebenshaltungskosten.

Definition und Beispiele der Arbeiterklasse

Der Begriff „Arbeiterklasse“ beschreibt häufig Angehörige der Erwerbsbevölkerung, die einen Dienstleistungsberuf ausüben und keinen Bachelor-Abschluss besitzen. Zu den üblichen Berufen der Arbeiterklasse gehören Restaurantangestellte, Automechaniker, Bauarbeiter und andere Dienstleistungskräfte.

  • Alternativer Name: Arbeiter

Notiz

Die Definition der Arbeiterklasse ist höchst subjektiv und kann je nach Analytiker variieren. Zu den üblichen Indikatoren für die Zugehörigkeit zur Arbeiterklasse zählen ein bestimmtes jährliches Haushaltseinkommen, ein bestimmtes Vermögen und eine bestimmte Bildung. 

Nehmen wir zum Beispiel an, ein Forscher klassifiziert Arbeiter aus der Arbeiterklasse als diejenigen, die keinen Hochschulabschluss haben und zwischen 18 und 64 Jahre alt sind. Sally, die 33 Jahre alt ist, als Lebensmittelverkäuferin arbeitet und kein College besucht hat, würde als Mitglied der Arbeiterklasse gelten.

Wie funktioniert die Arbeiterklasse?

Viele Analysten verwenden das Bildungsniveau als Indikator für die Zugehörigkeit zur Arbeiterklasse, da Bildungsabschlüsse in der Regel nicht so häufig schwanken wie das Einkommen. 

Beispielsweise können zwei Mitarbeiter den gleichen Abschluss haben und die gleiche Position innerhalb eines Unternehmens innehaben. Es kann jedoch sein, dass sich ein Mitarbeiter nicht zur Arbeiterklasse zählt, weil er zehn Jahre lang für das Unternehmen gearbeitet hat und 50 % mehr verdient als der andere Mitarbeiter.

Forscher stützen sich auch auf andere Indikatoren wie das Nettovermögen, die Art des Jobs oder darauf, wie viel Autonomie eine Person in ihrer beruflichen Position besitzt.

Im Allgemeinen arbeitet die Arbeiterklasse in der Lebensmittelbranche und im Einzelhandel, als Arbeiter, in der Pflege oder in einer Art Kabinenposition. Einige gängige Beispiele für Berufe der Arbeiterklasse können sein:

  • Fabrikarbeiter
  • Restaurantmitarbeiter
  • Pflegeheimpersonal
  • Automobilprofis
  • Lieferdienste

Im Jahr 2015 beschäftigte der Einzelhandel mehr Erwachsene aus der Arbeiterklasse als das verarbeitende Gewerbe, das Kleingewerbe und das Baugewerbe zusammen. Im selben Jahr verzeichnete die Gesundheitsbranche auch einen deutlichen Anstieg der Arbeiterarbeitsplätze.

Vielfalt in der Arbeiterklasse

Die Rassenvielfalt der Arbeiterklasse hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Um die 1940er Jahre machten weiße Arbeiter 88 % der Arbeitskräfte der Arbeiterklasse aus. Im Jahr 2015 sank diese Zahl auf 58,9 %, während Afroamerikaner und Hispanoamerikaner 13,7 % bzw. 20,9 % der Erwerbsbevölkerung der Arbeiterklasse ausmachten. Auch die Zahl der Frauen aus der Arbeiterklasse nahm zu und machte 2015 45,6 % der Arbeiterklasse aus – 1940 waren es weniger als 30 %.

Das Bureau of Labor Statistics prognostiziert, dass die Arbeiterklasse im Alter von 18 bis 64 Jahren bis 2032 die Mehrheit der People of Color darstellen wird.

Kritik an der Arbeiterklasse

Wie bereits erwähnt, gibt es keine allgemeingültige Definition der Arbeiterklasse. Da Bildung, Einkommen, Beruf und andere Faktoren von Person zu Person unterschiedlich sein können, kann es schwierig sein, die Größe und Merkmale der Arbeiterklasse genau zu messen.

Einige sagen, dass der Ruhestand die Daten verzerren kann, wenn der Analyst die Bildung als Indikator für die Arbeiterklasse verwendet. Ein US-Amerikaner im Ruhestand beispielsweise verfügt möglicherweise nicht über einen vierjährigen Hochschulabschluss, identifiziert sich aber nicht als Arbeiterklasse, weil er nicht wirklich arbeitet. 

Einige Analysten betrachten diejenigen, die keinen Hochschulabschluss haben und arbeitslos sind, möglicherweise immer noch als Teil der Arbeiterklasse.

Notiz

In manchen Fällen verzichten Forscher möglicherweise ganz auf die Verwendung des Begriffs „Arbeiterklasse“ und klassifizieren stattdessen Personen nach Unter-, Mittel- und Oberschicht.

Was es für Arbeiter der Arbeiterklasse bedeutet

Arbeiter aus der Arbeiterklasse im Alter zwischen 25 und 54 Jahren äußern im Durchschnitt eher Bedenken hinsichtlich ihrer finanziellen Situation.

Einige sagen, Lohnstagnation sei ein wesentlicher Faktor, der sich auf die finanzielle Gesundheit der Arbeiter aus der Arbeiterklasse auswirkt, die möglicherweise nicht an dem von ihnen erwirtschafteten Reichtum teilhaben. Die steigenden Lebenshaltungskosten verschärfen diese finanziellen Sorgen der Arbeiterklasse.

Einige Organisationen befürworten Gesetze, die die Arbeitskraft erhöhen, indem sie die Gewerkschaftsbildung erleichtern, um die Qualität von Industriearbeitsplätzen zu verbessern. Mehr Vollbeschäftigungsmöglichkeiten, mehr öffentliche Beschäftigung und Lehrstellen können möglicherweise auch die Kämpfe der Arbeiterklasse lindern.