Windpocken in der Schwangerschaft: Risiken, Symptome und wie Sie sich schützen können

Windpocken während der Schwangerschaft können ein ernstes Problem darstellen, wenn sich eine Frau im ersten oder zweiten Schwangerschaftshalbjahr sowie in den letzten 5 Tagen vor der Geburt ansteckt. Im Allgemeinen kann es je nach Gestationsalter der Frau zum Zeitpunkt der Windpockenerkrankung dazu kommen, dass das Baby mit einem niedrigen Geburtsgewicht oder mit Fehlbildungen beispielsweise der Arme, Beine oder des Gehirns zur Welt kommt.

Um Windpocken während der Schwangerschaft zu vermeiden, ist es wichtig, den Kontakt mit Menschen zu vermeiden, die an Windpocken erkrankt sind. Ebenso ist es wichtig, dass Frauen den Windpocken-Impfstoff vor der Schwangerschaft einnehmen, wenn sie ihn nicht bereits in der Kindheit eingenommen haben.

Risiken von Windpocken während der Schwangerschaft

Das Risiko einer Windpockenerkrankung während der Schwangerschaft variiert je nach Gestationsalter. Das heißt, wenn sich eine Frau in den ersten Schwangerschaftswochen ansteckt, ist das Risiko einer Übertragung des Virus auf das Baby geringer. In diesem Fall kann es jedoch zu Komplikationen beim Baby während seiner Entwicklung kommen. Tritt die Infektion hingegen zwischen dem zweiten und dritten Trimester auf, sind die Risiken für das Baby geringer.

Im Allgemeinen bestehen im Zusammenhang mit Windpocken während der Schwangerschaft folgende Risiken:

  • Geringes Gewicht;
  • Entwicklungsverzögerung;
  • Narbenbildung auf der Haut;
  • Hypotrophie der Arme und/oder Beine;
  • Sehprobleme;
  • Geistige Behinderung.

Wenn eine Frau in den 5 Tagen vor der Geburt und bis zu 48 Stunden vor der Geburt an Windpocken erkrankt, ist es außerdem möglich, dass das Baby ebenfalls an Windpocken erkrankt, und es wird empfohlen, es im Krankenhaus zu behalten, damit eine angemessene Behandlung durchgeführt und Komplikationen vermieden werden können.

Wenn eine Frau während der Schwangerschaft Anzeichen und Symptome von Windpocken aufweist, ist es wichtig, den Geburtshelfer zu kontaktieren, um Komplikationen vorzubeugen. In manchen Fällen kann die Gabe von Anti-Windpocken-Immunglobulinen empfohlen werden. Außerdem wird der Frau empfohlen, kalte Bäder zu nehmen, um das Fieber zu senken, das Kratzen der Wunden zu vermeiden und die Nägel geschnitten zu halten.

Windpocken-Symptome in der Schwangerschaft

Die Symptome von Windpocken während der Schwangerschaft sind die gleichen wie bei Windpocken im Kindesalter, mit dem Auftreten roter Flecken vor allem im Gesicht, die sich jedoch leicht im ganzen Körper ausbreiten und starken Juckreiz verursachen. Darüber hinaus kann es bei der Frau zu Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen und Durchfall kommen.

Schwangere Frauen mit Windpocken-Symptomen sollten sofort den Geburtshelfer konsultieren, der die Schwangerschaft überwacht, oder in die Notaufnahme gehen, um eine entsprechende Behandlung einzuleiten. So vermeiden Sie schwerwiegende Komplikationen wie Dehydrierung, die sich auch auf das Baby auswirken können. Erfahren Sie, wie Sie Windpocken-Symptome erkennen.

So vermeiden Sie Windpocken während der Schwangerschaft

Die beste Vorbeugung gegen Windpocken während der Schwangerschaft ist eine Impfung vor der Schwangerschaft. Die Windpockenimpfung wird normalerweise im Kindesalter empfohlen, wobei die erste Dosis im Alter von 12 Monaten und die zweite im Alter zwischen 15 und 24 Monaten angegeben ist.

Wenn die Frau jedoch im Kindesalter nicht geimpft wurde und ihr ganzes Leben lang keine Windpocken hatte, ist die Impfung vor der Schwangerschaft wichtig, da diese Impfung während der Schwangerschaft kontraindiziert ist und nur nach der Geburt und während der Stillzeit eingenommen werden kann. Erfahren Sie mehr über den Windpocken-Impfstoff.

Wenn die Frau vor der Schwangerschaft nicht geimpft wurde, ist es wichtig, dass sie den Kontakt mit Menschen mit Windpocken vermeidet, da dies eine Infektion verhindert und das Risiko für das Baby verringert.