Was sind die ersten Symptome eines paraneoplastischen Syndroms und wie testet man es?

Das paraneoplastische Syndrom wird durch eine veränderte Reaktion des Immunsystems auf ein Neoplasma (eine bestimmte Art von Krebstumor) verursacht. Es handelt sich um eine seltene Erkrankung. Das klinische Syndrom beinhaltet systemische nicht-metastasierende Wirkungen, denen in der Regel eine Malignität folgt. (1) Es kann die auffälligste und erste Manifestation bösartiger Zellen sein. Es handelt sich um eine Art von Syndrom, das aus einer bösartigen Erkrankung Ihres Körpers resultiert, aber nicht durch das Vorhandensein lokaler Krebszellen verursacht wird. Es unterscheidet sich also deutlich vom Masseneffekt.

Das Syndrom tritt typischerweise bei älteren und mittleren Personen auf, die an Brust-, Lymph-, Eierstock- oder Lungenkrebs leiden. Obwohl es normalerweise das Nervensystem betrifft, können häufig auch andere Organe des Körpers betroffen sein. Dazu gehören die Gelenke, das Blut, die Haut und das Hormonsystem. Das Syndrom tritt auf, sobald das körpereigene Immunsystem, das Krebszellen bekämpft, beginnt, andere Körperteile wie Muskelzellen, periphere Nerven, Rückenmark und Gehirn anzugreifen. (2)

 

Was sind die ersten Symptome eines paraneoplastischen Syndroms?

Paraneoplastische Syndrome können je nach Ausmaß der Auswirkung auf das Nervensystem zu Problemen bei der Koordination und Bewegung der Muskeln, dem Gedächtnis oder den Denk- oder Denkfähigkeiten, der Sinneswahrnehmung und Schlafstörungen führen. (3) Die Symptome treten meist bereits auf, bevor die bösartige Erkrankung diagnostiziert wird. (1)

In einigen Fällen kann die Schädigung des Nervensystems durch das Immunsystem und eine krebsgerichtete Therapie rückgängig gemacht werden. Die Störung kann aber auch schnell zu schweren, irreversiblen Schäden des Nervensystems führen.

Die üblichen Symptome des paraneoplastischen Syndroms, das Ihr Nervensystem betrifft, können sich ziemlich schnell entwickeln. Tatsächlich kann es innerhalb weniger Tage oder Wochen zu Fortschritten kommen. Diese Symptome beginnen oft bereits vor der Krebsdiagnose. (3)

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Demenz
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Schwierigkeiten beim Gehen
  • Gestörter Schlaf
  • Schwindel
  • Verlust der feinmotorischen Koordination,
  • Probleme mit der Sehkraft
  • Gedächtnisverlust
  • Verlust des Muskeltonus
  • Anfälle
  • Sensibilitätsverlust in den oberen und unteren Gliedmaßen
  • Die Sprache wird undeutlich
  • Schwindel
  • Unwillkürliche Bewegungen

Die Symptome der Erkrankung ähneln einigen anderen Erkrankungen wie bösartigen Erkrankungen, Komplikationen bei Krebs und Krebstherapien. Eine frühzeitige Diagnose und der Beginn der Behandlung sind wichtig, um den Schaden zu minimieren und die Verletzung nach Möglichkeit rückgängig zu machen. (4) Wenn Sie also einige der oben genannten Symptome haben, suchen Sie so schnell wie möglich ärztliche Hilfe auf.

Wie testen Sie auf ein paraneoplastisches Syndrom?

Normalerweise führen Ärzte eine körperliche Untersuchung und anschließende Blutuntersuchungen durch, um das paraneoplastische Syndrom zu diagnostizieren. Möglicherweise werden Sie jedoch aufgefordert, sich bildgebenden Untersuchungen und einer Lumbalpunktion zu unterziehen, um das Syndrom zu bestätigen. (2)

Häufige klinische Untersuchungen: Eine neurologische Untersuchung wird normalerweise im Rahmen einer körperlichen Untersuchung durchgeführt. Der Arzt stellt Ihnen möglicherweise verschiedene Fragen, um Ihre Denk- und Argumentationsfähigkeiten zu beurteilen. Der Arzt wird Folgendes überprüfen:

  • Gleichgewicht
  • Koordinierung
  • Erinnerung
  • Stimmung
  • Muskelkraft
  • Muskeltonus
  • Reflexe
  • Tastsinn
  • Sehen und Hören

Labortests: Zu den Labortests gehören eine Blutuntersuchung und eine Lumbalpunktion, bei der durch eine Lumbalpunktion Zerebrospinalflüssigkeit (CSF) entnommen wird. Blutuntersuchungen untersuchen die Antikörper, die häufig mit dem paraneoplastischen Syndrom in Zusammenhang stehen. Es können auch Blutuntersuchungen durchgeführt werden, um Ernährungs- oder Hormonstörungen und mögliche Infektionen festzustellen. Diese werden durchgeführt, um gezielt die Ursache der Beschwerden zu ermitteln. (4)

Eine Lumbalpunktion wird durchgeführt, um Liquor zu gewinnen, eine Flüssigkeit, die dabei hilft, ein Polster im Rückenmark und im Gehirn zu bilden. Mithilfe einer Nadel, die in den unteren Teil des Rückenmarks eingeführt wird, wird eine kleine Menge Liquor entnommen. Dieser Test wird durchgeführt, da sich paraneoplastische Antikörper häufig im Liquor, nicht aber im Blut befinden. (3)

Bildgebende Tests: Bildgebende Tests werden durchgeführt, um das Vorhandensein eines Tumors festzustellen, der für diese Symptome verantwortlich sein könnte. Zu den am häufigsten durchgeführten Bildgebungstests gehören:

  • CT-Scans (Computertomographie)
  • MRT (Magnetresonanztomographie)
  • PET (Positronen-Emissions-Tomographie)
  • Kombination aus CT und PET (5)

Abschluss

Das paraneoplastische Syndrom kann innerhalb kurzer Zeit zu einer irreversiblen Schädigung des Nervensystems des Patienten führen. Durch rechtzeitiges Eingreifen mit einer Behandlung, die auf die Störung des Immunsystems und die damit verbundene bösartige Erkrankung abzielt, können weitere Schäden vermieden und zu einem besseren Lebensstandard mit verbesserten Symptomen beigetragen werden.

Verweise:

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