Pro-bono-Dienste sind nicht dasselbe wie Freiwilligendienste. Es gibt einige Gemeinsamkeiten, aber sie unterscheiden sich in einigen grundlegenden Punkten, insbesondere im Hinblick auf Steuern.
Pro Bono-Dienste
Pro bono bedeutet auf Lateinisch „für das Gemeinwohl“, und Sie werden möglicherweise auf den Begriff stoßen, wenn Sie mit der Anwaltschaft zu tun haben. Dienste werden kostenlos oder manchmal kostenpflichtig angeboten und kommen einem guten Zweck oder der Allgemeinheit zugute. Die American Bar Association schlägt vor, dass Anwälte sich dazu verpflichten sollten, jährlich 50 Stunden unentgeltliche Rechtsarbeit zu leisten, und einige staatliche Anwaltskammern verlangen, dass Anwälte ihre unentgeltlichen Stunden und Aktivitäten regelmäßig melden, um ihre Zulassung als Rechtsanwalt aufrechtzuerhalten.
Bei Pro-Bono-Diensten handelt es sich nicht um etwas, das man kostenlos für seine Nachbarn erbringt, und es geht auch nicht darum, sich ehrenamtlich zu engagieren, um einen Nachmittag lang die Cookie-Station der Pfadfinderinnen zu leiten. Aus steuerlicher Sicht müssen Pro-bono-Leistungen an gemeinnützige Organisationen oder Zwecke gespendet werden. Das IRS behandelt Pro-Bono-Dienste und kostenlose oder ermäßigte Dienste sowie Freiwilligendienste unterschiedlich. Es verwendet separate Richtlinien, um zu regeln, wie Sie damit verbundene Kosten und Ausgaben abziehen können.
Pro-bono-Dienste werden manchmal „zum Selbstkostenpreis“ angeboten. Beispielsweise kann ein professioneller Berater seine Zeit und sein Fachwissen spenden, aber eine Zahlung zur Deckung der Reisekosten verlangen. Ehrenamtliche Mitarbeiter gemeinnütziger Organisationen können möglicherweise auch Reisekosten absetzen, allerdings mit größeren Einschränkungen und zu einem niedrigeren Prozentsatz als bei echten Pro-bono-Diensten.
Freiwilligenarbeit
Freiwillige stellen auch kostenlos Zeit, Wissen, Fähigkeiten und Fachwissen zur Verfügung, um anderen Menschen oder Organisationen zu helfen. Das IRS klassifiziert Freiwilligendienste in zwei grundlegende Kategorien:
- Non-GAAP-Freiwilligendienste:Diese sind für die Person, die ihre Zeit und Dienste spendet, nicht steuerlich absetzbar.
- GAAP-Freiwilligendienste:GAAP-Dienstleistungen oder „professionelle“ Dienstleistungen sind manchmal zumindest teilweise steuerlich absetzbar.
GAAP ist ein Akronym und bedeutet „allgemein anerkannte Rechnungslegungsgrundsätze“. Diese Grundsätze decken die gängigsten Praktiken und Regeln für die Finanzberichterstattung über Geschäftseinkommen ab. Aufgrund der steuerlichen Behandlung ehrenamtlicher Zeit und Dienste ist dies eine wichtige Unterscheidung. Normalerweise erlaubt der Internal Revenue Service nicht GAAP-konformen, nicht gewerblichen Steuerzahlern keine Steuerabzüge für den Geldwert der Zeit, die sie für ehrenamtliche Tätigkeiten aufwenden. Wenn ihnen jedoch durch die ehrenamtliche Tätigkeit Kosten entstehen, können diese als Spenden für wohltätige Zwecke abzugsfähig sein. Die Inanspruchnahme eines solchen Abzugs erfordert jedoch eine detaillierte Auflistung und nicht die Inanspruchnahme des Standardabzugs, was nicht immer für alle Steuerzahler von Vorteil ist.
Der große Unterschied
Der große Unterschied zwischen GAAP-Diensten, die als ehrenamtliche Dienste gelten können, und Nicht-GAAP-Freiwilligendiensten besteht darin, dass ehrenamtliche Dienste in der Regel als professionelle Dienstleistungen angeboten werden. Normalerweise müsste eine Einzelperson, ein Unternehmen oder eine Organisation den Spender für diese Arbeit bezahlen. Die konkreten Aufwendungen für die Erbringung unentgeltlicher Leistungen können bei der Gewerbesteuererklärung zumindest teilweise abgesetzt werden.
Freiwilligendienste werden von Einzelpersonen geleistet, die normalerweise für ihre Zeit und die von ihnen gespendeten Fähigkeiten keine Gebühren erheben würden.

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