Über Legasthenie bei Erwachsenen:
Es gibt ein großes Missverständnis unter den Menschen, dass eine Person oder ein Kind mit Legasthenie Probleme beim Lesen hat. Dies ist insbesondere bei Erwachsenen völlig falsch. Ein Erwachsener mit Legasthenie kann zwar langsam lesen, aber ansonsten ist alles völlig normal, genau wie bei jedem anderen Menschen mit Intelligenz. Das Hauptmerkmal von Legasthenie bei Erwachsenen sind Probleme mit dem Kurzzeit- oder Arbeitsgedächtnis, der Aussprache von Wörtern und der Schwierigkeit, visuelle Hinweise zu verarbeiten. Trotz dieser Schwächen verfügen diese Personen jedoch über ein außerordentlich starkes verbales Denken [1].
Einer Person, der es an Selbstvertrauen mangelt und die ein extrem geringes Selbstwertgefühl hat, fällt es möglicherweise schwer, sich im sozialen Umfeld zu engagieren, und sie kann als ängstliche, depressive oder schüchterne Person abgestempelt werden. Allerdings glauben nur sehr wenige Menschen, dass es sich möglicherweise um eine zugrunde liegende Legasthenie handelt. Studien haben gezeigt, dass Legastheniker über eine extrem hohe Intelligenz verfügen. Aus diesem Grund neigen sie dazu, sehr emotional zu werden, wenn es ihnen im Studium oder bei der Arbeit schwerfällt, bestimmte Dinge zu tun. Dies führt tendenziell zu übermäßigem Leistungsstress, der dazu führen kann, dass sie sich eine Auszeit von der Arbeit oder dem Studium nehmen [1].
Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung kommt sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen mit Legasthenie recht häufig vor. Dieser Artikel gibt einen Überblick über einige Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten für Erwachsene mit Legasthenie [1].
Was verursacht Legasthenie bei Erwachsenen und wie kann man mit der Erkrankung umgehen?
Legasthenie ist ein weiter gefasster Begriff, der für eine Vielzahl von Lernproblemen verwendet wird. Daher können zwei Erwachsene mit Legasthenie Probleme mit unterschiedlichen Aspekten des Lernens haben.
Untersuchungen zufolge wird angenommen, dass ein phonologisches Defizit die Hauptursache für Legasthenie ist. Als phonologisch werden Laute bezeichnet, die beim Sprechen entstehen. Es kann sich dabei um einfache Sprache oder das Aussprechen von Buchstaben des Alphabets handeln. Erwachsene mit Legasthenie haben Probleme damit, Wörter in kleine Abschnitte zu zerlegen, um sie besser aussprechen zu können [2].
Studien zufolge tritt dieses Defizit in der linken Gehirnhälfte auf. Dieser Teil des Gehirns ist mit der Verarbeitung von Sprache und Wörtern verbunden. Daher funktioniert die linke Hemisphäre eines Legasthenikers beim Lesen nicht so, wie sie sollte, was zu Problemen beim Lesen und Aussprechen von Wörtern führt. Es kann auch zu einer Beeinträchtigung der Kommunikation zwischen der rechten und linken Hemisphäre im Gehirn einer Legasthenikerin kommen. Es gab Fälle, in denen Legasthenie in der Familie vorkommt. Die Rolle der Gene bei der Entstehung dieser Erkrankung muss von Forschern jedoch noch geklärt werden [2].
Sie weisen jedoch darauf hin, dass bestimmte Umweltfaktoren dazu führen können, dass die Gene, die Legasthenie verursachen, aktiviert werden und diese Erkrankung verursachen. Es gibt keinen klaren Hinweis darauf, dass ein Gendefekt die Art und Weise verändert, wie das Gehirn Informationen verarbeitet, oder ob es eine andere Ursache gibt, die dazu führt, dass das Gehirn Informationen im Zusammenhang mit dem Lesen nicht verarbeiten kann [2].
Was die Behandlung betrifft, so kann Legasthenie nicht geheilt werden, aber die Symptome können auf jeden Fall behandelt werden. Es stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die die Lese- und Lernfähigkeit des Patienten verbessern können. Gegen zusätzliche Symptome von ADHS, die häufig mit Legasthenie einhergehen, werden Medikamente verabreicht. Allerdings gibt es bislang kein Medikament gegen Legasthenie [2].
In manchen Fällen kommt es bei Menschen im Laufe der Zeit zu einer Besserung ihrer Symptome. Zu den Behandlungsmöglichkeiten speziell für Legastheniker gehören:
Umweltfaktoren: Es ist wichtig, dass die Familienangehörigen des Patienten für eine unterstützende Atmosphäre sorgen. Dies wird dazu beitragen, das Selbstvertrauen zu stärken und das Selbstwertgefühl zu steigern. Sie können alternative Formen der Kommunikation oder des Lernens anbieten, die ihnen bei ihrer Leistung am Arbeitsplatz oder in der Hochschule helfen. In den Vereinigten Staaten gibt es ein Gesetz, das Menschen vor Diskriminierung aufgrund von Legasthenie schützt [2].
Lebensstilfaktoren: Das Üben der Phonologie, der Lesefähigkeiten und die Verbesserung des Wortschatzes durch ständiges Üben können einer Person mit Legasthenie auch dabei helfen, besser zu kommunizieren. In einigen Fällen hat sich die Musiktherapie als sehr wirksam bei der Kontrolle der Legasthenie-Symptome erwiesen und ihnen viel Selbstvertrauen gegeben, um im Leben bessere Leistungen zu erbringen [2].
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Legasthenie eine Erkrankung ist, die das Selbstvertrauen der betroffenen Person stark beeinträchtigt. Während vor allem Kinder von dieser Krankheit betroffen sind, gibt es auch Erwachsene, die davon betroffen sind. Erwachsene mit Legasthenie neigen dazu, ein geringes Selbstwertgefühl zu haben und scheinen im Hinblick auf ihre Leistungen am Arbeitsplatz oder im Studium unter ständigem Stress zu stehen [2].
Mit der Unterstützung von Familie und Freunden sowie einem starken Unterstützungsnetzwerk kann eine Person mit Legasthenie jedoch problemlos ein erfolgreiches Leben führen. Es gibt mehrere Prominente, die Legasthenie hatten und dennoch zu beliebten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wurden [2].
Das beste Beispiel hierfür ist, dass der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, George W. Bush, an Legasthenie litt. Durch das Einüben alternativer Kommunikationsformen und kompensatorischer Maßnahmen kann eine Behinderung wie Legasthenie überwunden werden und der Einzelne ein erfülltes Leben führen [2].

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