Pylorusstenose oder Pylorostenose: Ursachen, Symptome, Behandlung, Risikofaktoren, Anzeichen, Tests

Pylorusstenose oder Pylorostenose ist eine Erkrankung, die bei Säuglingen selten auftritt. Der Pylorus ist eine kleine Öffnung, eine Muskelklappe, die dabei hilft, die Nahrung bis zum nächsten Stadium des Verdauungsprozesses im Magen zurückzuhalten. Bei einer Pylorusstenose wird diese Öffnung dort betroffen, wo die Pylorusmuskeln dick werden und verhindern, dass die Nahrung in den Dünndarm des Babys gelangt. Pylorusstenose oder Pylorostenose kann bei Babys zu heftigem oder geschossenem Erbrechen, Dehydration und Gewichtsverlust führen. Säuglinge, die an dieser Krankheit leiden, scheinen immer hungrig zu sein. Pylorusstenose wird selten bei Babys gefunden, die älter als 3 Monate sind. Dieses Problem kann mit einer Operation geheilt werden.

Ursachen und Risikofaktoren der Pylorusstenose oder Pylorostenose

Die Ursache für Pylorusstenose oder Pylorostenose ist nicht bekannt. Es wird angenommen, dass genetische und umweltbedingte Faktoren eine Rolle spielen.

Risikofaktoren für Pylorusstenose oder Pylorostenose umfassen:

  • Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
  • Die Familienanamnese spielt bei dieser Erkrankung eine Rolle.
  • Die frühzeitige Anwendung bestimmter Antibiotika wie Erythromycin bei Keuchhusten (Pertussis) erhöht das Risiko einer Pylorusstenose. Auch Mütter, die in der späten Schwangerschaft bestimmte Antibiotika einnehmen, können diesen Defekt bei ihren Babys haben.

Anzeichen und Symptome einer Pylorusstenose oder Pylorostenose

Die Symptome treten üblicherweise innerhalb von drei bis sechs Wochen nach der Geburt auf.

  • Projektiles Erbrechen: Dies ist ein gewaltsamer Ausstoß von Milch oder Milchnahrung bis zu einer Entfernung von mehreren Metern. Das Baby erbricht normalerweise innerhalb von 30 Minuten nach dem Füttern. Anfangs kann das Erbrechen leicht sein, wird aber allmählich schwerer, wenn sich die Öffnung des Pylorus verengt. Manchmal kann Blut im Erbrochenen sein.
  • Ständiger Hunger: Babys fühlen sich oft hungrig, besonders nach dem Erbrechen.
  • Magenkontraktionen: Unmittelbar nach dem Füttern und vor dem Erbrechen kann es zu wellenförmigen Kontraktionen im Oberbauch des Babys kommen, die als Peristaltik bezeichnet werden. Dies geschieht, wenn die Magenmuskulatur versucht, die Nahrung durch den verengten Magenausgang zu zwingen.
  • Dehydration: Das Baby kann weinen, ohne Tränen zu vergießen, und kann lethargisch werden. Weniger nasse Windeln können darauf hindeuten, dass das Baby dehydriert ist.
  • Veränderung des Stuhlgangs: Babys können Verstopfung bekommen, da bei einer Pylorusstenose die Nahrung den Darm nicht erreichen kann.
  • Gewichtsverlust: Es gibt Gewichtsverlust bei den Babys.

Schwerwiegende Symptome einer Pylorusstenose oder Pylorostenose

  • Wiederholtes Erbrechen nach dem Füttern.
  • Heftiges/projektiles Erbrechen.
  • Das Baby ist lethargisch oder weniger aktiv.
  • Reizbarkeit.
  • Vermindertes Wasserlassen oder weniger nasse Windeln.
  • Weniger Stuhlgang.
  • Keine Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme.

Tests zur Diagnose von Pylorusstenose oder Pylorostenose

  • Die körperliche Untersuchung zeigt bei der Untersuchung des Bauches des Babys einen olivenförmigen Klumpen, der der vergrößerte Pylorusmuskel ist.
  • Der Arzt kann auch die peristaltischen Wellen oder Bewegungen im Unterleib des Babys spüren.
  • Blutuntersuchungen werden durchgeführt, um Anzeichen von Dehydration zu erkennen.
  • Zur Bestätigung der Diagnose wird ein Ultraschall durchgeführt.

Behandlung von Pylorusstenose oder Pylorostenose

Pylorusstenose oder Pylorostenose wird normalerweise mit einem chirurgischen Eingriff behandelt, der als Pyloromyotomie bekannt ist, bei dem der Chirurg die äußere Schicht des verdickten Pylorusmuskels durchtrennt, wodurch sich die innere Auskleidung herauswölben und die Nahrung in den Dünndarm gelangen kann. Das Ergebnis der Operation ist ausgezeichnet mit wenigen Komplikationen. Die Operation wird in der Regel am selben Tag wie die Diagnose angeordnet. Flüssigkeitsersatz wird vor der Operation verabreicht, wenn das Baby dehydriert ist oder ein Elektrolytungleichgewicht hat.

Die Pyloromyotomie wird üblicherweise laparoskopisch durchgeführt, da sie weniger invasiv ist und die Genesung schneller ist und im Vergleich zu einer herkömmlichen offenen Operation eine kleinere Narbe hinterlässt. Nach der Operation kann es einige Tage lang zu Erbrechen kommen und das Baby kann hungriger werden. Mögliche Komplikationen der Operation sind Blutungen und Infektionen; sie sind jedoch selten.