Wie lange kann der durchschnittliche Mensch den Atem anhalten?

Wichtige Erkenntnisse

  • Ungeübte Personen können ihren Atem 30 bis 90 Sekunden lang anhalten, während trainierte Personen ihn mehrere Minuten lang anhalten können.
  • Zu den Trainingstechniken zur Verlängerung der Atemanhaltezeit gehören Herz-Kreislauf- und Krafttraining sowie Atemanhalteübungen.
  • Das Anhalten des Atems sowohl im als auch außerhalb des Wassers birgt Risiken wie Bewusstlosigkeit, die zu Ertrinken, Stürzen und Kopfverletzungen führen kann.

Der durchschnittliche Mensch kann den Atem 30 bis 90 Sekunden lang anhalten.Diese Zeit kann aufgrund verschiedener Faktoren, einschließlich der Lungenkapazität und des Trainings zum Anhalten des Atems, von Person zu Person unterschiedlich sein.

Durchschnittliche Atemanhaltezeiten

Die Zeitspanne, die eine Person den Atem anhalten kann, ist für den durchschnittlichen, ungeübten Menschen unterschiedlich, ebenso wie für diejenigen, die jahrelang trainiert haben, um ihre Atemanhaltezeiten zu verlängern.

  • Ungeschulte Personen: Normalerweise kann eine ungeübte Person den Atem 30 bis 90 Sekunden lang anhalten.Dies kann je nach Erfahrung einer Person mit Tauchaktivitäten, ihrer Lungenkapazität und ihrem Fitnessniveau variieren.
  • Geschulte Personen:Menschen, die trainieren, um ihre Atemanhaltefähigkeiten zu verbessern, wie etwa Freitaucher – Menschen, die bis zu einer beträchtlichen Tiefe unter der Wasseroberfläche und ohne Unterstützung durch ein Atemgerät schwimmen oder tauchen –, konnten Berichten zufolge den Atem drei Minuten oder länger anhalten.

Wenn eine Person den Atem anhält, verbraucht ihr Körper weiterhin Sauerstoff und entfernt Kohlendioxid aus dem Blut. Wenn jedoch beim Ausatmen kein Kohlendioxid freigesetzt wird und beim Einatmen nicht mehr Sauerstoff in den Körper aufgenommen wird, löst der Körper einen Reflex aus, um einen Atemzug einzuleiten.

Welche Faktoren beeinflussen die Fähigkeit, den Atem anzuhalten?

Die Fähigkeit, die Atemanhaltezeit zu verlängern, basiert auf zwei Prinzipien:

  • Erhöhung der Sauerstoffspeicherkapazität (Lungenvolumen)
  • Verwalten der Sauerstoffeinsparung

Um längere Atemanhaltezeiten zu erreichen, muss sich eine Person mental und physiologisch vorbereiten. Ein Artikel aus dem Jahr 2018 befasst sich mit dem Leistungssport des Atemanhaltens. Der Artikel beschreibt die körperlichen und geistigen Veränderungen, die eine Person vornehmen muss, um ihre Atemanhaltezeit zu verlängern. Diese Änderungen sind:

  • Erhöhen Sie das Lungenvolumen
  • Unterdrücken Sie den Drang zu atmen
  • Verringern Sie die Herzfrequenz
  • Erhöhen Sie den Blutdruck
  • Bereiten Sie sich mental auf die Veranstaltung vor

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Techniken zur Verbesserung des Atemanhaltens

Zu den Trainingsmethoden zur Verlängerung der Atemanhaltezeit gehören:

  • Durchführen von Atemanhalteübungen, die im oder außerhalb des Wassers durchgeführt werden können
  • Nehmen Sie sowohl an aerobem (kardiorespiratorischem) Körpertraining als auch an Krafttrainingsübungen teil
  • Kombination von Atemanhalteübungen mit körperlichem Training

Eine Art Atemanhalteübung ist das O2-Training. Eine Person hyperventiliert (atmet schnell und tief) für einen Zeitraum, beispielsweise 60 Sekunden, und hält dann den Atem für eine Weile an. Dies wird mehrmals wiederholt, wobei sich das Atemanhalteintervall mit jeder Wiederholung verlängert.

Sprechen Sie mit einem Arzt, bevor Sie Atemanhaltetechniken üben, und lassen Sie sich professionell beraten, wenn Sie mit dem Atemanhaltetraining für den Sport beginnen möchten. Zu langes Anhalten des Atems kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, insbesondere wenn Sie ohnmächtig werden und sich selbst oder andere gefährden.

Risiken und Gefahren, wenn man den Atem zu lange anhält

Es birgt große Risiken und Gefahren, wenn man den Atem zu lange anhält. Das Hauptrisiko besteht in der Bewusstlosigkeit. Wenn jemand beim Anhalten des Atems unter Wasser das Bewusstsein verlieren würde, könnte er ertrinken. Bewusstlosigkeit außerhalb des Wassers kann zu Stürzen und Kopfverletzungen führen.

Eine Studie aus dem Jahr 2019 zeigte, dass das Anhalten des Atems beim Tauchen Stresshormone und Herzverletzungsmarker (Chemikalien, die auf eine Herzverletzung hinweisen) freisetzen kann.

Eine ältere Studie aus dem Jahr 2009 ergab einen Anstieg des S100B-Spiegels bei ausgebildeten Atemanhaltetauchern, was auf eine Hirnschädigung hinweist. Die langfristigen Auswirkungen erhöhter S100B-Werte sind jedoch unbekannt.