Kann ein Arbeitgeber von mir verlangen, dass ich meinen eigenen Computer verwende?

Die Bring-Your-Own-Device-Richtlinie (BYOD) am Arbeitsplatz bietet Vorteile. Mithilfe von BYOD-Richtlinien können Sie beispielsweise Ihren persönlichen Computer verwenden, mit dem Sie möglicherweise vertrauter sind als mit einem neuen Arbeitscomputer. Viele Menschen schätzen die nahtlose Möglichkeit, sowohl geschäftliche als auch private Aktivitäten auf demselben Computer zu erledigen.

Andererseits können BYOD-Richtlinien zu Problemen führen. Möglicherweise möchten Sie Ihren Laptop nicht mit ins Büro schleppen oder möchten Ihre persönlichen Daten lieber von Ihrer beruflichen Arbeit trennen. Möglicherweise besitzen Sie auch keinen Computer, was zu der Frage führt, ob Sie für einen selbst bezahlen müssen.

Nachfolgend finden Sie detailliertere Informationen zu BYOD-Richtlinien, einschließlich der Frage, was Arbeitgeber von Ihnen verlangen dürfen (und was nicht).

Die Vorteile, wenn Sie Ihren Computer zur Arbeit bringen

Vorteile für Arbeitgeber

Arbeitgeber verlangen möglicherweise, dass Sie Ihren Laptop oder PC bei der Arbeit verwenden. Diese Richtlinien können Unternehmen Zeit, Geld und Ressourcen sparen, da sie keine Computer am Arbeitsplatz bereitstellen oder unterstützen müssen.

Vorteile für Mitarbeiter

Auch die Mitarbeiter empfinden diese Richtlinien als vorteilhaft. Sie schätzen oft den Komfort, den die Nutzung ihres persönlichen Laptops mit sich bringt. Viele Mitarbeiter arbeiten zumindest zeitweise von zu Hause aus und ziehen es möglicherweise vor, ihren Computer mit zur Arbeit zu nehmen, um die von zu Hause begonnenen Aufgaben fortzusetzen. Oft ist es einfacher, die Technologie zu nutzen, mit der sie bereits vertraut sind. 

Notiz

Fast jeder möchte bei der Arbeit mit dem Leben außerhalb des Büros in Verbindung bleiben, und wenn man einen eigenen Computer (und andere Geräte) dabei hat, ist das einfacher.

Die Nachteile, Ihren Computer zur Arbeit zu bringen

Sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber birgt eine BYOD-Richtlinie einige potenzielle Nachteile. Beispielsweise möchten Mitarbeiter, die hauptsächlich im Büro arbeiten, ihren Laptop oder ihr Gerät möglicherweise nicht hin und her tragen (oder ihre persönlichen Gegenstände nicht in einer Schublade am Arbeitsplatz lassen).

Datenschutzprobleme

Andere möchten vielleicht ihre Arbeit und ihr Privatleben trennen. Das ist schwierig, wenn man für beide Aufgaben denselben Computer verwendet. Ebenso könnten Mitarbeiter Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre haben. Wenn der Arbeitgeber Zugriff auf die Informationen auf seinen persönlichen Computern möchte, besteht möglicherweise die Sorge, dass der Arbeitgeber auf seine Finanz-, Gesundheits- oder anderen persönlichen Daten zugreifen kann.

Sicherheitsprobleme

Auch Arbeitgeber haben potenzielle Bedenken hinsichtlich der BYOD-Richtlinien. Wenn Mitarbeiter beispielsweise Personalcomputer nutzen, besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Wenn ein Mitarbeiter seinen Laptop verliert oder ihn nicht schützt, könnte das Unternehmen wichtige Informationen verlieren oder offenlegen.

BYOD-Richtlinien für Arbeitgeber

In den meisten Fällen kann ein Arbeitgeber von Ihnen die Nutzung Ihres eigenen Computers am Arbeitsplatz verlangen und Ihnen keine Vergütung anbieten. Aus verschiedenen Gründen findet man jedoch selten ein Unternehmen mit derart strengen Richtlinien. 

Mitarbeiter, die unter einen Vertrag fallen

Wenn Sie beispielsweise durch einen Gewerkschafts- oder Privatarbeitsvertrag abgesichert sind, können Sie vor derartigen Anforderungen geschützt sein oder eine Entschädigung erhalten, wenn Sie bei der Arbeit persönliche Ausrüstung verwenden.

Landesgesetze

In einigen Bundesstaaten gibt es auch Gesetze darüber, was Arbeitgeber von ihren Arbeitnehmern zur Zahlung verlangen dürfen und was nicht. Beispielsweise verlangt Kalifornien von Arbeitgebern, einen Großteil der Geschäftsausgaben ihrer Mitarbeiter zu decken, einschließlich einer angemessenen Entschädigung für persönliche Geräte, die bei der Arbeit verwendet werden.

Den Mitarbeitern Optionen anbieten

Die meisten BYOD-Richtlinien des Arbeitgebers versuchen, einige dieser potenziellen Probleme zu lösen. Beispielsweise empfehlen die meisten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern, ihre eigenen Computer zu nutzen, bieten aber auch Alternativen an. Beispielsweise könnten sie Laptops und andere Geräte zur Verfügung stellen, wenn ein Mitarbeiter diese nicht selbst mitbringen möchte. Das Angebot eines von der Arbeit zur Verfügung gestellten Laptops ist ein üblicher Jobvorteil.

Einige Unternehmen bieten möglicherweise einen Technologiefonds oder einen Zuschuss an, mit dem Sie den Kauf eines Computers oder anderer Geräte für die berufliche Nutzung unterstützen können. Beispielsweise könnte ein Unternehmen seinen Mitarbeitern einen Zuschuss von 1.000 US-Dollar pro Jahr für den Kauf persönlicher Ausrüstung gewähren. Ein Technologiezuschuss ist ein weiterer üblicher Jobvorteil.

Notiz

Einige Organisationen haben eine Richtlinie, die besagt, dass der Betrag, den Sie erhalten haben, von Ihrem letzten Gehaltsscheck abgezogen wird, wenn Sie das Unternehmen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nach Erhalt der Rückerstattung (z. B. 90 Tage) verlassen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Regeln für die Nutzung externer Technologie gelten oder ob Ihnen ein Zuschuss für den Kauf von Geräten gewährt wird, wenden Sie sich an Ihren Vorgesetzten oder die Personalabteilung.

Verwendung anderer persönlicher Geräte bei der Arbeit

BYOD-Richtlinien umfassen in der Regel nicht nur Laptops und PCs, sondern auch Tablets und Smartphones. Viele der oben erläuterten Richtlinien funktionieren auch für diese anderen Geräte.

Sie erhalten häufig eine Entschädigung, wenn Sie aufgefordert werden, ein persönliches Gerät zu verwenden. Wenn Sie beispielsweise aufgefordert werden, Ihr privates Smartphone für die Arbeit zu verwenden, bietet der Arbeitgeber möglicherweise an, einen angemessenen Prozentsatz Ihrer Telefonrechnung zu bezahlen.