Das Norovirus ist eine sehr häufige Ursache für Magen-Darm-Erkrankungen. Typisch für eine Norovirus-Infektion sind Symptome wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, wenn der Verdauungstrakt durch die Wirkung des Virus aus dem Gleichgewicht gerät und gelähmt ist.
Der Erreger ist weltweit verbreitet. Wissenschaftler charakterisierten erstmals 1972 den Erreger der Familie der Caliciviren. Zuvor wurde das Norovirus auch als Norwalk-ähnliches Virus bezeichnet. Der Mensch ist der einzige Wirt dieses Virus. Norovirus-Infektionen können das ganze Jahr über auftreten, treten jedoch häufiger in den kühlen Monaten Oktober bis März auf. (1)
Inhaltsverzeichnis
Wie ist die Prognose einer Norovirus-Infektion?
Eine Infektion mit dem Norovirus verläuft meist heftig und kurz. Die Symptome dauern in der Regel ein bis drei Tage. Wenn keine Komplikationen auftreten und der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt gut erhalten ist, heilt das Norovirus in der Regel problemlos aus.
Kinder unter sechs Jahren sollten innerhalb von zwei Tagen nach Abklingen der (verdächtigen) Norovirus-Infektion keine Gemeinschaftseinrichtung (z. B. Kindergarten) besuchen. Auf Hygiene ist zu achten.
Vor allem bei Menschen, die älter sind oder durch andere Krankheiten (z. B. HIV ) eine geschwächte Immunität haben , können der Verlauf des Norovirus und die Dauer der Symptome schwerwiegender sein. Dies gilt häufig auch für Säuglinge und Kleinkinder. Diese Patienten müssen möglicherweise im Krankenhaus behandelt werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn es zu einem starken Flüssigkeits- und Elektrolytverlust in Form von Kot und Erbrochenem kommt. Dadurch besteht die Gefahr einer Schädigung innerer Organe. Nur in äußerst seltenen Fällen kann eine Norovirus-Infektion zum Tod führen. (5)
Norovirus löst Magen-Darm-Grippe aus
Das Norovirus löst die meisten Durchfallerkrankungen aus, die nicht durch Bakterien verursacht werden. Bei Kindern ist es für etwa 30 % der Magen-Darm-Entzündungen (Gastroenteritis) verantwortlich, bei Erwachsenen für bis zu 50 %.
Voraussetzung für eine Infektion mit dem Norovirus ist eine ordnungsgemäße Diagnose. Das Norovirus infiziert vor allem Kinder unter fünf Jahren und Menschen über 70 Jahre. Es kann in Gemeinschaftseinrichtungen (Kindertagesstätten, Kindergärten, Schulen) und Pflegeheimen zu verheerenden Schäden und regelrechten Norovirus-Ausbrüchen führen.
Eine Ansteckung kann nur durch gründliche Hygienemaßnahmen verhindert werden, denn gegen dieses hochansteckende Virus gibt es keine Impfung. (1)(2)
Inkubationszeitraum
Die Inkubationszeit des Norovirus ist der Zeitraum zwischen der Norovirus-Infektion und dem Auftreten der Symptome. Es variiert leicht von Person zu Person. Bei den meisten Patienten treten die ersten Symptome bereits wenige Stunden nach der Infektion auf. In anderen Fällen vergehen zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit ein oder zwei Tage. Insgesamt kann die Inkubationszeit des Norovirus sechs bis 50 Stunden betragen. (3)
Die Symptome treten schnell auf
Die ersten Anzeichen einer Norovirus-Infektion treten in der Regel schnell nach der Infektion auf. Folgende Symptome treten häufig bereits wenige Stunden nach der Ansteckung auf:
- Ein ausgeprägtes Gefühl von Übelkeit, Abgeschlagenheit und Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- In einigen Fällen leichtes Fieber (normalerweise verursacht das Norovirus kein Fieber)
- Muskel- und Gliederschmerzen
- Übelkeit und schwallartiges, heftiges Erbrechen
- Schwerer Durchfall (der Stuhlgeruch einer Norovirus-Infektion ist oft stechend, manchmal ist blutiger Schleim sichtbar)
- Magenschmerzen
Es gibt schwere, milde und sogar asymptomatische Verläufe einer Norovirus-Infektion. Manche Menschen erleiden eine Norovirus-Infektion ohne Erbrechen und haben nur Durchfall. Umgekehrt erbrechen manche Patienten nur und die Krankheit verläuft ohne Durchfall. In seltenen Fällen kommt es bei Patienten zu einer Norovirus-Infektion ohne Symptome. (4)
Behandlung zur Linderung der Symptome
Es gibt keine spezifische Norovirus-Behandlung, die auf die Wurzel der Ursache – das Virus – abzielt. Es gibt keine gezielten Medikamente gegen Noroviren (antivirale Medikamente gegen Noroviren). Gegen Noroviren können Antibiotika übrigens nichts ausrichten, da sie nur gegen Bakterien wirken. Somit können Ärzte nur die unangenehmen Symptome lindern, die mit der Norovirus-Infektion einhergehen. Andernfalls muss sich der Körper alleine mit dem Virus auseinandersetzen und Sie werden das Virus über das Immunsystem los. (5)
Infektionsverlauf
Der Verlauf einer Norovirus-Infektion lässt sich wie folgt zusammenfassen:
- Der Infektionsverlauf ist kurz und heftig. Wie lange eine Infektion mit dem Norovirus anhält, hängt vom Patienten ab und ist von Person zu Person unterschiedlich.
- Die meisten Symptome klingen nach ein bis zwei Tagen allmählich ab. Auch wenn die Symptome verschwunden sind (Patienten scheiden bis zu 14 Tage lang noch Noroviren aus) besteht ein hohes Infektionsrisiko und kann andere anstecken.
- Spätfolgen sind bei einer Norovirus-Infektion nicht zu erwarten. Sobald der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt wieder hergestellt ist, geht es den Patienten besser.
Verweise:
Lesen Sie auch:
- Bewältigungsmethoden für eine Norovirus-Infektion
- Was sind die ersten Symptome einer Norovirus-Infektion und wie testet man sie?
- Was ist die beste Behandlung für eine Norovirus-Infektion?
- Was führt zu einer Norovirus-Infektion und kann sie geheilt werden?

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