Der Großteil der gefundenen Nierensteine besteht aus Calciumoxalat. Diese entstehen, wenn der pH-Wert des Urins sauer ist und das Calciumoxalat aus dem Urin kristallisiert. Dem Patienten wird empfohlen, sich von oxalathaltigen Lebensmitteln wie Rüben, Sojaprodukten, Spinat, Süßkartoffeln, Nüssen und schwarzem Pfeffer fernzuhalten. Es gibt jedoch einige Argumente für und gegen die Verwendung von Kalziumpräparaten und Kalzium aus der Nahrung bei Patienten mit Nierensteinen.
Rolle von Oxalat bei Nierensteinen
Die Kalziumkonzentration in der Milch ist hoch und außerdem weisen sie eine sehr gute Bioverfügbarkeit auf, d. h. das Kalzium aus der Milch wird effizient vom Körper aufgenommen. Da die meisten gebildeten Nierensteine aus Kalzium und Oxalat bestehen, erscheint es theoretisch sinnvoll, beide Stoffe in der Ernährung von Menschen zu meiden, bei denen das Risiko besteht, Nierensteine zu entwickeln. Doch das praktische Studium kommt zu einem anderen Ergebnis. Dem Körper stehen zwei Arten von Kalzium zur Verfügung: eine über die Nahrung und die andere über Nahrungsergänzungsmittel wie Pillen. Der geschwindigkeitsbestimmende Faktor für die Bildung von Nierensteinen ist das Vorhandensein von Oxalat in hoher Konzentration. Wenn die Kalziumkonzentration hoch ist, kann sie von den Knochen verwertet oder in Form eines löslichen Salzes über die Nieren ausgeschieden werden. Eine hohe Oxalatkonzentration kann jedoch zu einer kristallisierten Form führen, die zu Nierensteinen führt.
Ist Milch gut gegen Nierensteine?
Hilft das Trinken von Milch bei Menschen mit Nierensteinen? Milch enthält eine gute Menge Kalzium. 100 Gramm Milch enthalten etwa 120 mg Kalzium. Es ist gut für die Knochen und lindert die Symptome von Menschen, die an Osteoporose leiden. Darüber hinaus hilft es auch bei Muskelbewegungen. Der Mangel an Kalzium kann die Fähigkeit des Körpers zur Blutgerinnung verringern. Daher wird davon abgeraten, Kalzium aus der Nahrung zu meiden. Es wird jedoch angenommen, dass die Einnahme von Kalzium bei Patienten mit Nierensteinbildung den Zustand verschlimmern kann. Dies trifft jedoch nicht zu, wenn es um Kalzium aus der Nahrung geht. Einer der etablierten und unabhängigen Risikofaktoren für die Bildung von Steinen ist ein niedriger Kalziumgehalt in der Nahrung. In einer kürzlich durchgeführten Studie wurde festgestellt, dass Menschen mit einem höheren Kalziumgehalt in der Nahrung ein geringeres Risiko für die Entwicklung von Steinen haben als Menschen mit einem niedrigen Kalziumgehalt in ihrer Ernährung. Die Studien schlagen folgende Aktionsmechanismen zur Unterstützung ihres Standpunkts vor:
- Reduzierung der Oxalataufnahme:Das Nahrungskalzium bindet effizient an das in der Nahrung enthaltene Oxalat und verhindert, dass das Nahrungsoxalat vom Körper aufgenommen wird. Dadurch sinkt die Gesamtkonzentration von Oxalat im Blut und das Risiko der Steinbildung sinkt.
- Bedeutung bei Nierensteinen:Das im Urin ausgeschiedene Oxalat ist bei der Bildung von Nierensteinen wichtiger als das im Urin ausgeschiedene Kalzium.
Bei der Einnahme von Kalziumpräparaten war dies jedoch nicht der Fall. In einer Studie wurde festgestellt, dass bei Menschen, die Kalzium aus der Nahrung zu sich nahmen, die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Nierensteinen sank, während die Wahrscheinlichkeit bei Einnahme von Kalziumpräparaten zunahm. Obwohl der Grund für diesen Effekt noch nicht bekannt ist, geht man davon aus, dass es bestimmte andere Faktoren gibt, die mit Kalzium in der Nahrung und in Milchprodukten zusammenhängen und das Risiko einer Steinbildung verringern.
Abschluss
Auf dem Markt gibt es zwei Arten von Kalziumpräparaten. Die Nahrungsergänzungsmittel wie Milch und Käse sowie das Kalziumpräparat in Form von Pillen. Durch die Kalziumergänzung erhöht sich das Risiko einer Steinbildung nicht. Es wurde festgestellt, dass Kalzium in den Milchprodukten tatsächlich das Risiko der Bildung von Nierensteinen verringert und Kalziumpillen dazu neigen, es zu erhöhen. Darüber hinaus wird davon abgeraten, Kalzium aus der Nahrung zu streichen, da es noch viel mehr Aufgaben im Körper erfüllt. Am besten ist es, ausreichend Wasser zu trinken und oxalatreiche Lebensmittel zu meiden.
Referenzen:
- Curhan, Gary C., et al. „Vergleich von Kalzium aus der Nahrung mit Kalziumzusätzen und anderen Nährstoffen als Faktoren, die das Risiko für Nierensteine bei Frauen beeinflussen.“ Annals of Internal Medicine 126.7 (1997): 497-504.
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