Es kann beunruhigend sein zu erfahren, dass es möglich ist, dass Sie Ihr ganzes Leben lang normal hören und eines Tages auf einem Ohr taub aufwachen. Sie können auch eine leichte Hörbeeinträchtigung haben und innerhalb weniger Tage den Rest Ihres Gehörs verlieren. Dieser sogenannte plötzliche sensorineurale Hörverlust (SSHL) tritt fast immer nur auf einem Ohr auf und kann in äußerst seltenen Fällen auch auf beiden Ohren auftreten. Glücklicherweise sind viele Fälle vorübergehend oder behandelbar.
Plötzliche Taubheit ist selten und betrifft jährlich bis zu eine von 5.000 Personen, am häufigsten Erwachsene in den Vierzigern und Fünfzigern. 1 Die tatsächliche Zahl könnte viel höher sein, da sich viele Menschen schnell erholen und nie einen Arzt aufsuchen.
Aber lassen Sie sich dadurch nicht davon abhalten, eine Bewertung einzuholen. Die zugrunde liegende Ursache kann erheblich sein, mit Ihren Ohren zusammenhängen oder nicht und erfordert eine sofortige (und in einigen Fällen eine fortlaufende) Behandlung.
Inhaltsverzeichnis
Symptome
Unter plötzlichem Schallempfindungsschwerhörigkeit (SSHL) versteht man den raschen Verlust des Hörvermögens, entweder auf einmal oder über mehrere Tage hinweg. Manche Menschen gehen nicht sofort zum Arzt, weil sie ihren Hörverlust auf Ohrenschmalz im Gehörgang, eine Nebenhöhlenentzündung oder Allergien zurückführen. Leider kann die Verzögerung eines Arztbesuchs die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigen oder dazu führen, dass eine schwerwiegende Erkrankung nicht diagnostiziert wird.
Über 98 von 100 Menschen mit plötzlicher Taubheit verlieren das Gehör nur auf einem Ohr. 1 Menschen können es anders erleben. SSHL kann: 2
- Tritt über Nacht auf (Menschen entdecken es, wenn sie morgens aufwachen)
- Machen Sie sich erstmals nach einer audiobezogenen Aktivität bemerkbar, z. B. wenn Sie ans Telefon gehen oder Ohrhörer verwenden
- Verursacht ein lautes Knallgeräusch, kurz bevor man taub wird
- Verursacht Ohrensausen ( Tinnitus ), Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Drehschwindel
Etwa die Hälfte der Menschen mit schnellem Hörverlust erholen sich teilweise oder vollständig von ihrem Gehör, normalerweise innerhalb von ein bis zwei Wochen. 2
Ursachen
Viele Fälle von SSHL (bis zu 90 %) sind idiopathisch oder spontan ohne bekannte Ursache. 2
Wenn eine Ursache identifiziert werden kann, sind die häufigsten: 2
- Infektionskrankheiten wie Viren (z. B. Lyme-Borreliose, bakterielle Meningitis)
- Trauma, insbesondere eine Kopfverletzung
- Autoimmunerkrankungen wie das Cogan-Syndrom
- Ototoxische Medikamente (d. h. solche, die eine chemische Schädigung des Innenohrs verursachen, die zu dauerhaftem oder vorübergehendem Hörverlust führt): Beispiele hierfür sind eine Chemotherapie auf Platinbasis, Aminoglykosid-Antibiotika und sogar hohe Dosen Aspirin.
- Durchblutungsstörungen
- Barotrauma oder ein Druckungleichgewicht zwischen Innen- und Außenohr
- Ein Tumor am Nerv, der das Ohr mit dem Gehirn verbindet
- Neurologische Erkrankungen und Störungen wie Migräne und Multiple Sklerose
- Erkrankungen des Innenohrs, wie Morbus Ménière
Dies ist eine begrenzte Liste; Ihr SSHL kann auf mehrere Ursachen unterschiedlicher Besorgnis zurückzuführen sein.
Diagnose
Ein Allgemeinarzt überweist Sie möglicherweise an einen Audiologen, einen Spezialisten, der Hör- und Gleichgewichtsprobleme beurteilt, sowie an einen HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohren-Arzt), der SSHL behandelt.
Höchstwahrscheinlich werden Sie sich einem Hörtest namens Reintonaudiometrie unterziehen, der den verlorenen Hörbereich aufzeigen kann. Ein Hörtest zielt auf zwei Aspekte des Klangs ab: Dezibel oder die Lautstärke des Klangs und Frequenzen, ein Maß für die Tonhöhe von hoch bis tief. Von plötzlicher Taubheit spricht man, wenn bei einem Hörtest ein Verlust von mindestens 30 Dezibel in drei angeschlossenen Frequenzen festgestellt wird.
Wenn bei Ihnen plötzliche Taubheit diagnostiziert wird, können andere Tests wie Blutuntersuchungen, Magnetresonanztomographie (MRT) und Gleichgewichtstests dabei helfen, die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln.
Behandlung
Angesichts der Vielzahl möglicher Ursachen hängt die Behandlung weitgehend davon ab, was Ihr Arzt bei Tests und Untersuchungen feststellt.
Bei körperlichen Verletzungen oder Barotrauma kann das Ohr von selbst heilen. Kortikosteroide sind die häufigste Behandlung bei plötzlicher Taubheit, da sie Entzündungen und Schwellungen lindern und dem Körper bei der Bekämpfung von Krankheiten helfen. 2
Möglicherweise sind zusätzliche Behandlungen erforderlich. Wenn Ihre plötzliche Taubheit beispielsweise durch eine Infektion verursacht wird, werden Ihnen möglicherweise Antibiotika verschrieben. Wenn Sie an einer Autoimmunerkrankung leiden, die dazu führt, dass Ihr Immunsystem das Innenohr angreift, müssen Sie möglicherweise Medikamente einnehmen, um Ihr Immunsystem zu unterdrücken.
In Fällen, in denen das Hörvermögen nicht vollständig wiederhergestellt ist, können Hörgeräte eine Option sein. Der Schlüssel liegt darin, so schnell wie möglich einen Arzt aufzusuchen, um die beste Behandlung zu finden.
85 % derjenigen, die sich von einem HNO-Arzt behandeln lassen, erlangen einen Teil ihres Gehörs zurück. 1

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