Was tun, wenn eine Virusinfektion Sie erschöpft macht?

Wichtige Erkenntnisse

  • Das postvirale Syndrom führt zu Müdigkeit, die auch nach Ruhe anhält. 
  • Ruhe und Entspannung sind wichtig für die Genesung vom postviralen Syndrom. 
  • Praktiken wie Yoga und Meditation können dabei helfen, Müdigkeits- und Depressionsgefühle in den Griff zu bekommen.

Das postvirale Syndrom, das häufig nach Infektionen wie der Grippe oder COVID-19 auftritt, äußert sich in unerklärlicher chronischer Müdigkeit und Unwohlsein, die Wochen bis Monate anhalten können. Das Verständnis der Grundursachen und Selbstpflegepraktiken kann dabei helfen, die Symptome zu bewältigen und die Genesung im Laufe der Zeit zu unterstützen.

Was führt zum postviralen Syndrom?

Das postvirale Syndrom kann aus einer durch eine Virusinfektion verursachten Entzündung resultieren. Jeder, der einen Virus bekämpft, kann mit dieser Reaktion konfrontiert werden. 

Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2020 legt nahe, dass Menschen mit COVID-19 häufiger ein postvirales Müdigkeitssyndrom entwickeln als bei anderen häufigen Virusinfektionen.

Fast jede Virusinfektion kann ein postvirales Syndrom verursachen. Weitere mit dem postviralen Müdigkeitssyndrom verbundene Erkrankungen sind:

  • Erkältung, Grippe, Lungenentzündung
  • Herpesviren (z. B. HHV-6, Epstein-Barr, Cytomegalievirus)
  • Q-Fieber
  • Ross-River-Virus (RRV) 
  • West-Nil-Virus
  • HIV
  • Lyme-Borreliose

Anzeichen und Symptome erkennen

Das häufigste Symptom des postviralen Müdigkeitssyndroms ist chronische Müdigkeit, die unabhängig von der Schlafqualität anhält. 

Weitere Symptome des postviralen Syndroms sind:

  • Ausgedehnte Muskelschmerzen (Myalgie)
  • Allgemeine Schwäche
  • Depression
  • Schlafschwierigkeiten
  • Gelenkschmerzen
  • Anhaltender oder anhaltender Husten
  • Kurzatmigkeit 
  • Kognitive Müdigkeit (d. h. geistige Müdigkeit oder geistige Erschöpfung)
  • Gehirnnebel oder Schwierigkeiten beim Denken

Wie lange dauert die Genesung?

Die Erholung vom postviralen Syndrom ist unterschiedlich. Es hängt von Faktoren ab, wie z. B. dem Virus, der Ihre Symptome ausgelöst hat, und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Die Erholung kann einige Wochen bis über ein Jahr dauern.

Priorisieren Sie Ruhe und Entspannung in Ihrer Routine. Halten Sie die Aktivitäten locker. Ernähren Sie sich gesund und integrieren Sie, wenn möglich, sanfte Dehnübungen und körperliche Betätigung.

Wie lange dauert Long-COVID?
Es ist immer noch ungewiss, wie lange COVID anhält. Während sich viele innerhalb von Wochen von COVID-19 erholen, leiden andere monatelang unter starker Müdigkeit und Unwohlsein.

Depression und Müdigkeit

Studien haben einen Zusammenhang zwischen chronischer Müdigkeit und schwerer Depression gezeigt.Der Umgang mit Depressionen aufgrund eines postviralen Syndroms erfordert das Üben von Achtsamkeit. Dieser Ansatz kann Ihnen helfen, mit anhaltender Erschöpfung und Unwohlsein umzugehen und negative Reaktionen und emotionalen Stress zu reduzieren.

Die Prämisse hinter Achtsamkeit beim postviralen Syndrom ist, dass die Stärkung Ihrer Fähigkeit, mit ständiger Erschöpfung und unangenehmen Empfindungen und Gefühlen umzugehen, negative Reaktionen und emotionales Leiden verringert.

Zu den Möglichkeiten, Achtsamkeit zu üben, gehören:

  • Yoga
  • Meditation
  • Übung
  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • Zwischenmenschliche oder Gruppentherapie
  • Achtsamkeitsbasierte Therapie

Tempo ist auch wichtig für den Umgang mit Müdigkeitsproblemen. Der Einzelne muss seine Grenzen finden und daran arbeiten, sich nicht zu sehr anzustrengen, um eine Verschlechterung der Symptome zu vermeiden.

Wie wird es diagnostiziert?

Die Diagnose eines postviralen Müdigkeitssyndroms kann gestellt werden, nachdem Sie mit Ihrem Arzt über Ihre anhaltenden Symptome nach der Infektion gesprochen haben. Sie können den Prozess unterstützen, indem Sie eine Liste der Symptome und einen Zeitplan führen, den Sie mit Ihrem Arzt besprechen können.

Wenn möglich, kann es hilfreich sein, jemanden in Ihrem Haushalt zu haben, der Ihnen dabei hilft, die Symptome im Auge zu behalten und Zeitpläne für Arzttermine festzulegen.

Wahrscheinlich werden Ihnen einige zusätzliche Fragen zur psychischen Gesundheit gestellt. Auch Angstzustände und Depressionen können Müdigkeit als Symptom hervorrufen.Ihr Arzt wird entscheiden, ob eine routinemäßige Blutuntersuchung sinnvoll wäre, um andere Grunderkrankungen auszuschließen.