Was tun, wenn Medikamente Ihr Sehvermögen beeinträchtigen?

Wenn Sie ein neues Rezept ausfüllen, denken Sie möglicherweise nicht an die Auswirkungen, die es auf Ihre Augen haben könnte. Dennoch können einige verschreibungspflichtige Medikamente und sogar einige rezeptfreie Mittel schwerwiegende visuelle Nebenwirkungen haben.

Medikamente können unterschiedliche Auswirkungen auf Ihre Augen haben, von geringfügigen, vorübergehenden Problemen wie verschwommenem Sehen bis hin zu dauerhaften Schäden.

Erfahren Sie, welche Medikamente die meisten Probleme verursachen – und worauf Sie bei Risikofaktoren achten sollten.

Welche Medikamente bereiten die größte Sorge?

Laut dem Augenarzt Richard Gans, MD, fallen einige besonders auf, aber Sie sollten bei jedem neuen Medikament immer auf mögliche visuelle Nebenwirkungen achten.

Hier sind einige häufige Übeltäter:

Kortikosteroide— ​Menschen nehmen diese bei einer Reihe von Erkrankungen ein, von Asthma und Allergien bis hin zu Arthritis und Hauterkrankungen. Ob in Creme- oder Pillenform, sie können jedoch Schwellungen im Augenhintergrund oder in der Netzhaut verursachen und möglicherweise zu Katarakten führen.

„Selbst ein rezeptfreies Nasenspray wie Flonase® birgt Risiken“, sagt Dr. Gans.

Antihistaminika —​ Sie bekämpfen möglicherweise Allergien, können aber auch das Glaukomrisiko bestimmter Patienten erhöhen. Weitere Informationen für Personen mit besonders hohem Risiko finden Sie weiter unten.

Antipsychotische Medikamente — Medikamente wie Thorazine® und Mellaril® können für Ihre Netzhaut giftig sein.

Antimalariamittel — Zum Beispiel hat Plaquenil (Hydroxychloroquin) – das zur Behandlung von Malaria, Lupus und Arthritis eingesetzt wird – ebenfalls toxische Wirkungen auf die Netzhaut.

Dr. Gans weist darauf hin, dass es andere Medikamente gibt, die das Risiko einer Augenoperation und anderer Erkrankungen erhöhen können. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken haben.

„Und wenn Sie ein Medikament einnehmen, das mit Risiken verbunden ist, lassen Sie unbedingt regelmäßige Augenuntersuchungen durchführen, um sicherzustellen, dass Ihr Sehvermögen dadurch nicht beeinträchtigt wird“, sagt er.

Wer hat das höchste Risiko?

Bei jeder Einnahme von Medikamenten wie Kortison und anderen oben aufgeführten Medikamenten können visuelle Nebenwirkungen auftreten.

„Wenn Sie Glaukom oder Diabetes haben, sollten Sie besonders vorsichtig sein“, sagt Dr. Gans. „Die Augen mancher Menschen sind so konfiguriert, dass sie einen engen Winkel haben, wodurch das Risiko eines akuten Glaukomausbruchs besteht“, fügt er hinzu.

Sulfa-Medikamente (Sulfonamid oder Sulfonamid) wie Topamax® oder bestimmte Antihistaminika oder Inkontinenzmedikamente wie Detrol® oder Ditropan® können bei Personen mit einem engen Augenwinkel einen akuten Glaukomanfall auslösen.

Menschen mit Diabetes seien besonders anfällig für eine verschwommene Sehkraft durch Kortison, fügt er hinzu.

„Bei einem hohen Blutzuckerspiegel kommt es vorübergehend zu einer Schwellung der Augenlinse, was zu verschwommenem Sehen führt“, sagt er. „Bei einer unzureichenden Kontrolle des Blutzuckers können strukturelle Schäden im Auge auftreten, die zu schwerem Sehverlust führen können.“

Worauf Sie achten sollten

Wenn Sie ein neues Rezept erhalten oder sogar mit der Einnahme eines neuen OTC-Medikaments beginnen, achten Sie auf alles, was Schmerzen in den Augen oder verzerrtes oder verschwommenes Sehen verursacht.

„Wenn bei Ihnen ein Problem auftritt, sprechen Sie mit dem Arzt, der Ihnen das Medikament verschrieben hat“, rät Dr. Gans. „Setzen Sie das Medikament nicht ohne den Rat Ihres Arztes ab. Dieser wird beurteilen wollen, ob das Medikament der wahrscheinliche Auslöser ist – und manchmal überwiegen die Vorteile die Nebenwirkungen.“

Lesen Sie auch immer die Warnhinweise, sagt er – insbesondere, wenn Sie an einer Erkrankung wie Glaukom oder Diabetes leiden. Bei einer Vielzahl von Medikamenten gibt es Warnhinweise, dass Patienten mit Glaukom sie nicht einnehmen sollten.

„Denken Sie daran: Wenn Sie eindeutig medikamentenbedingte Augenprobleme haben, suchen Sie einen Augenarzt auf“, betont Dr. Gans. „Ihre Sehkraft ist zu wichtig, um davon auszugehen, dass die Nebenwirkungen einfach verschwinden.“