Was verursacht Endokarditis und wie wird sie behandelt?

Über Endokarditis:

Endokarditis ist eine recht seltene kardiologische Erkrankung, die durch eine Entzündung der Herzinnenhaut sowie der Herzmuskeln und Herzklappen gekennzeichnet ist. Die Entzündung kann durch Infektionen durch Bakterien oder Pilze verursacht werden. Die Hauptbakterien, die für Endokarditis verantwortlich sind, sind Streptokokkenbakterien, und sehr selten sind andere Mikroorganismen an der Entwicklung dieser Krankheit beteiligt. Endokarditis tritt häufiger bei Männern und Frauen auf, mit einem Verhältnis von 2:1, was bedeutet, dass Männer doppelt so häufig an Endokarditis erkranken wie Frauen. Es wurde auch beobachtet, dass etwa 20 % der Menschen über 60 in den Vereinigten Staaten an Endokarditis leiden, und die Zahl steigt. [1]

Obwohl das Herz recht gut gegen eine Vielzahl von Infektionen geschützt ist, können Bakterien bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem die Abwehrkräfte leicht umgehen und in das Herz eindringen. Dies tritt insbesondere bei Menschen mit einer künstlichen Herzklappe oder bei Menschen mit angeborenen Herzfehlern auf. [1]

Bei Menschen, die eine geschädigte Herzklappe haben und deswegen behandelt werden, besteht auch das Risiko, eine Endokarditis zu entwickeln. Menschen, die Freizeitdrogen missbrauchen, sind ebenfalls gefährdet, eine Endokarditis zu entwickeln. Lesen Sie weiter unten, um mehr über die verschiedenen Ursachen einer Endokarditis und die Möglichkeiten zur Behandlung der Erkrankung zu erfahren. [1]

 

Was verursacht Endokarditis?

Wie bereits erwähnt, entsteht eine Endokarditis, wenn ein Pilz oder ein Bakterium in das Herz eindringt und dessen Gewebe angreift. Es passiert, wenn im Körper Bakterien vorhanden sind, die normalerweise harmlos sind, beispielsweise im Mund oder in den Atemwegen. Unter normalen Umständen werden diese Organismen durch das Immunsystem des Körpers zerstört. Wenn eine Person jedoch ein chronisches Herzproblem wie eine beschädigte Herzklappe hat, ist es für die Bakterien einfacher, das Immunsystem zu umgehen, das Herz zu infizieren und zu wachsen. [2]

Dies führt dazu, dass sich das Herz mit Bakterien und Vegetation füllt, was die normale Funktion des Herzens erschwert und zu einer Vielzahl von Komplikationen führt. Manchmal können diese Vegetationsklumpen das Herz abbrechen und über den Blutkreislauf wandern und andere lebenswichtige Organe des Körpers wie die Nieren oder das Gehirn schädigen. Ein weiterer Faktor, der eine Endokarditis auslösen kann, ist eine Zahninfektion. Es wurde beobachtet, dass schlechte Zahnhygiene ein Risikofaktor für Endokarditis ist. Dies liegt daran, dass die Bakterien leicht in den Körper eindringen und das Herzgewebe angreifen können. [2]

Menschen, die sich chirurgischen Eingriffen wie einer Darmspiegelung unterziehen, können manchmal auch eine Endokarditis verursachen. In manchen Fällen kann auch eine wunde Haut eine Endokarditis verursachen. Sepsis gilt auch als eine der Ursachen für Endokarditis. Menschen mit sexuell übertragbaren Krankheiten wie Chlamydien und Gonorrhoe haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko, eine Endokarditis zu entwickeln, da diese Infektionen es Bakterien leichter machen, das Herz zu infizieren. [2]

Es wird beobachtet, dass Magen-Darm-Erkrankungen wie entzündliche Darmerkrankungen das Risiko einer Endokarditis bergen, auch wenn dies recht selten vorkommt. In manchen Fällen ist eine verlängerte intravenöse Infusion auch einer der Gründe dafür, dass manche Menschen eine Endokarditis entwickeln. [2]

Wie wird Endokarditis behandelt?

Da es sich bei Endokarditis grundsätzlich um eine bakterielle Infektion handelt, besteht die primäre Behandlungsmethode für diese Erkrankung in der Gabe von Antibiotika. Die Antibiotika werden intravenös verabreicht und der Patient muss während der gesamten Behandlung im Krankenhaus bleiben. Durch Blutuntersuchungen wird engmaschig überwacht, ob die Medikamente wirksam sind. Sobald die Symptome abgeklungen sind und das Fieber abgeklungen ist, wird der Patient aus dem Krankenhaus entlassen und erhält orale Antibiotika. [2]

Seitens des Patienten ist es wichtig, sorgfältige Nachuntersuchungen durchzuführen, um den Zustand zu überwachen und zu sehen, ob die Infektion abklingt. Penicillin und Vancomycin sind die am häufigsten verwendeten Medikamente zur Behandlung von Endokarditis. Je nachdem, wie schwer die Infektion ist, dauert es etwa einen Monat bis sechs Wochen, bis die Infektion vollständig abgeklungen ist. In manchen Fällen muss sich ein Patient einer Operation unterziehen, insbesondere bei Menschen mit Herzproblemen wie einer beschädigten Herzklappe. [2]

Eine Operation wird auch dann empfohlen, wenn die Infektion nicht verschwindet und die Antibiotika als unwirksam gelten. Eine Operation wird auch bei Menschen durchgeführt, bei denen die Infektion extrem schwerwiegend ist und sich im Herzen Vegetationsklumpen bilden. Wenn sich aufgrund einer Endokarditis ein Abszess im Herzmuskel bildet, muss dieser ebenfalls entleert werden, um die Erkrankung zu behandeln. [2]

Verweise:

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