Gicht ist eine Form der Arthritis, die nahezu jedes Gelenk im Körper betreffen kann. Die Symptome können plötzlich und intensiv auftreten. Während Gichtanfälle zu jeder Tageszeit auftreten können, erkranken viele Menschen mitten in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden. Die Symptome können manchmal so schwerwiegend sein, dass sie zu Schlafstörungen führen.
Dieser Artikel konzentriert sich auf die Hypothesen zu nächtlichen Gichtanfällen und den Möglichkeiten, diese zu bekämpfen.
Inhaltsverzeichnis
Gicht und nächtliche Schmerzen: Was ist der Zusammenhang?
Der genaue Zusammenhang zwischen Gicht und nächtlichen Schmerzen bleibt unklar, kommt aber häufig vor. Eine Studie ergab, dass das Risiko, zwischen Mitternacht und 8 Uhr morgens einen Gichtanfall zu erleiden, 2,4-mal höher war als tagsüber.
Zu den Hypothesen, warum diese Schübe nachts häufiger auftreten könnten, gehören:
- Verminderte Flüssigkeitszufuhr während der Nacht
- Verminderte Körpertemperatur
- Verminderter Cortisolspiegel (Stresshormon).
Allerdings muss noch mehr Forschung betrieben werden, um diese Hypothesen zu bestätigen.
Gicht ist eine entzündliche Form der Arthritis, die durch einen Anstieg der Harnsäure (Hyperurikämie) in oder um Gelenkräume verursacht wird.
Hyperurikämie entsteht entweder durch Überproduktion von Harnsäure (d. h. der Körper produziert zu viel oder nimmt zu viel durch Essen/Getränke auf) oder durch Unterausscheidung (es wird nicht genug Harnsäure über den Urin ausgeschieden). Zu den Risikofaktoren für die Entstehung von Gicht gehören:
- Fettleibigkeit haben
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben
- Diabetes mellitus haben
- Wird bei der Geburt als männlich eingestuft
- Alkohol konsumieren
- Eine Ernährung, die reich an Meeresfrüchten oder Fleisch ist
So lindern Sie Gichtschmerzen und -schübe vor dem Schlafengehen
Gichtanfälle gehen oft mit starken Schmerzen, Schwellungen und Rötungen der Gelenke einher. Die Symptome können plötzlich beginnen und sehr schwerwiegend werden. Während eines Gichtanfalls können folgende Medikamente helfen:
- Nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs) wie Advil oder Motrin (Ibuprofen) und Aleve (Naproxen-Natrium)
- Colchicin
- Kortikosteroide
Diese Medikamente können verwendet werden, um Entzündungen und die Schwere des Schubes zu lindern. Auch kalte Kompressen auf das betroffene Gelenk können hilfreich sein.
Wenn Sie darauf achten, tagsüber ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, kann dies dazu beitragen, einer Dehydrierung während der Nacht vorzubeugen und die Wahrscheinlichkeit eines Gichtanfalls zu verringern. Eine ordnungsgemäße tägliche Behandlung der Gicht trägt auch dazu bei, das Auftreten von Schüben zu verringern, also Zeiten, in denen die Symptomaktivität zunimmt.
Gicht und obstruktive Schlafapnoe
Studien haben ergeben, dass Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) ein erhöhtes Gichtrisiko haben. OSA kann zu einer Überproduktion von Harnsäure und einer verminderten Ausscheidung durch die Nieren führen.
Tägliches Management für Gicht und besseren Schlaf
Der Schlüssel zur richtigen Behandlung einer Krankheit liegt in der richtigen Diagnose. Sobald die Gicht bestätigt wurde, kann ein medizinisches Fachpersonal einen Behandlungsplan auf die Person und ihre Krankheitsaktivität zuschneiden. Die Behandlung zur täglichen Behandlung von Gicht kann Folgendes umfassen:
- Richtige Flüssigkeitszufuhr
- Eine fett- und purinarme Ernährung zu sich nehmen
- Vermeiden Sie Alkohol und Produkte mit hohem Fruchtzuckergehalt
- NSAIDs
- Colchicin
- Kortikosteroide, insbesondere bei Krankheitsschüben
- Urat-senkende Medikamente wie Allopurinol und Febuxostat (Uloric)
- Pegloticase (Krystexxa)
Ein wirksamer Behandlungsplan kann dazu beitragen, künftige Gichtanfälle zu verhindern und so das Risiko von Schlafstörungen zu verringern.
Zusammenfassung
Gicht ist eine schmerzhafte, chronische Erkrankung, die bei nächtlichen Schüben zu Schlafstörungen führen kann. Zwar muss noch geforscht werden, um den genauen Zusammenhang zwischen Gichtanfällen und der Nachtzeit zu ermitteln, es gibt jedoch Maßnahmen, die dazu beitragen können, das Risiko von Gichtanfällen im Allgemeinen zu verringern.

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