Papierquittungen von großen Einzelhändlern können dazu führen, dass Sie giftigen Chemikalien ausgesetzt sind

Wenn Sie das nächste Mal an der Kasse stehen und gefragt werden, ob Sie einen gedruckten Beleg wünschen, möchten Sie vielleicht auf den papierlosen Kassenbon verzichten. Es dient nicht nur der Umwelt, sondern auch Ihrer Gesundheit.

Papierbelege großer Einzelhändler in den USA sind mit einer giftigen Chemikalie namens Bisphenol S (BPS) beschichtet.

Laut dem Center for Environmental Health (CEH), einer gemeinnützigen Organisation in Oakland, Kalifornien, ist in Papierbelegen so viel BPS enthalten, dass die Zeit, die Sie benötigen, um sie zu greifen und in Ihre Brieftasche zu stecken – nur 10 Sekunden – ausreicht, damit Ihre Haut die Chemikalie aufnimmt.

Untersuchungen zu dieser Chemikalie lassen darauf schließen, dass sie möglicherweise nicht ganz so schnell wirkt, aber dennoch Anlass zur Sorge geben könnte.

Warum ist BPS gesundheitsschädlich?

BPS soll eine sicherere Alternative zu Bisphenol A (BPA) sein, einer giftigen Chemikalie, die in vielen Teilen der Welt verboten ist.

BPS wird in einer Vielzahl von Produkten verwendet, darunter Spielzeug, Kleidung und Lebensmittelverpackungen. Viele US-Unternehmen verwenden mittlerweile BPS im Quittungspapier anstelle von BPA. Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass BPS ähnliche Gesundheitsrisiken mit sich bringen könnte.

Eines der Hauptprobleme im Zusammenhang mit Bisphenolen ist ihre Wirkung auf das Fortpflanzungssystem, insbesondere auf Hormone.Diese endokrin wirkenden Chemikalien können auch mit einem erhöhten Risiko für verschiedene chronische Erkrankungen und Krebs verbunden sein.

Warum wird BPS in Papierbelegen verwendet?

Die BPS-Beschichtung auf Thermopapier ist notwendig, um die Entwicklung der Tinte auf Belegen zu unterstützen. Es gibt „phenolfreie“ Papieroptionen für Quittungen, diese funktionieren jedoch nicht immer so gut und erfordern möglicherweise andere Maschinen.

Das CEH hat mehr als 50 Mitteilungen über Verstöße an große US-Einzelhändler (darunter Burger King, Subway und Dollar General) verschickt und gewarnt, dass die Menge an BPS, die die Haut aus einem Kassenbon aufnimmt, die in Kalifornien festgelegten Sicherheitsgrenzwerte überschreitet.

Diese Grenzwerte wurden durch den Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act von 1986, besser bekannt als Proposition 65 oder „Prop 65“, festgelegt.Die Verordnung verlangt von Unternehmen, Verbraucher vor einer möglichen Exposition gegenüber giftigen Chemikalien zu warnen.

Während einige Länder, wie beispielsweise die Schweiz, Papiere, die diese giftigen Chemikalien enthalten, verboten haben, müssen die USA landesweit noch einen solchen endgültigen Schritt unternehmen. Der Bundesstaat Washington wird den Verkauf, die Herstellung und den Vertrieb von bisphenolhaltigem Thermopapier bis 2026 verbieten.

Können Sie BPS vermeiden?

Es ist schwer, BPA und BPS zu vermeiden, da sie in so vielen Alltagsprodukten verwendet werden und in die Nahrungs- und Wasserversorgung gelangen können. Auch wenn das Berühren eines einzelnen Papierbelegs kein großes Gesundheitsrisiko darstellt, besteht die Sorge vor einer wiederholten, langfristigen Exposition.

Es gibt einige einfache Schritte, die Sie unternehmen können, um Ihre Belastung durch Chemikalien wie Bisphenole zu reduzieren. Wenn verfügbar, entscheiden Sie sich für eine digitale Quittung per SMS oder E-Mail, um den Papierkram ganz zu vermeiden. Wenn Sie einen Papierbeleg benötigen, halten Sie Ihr Portemonnaie bereit, damit Sie den Beleg schnell verstauen können, anstatt ihn in der Hand zu halten.

Was das für Sie bedeutet
Gedruckte Papierbelege, die Sie im Geschäft erhalten, können BPS enthalten, eine giftige Chemikalie, die BPA ähnelt. Während es wirklich schwer ist, diese besorgniserregenden Chemikalien vollständig zu vermeiden, kann es Ihnen helfen, Ihre Belastung zu verringern, wenn Sie sich für einen digitalen Beleg entscheiden oder einfach darauf verzichten, wenn Sie ihn nicht benötigen.