Was passiert mit Ihrem Blutdruck, wenn Sie Alkohol trinken?

Starker Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Bluthochdruck.

Wichtige Erkenntnisse

  • Alkoholkonsum kann zu einem vorübergehenden Blutdruckanstieg über mehrere Stunden führen.
  • Regelmäßiger Alkoholkonsum kann langfristig zu Bluthochdruck führen.
  • Alkohol ist ein Diuretikum und kann zu Dehydrierung führen, den Elektrolytspiegel stören und den Blutdruck beeinflussen.

Alkoholkonsum kann den Blutdruck erhöhen, Herzrhythmusstörungen auslösen und zu Erkrankungen wie einer alkoholischen Kardiomyopathie führen.

1. Vorübergehender Anstieg des Blutdrucks

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Nach dem Trinken von Alkohol – insbesondere in mäßigen bis großen Mengen – kann Ihr Blutdruck mehrere Stunden lang ansteigen. Dieser vorübergehende Anstieg tritt auf, weil Alkohol das Nervensystem stimuliert und die Hormone beeinflusst, die dabei helfen, den Tonus der Blutgefäße und die Nierenfunktion zu regulieren.

Der Effekt ist bei Komastrinken stärker, da das Herz-Kreislauf-System plötzlich belastet wird und es zu erheblichen Blutdruckschwankungen kommen kann. Im Laufe der Zeit können wiederholte Episoden erhöhten Blutdrucks durch Alkoholkonsum zu langfristigem Bluthochdruck führen und das Risiko schwerer Herzprobleme erhöhen.

2. Langfristige Erhöhung bei regelmäßiger Anwendung

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Regelmäßiger Alkoholkonsum – mehr als ein Getränk pro Tag bei Frauen oder zwei bei Männern – kann nach und nach zu anhaltendem Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, führen. Dies geschieht, weil langfristiger Alkoholkonsum die Fähigkeit des Körpers, den Blutdruck zu regulieren, beeinträchtigen kann, indem er den Hormonspiegel beeinflusst, die Aktivität des sympathischen Nervensystems erhöht und Entzündungen in Blutgefäßen fördert.

3. Beeinträchtigung durch Blutdruckmedikamente


Alkohol kann zu einer Verengung der Blutgefäße und einem Anstieg der Herzfrequenz führen, wodurch das Herz-Kreislauf-System zusätzlich belastet wird. Mit der Zeit kann dieser zusätzliche Stress den Herzmuskel schwächen und zur Entwicklung von Erkrankungen wie Bluthochdruck und Herzinsuffizienz beitragen.

4. Belastung des Herzens und der Blutgefäße


Alkohol kann zu einer Verengung der Blutgefäße und einem Anstieg der Herzfrequenz führen, wodurch das Herz-Kreislauf-System zusätzlich belastet wird. Diese Reaktion erschwert es dem Herzen, Blut effizient zu pumpen, was zu einem erhöhten Blutdruck führen und das Risiko einer langfristigen Herzschädigung erhöhen kann.

5. Dehydrierung und Elektrolytungleichgewicht


Alkohol ist ein Diuretikum, das heißt, er erhöht die Urinausscheidung, was zu Dehydrierung und Störung des Elektrolytspiegels führen kann, was sich beides negativ auf die Blutdruckkontrolle auswirken kann. Dehydrierung und Elektrolytstörungen können dazu führen, dass sich die Blutgefäße verengen und das Herz härter arbeitet, was wiederum zu Blutdruckspitzen führt.

6. Gewichtszunahme durch überschüssige Kalorien


Alkohol enthält viele leere Kalorien und kann mit der Zeit zu einer Gewichtszunahme führen, was einen erheblichen Risikofaktor für Bluthochdruck darstellt. Übergewicht belastet das Herz und die Blutgefäße zusätzlich, wodurch es für den Körper schwieriger wird, den Blutdruck effektiv zu regulieren.

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7. Erhöhter Cortisolspiegel (Stresshormon).


Regelmäßiger oder starker Alkoholkonsum kann den Cortisolspiegel erhöhen, was zu erhöhtem Blutdruck und anderen kardiovaskulären Risiken führen kann. Erhöhtes Cortisol, bekannt als Stresshormon, kann auch zu verstärkten Entzündungen und Schäden an den Blutgefäßwänden führen, was das Risiko von Herzerkrankungen weiter erhöht.

8. Schlechte Schlafqualität


Obwohl Alkohol Sie schläfrig machen kann, stört er den Tiefschlaf und kann zu fragmentierten Schlafmustern führen, die mit erhöhtem Blutdruck und allgemeiner Herzbelastung verbunden sind.

Ist Alkohol jemals gesundheitsfördernd?

Während einige Untersuchungen zeigen, dass maßvoller Alkoholkonsum gesund ist, ist es wahrscheinlich, dass ein Teil des Zusammenhangs auf der Tatsache beruht, dass mäßige Trinker im Allgemeinen einen gesünderen Lebensstil und eine gesündere Ernährung haben.

Moderater Alkoholkonsum kann tatsächlich Ihren guten Cholesterinspiegel erhöhen.Diese positive Wirkung reicht jedoch nicht aus, um den negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Alkohol entgegenzuwirken.

Wer sollte nicht trinken?

Wenn bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen besteht, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihren Alkoholkonsum. Sie können Ihnen bei der Entscheidung helfen, was gesund ist und was zu Ihrem Lebensstil passt.

Menschen mit Herzinsuffizienz oder Menschen, die Betablocker (zur Behandlung von Bluthochdruck) einnehmen, sollten nicht trinken. Wenn Sie einen anormalen Herzrhythmus haben, sprechen Sie vor dem Trinken mit Ihrem Arzt.