Was ist eine Finanzverwahrstelle?

Definition

AFinanzdepotbankist ein Unternehmen, das im physischen Besitz Ihrer finanziellen Vermögenswerte ist. Oft handelt es sich um einen Makler, eine Geschäftsbank oder eine andere Institution, die Ihr Geld und Ihre Anlagen aus Bequemlichkeits- und Sicherheitsgründen verwahrt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Im Finanzdienstleistungsbereich ist eine Depotbank ein Unternehmen, das über den physischen Besitz Ihrer finanziellen Vermögenswerte verfügt.
  • Oft handelt es sich um einen Makler, eine Geschäftsbank oder eine andere Institution, die Ihr Geld und Ihre Anlagen aus Bequemlichkeits- und Sicherheitsgründen verwahrt. 
  • Wenn Sie Einzahlungen tätigen, werden Ihre Schecks zahlbar gemacht und unter Angabe Ihrer Kontonummer direkt bei Ihrer Depotbank hinterlegt.
  • Die Depotbank fungiert auch als Makler, wenn Sie Anlagen kaufen oder verkaufen möchten.

Definition und Beispiele für Finanzdepotbanken

Finanzdepotbanken, auch Bankdepotbanken genannt, haben die physische Kontrolle über Finanzkonten, zu denen Girokonten, Sparkonten, Geldmarktkonten, 401(k) und mehr gehören.Wenn Sie Einzahlungen auf ein beliebiges Konto vornehmen, werden Ihre Schecks zahlbar gemacht und unter Angabe Ihrer Kontonummer direkt bei Ihrer Depotbank hinterlegt.

Eine Finanzverwahrstelle kann aus verschiedenen Gründen erforderlich sein. Wenn Sie beispielsweise beruflich im Ausland unterwegs sind, möchten Sie möglicherweise mit einem Finanzverwalter zusammenarbeiten, um Ihre finanziellen Angelegenheiten während Ihres Aufenthalts im Ausland in Ordnung zu halten.

Andere Situationen, in denen möglicherweise ein Finanzverwahrer erforderlich ist, sind beispielsweise ein Minderjähriger, der über verschiedene Vermögenswerte verfügt, die von jemand anderem als einem Elternteil verwaltet werden sollten, oder ein Senior mit finanziellen Vermögenswerten, der Hilfe bei der Verwaltung dieser Vermögenswerte benötigt. Personen, die über komplizierte oder differenzierte Finanzbestände verfügen und nicht die Zeit haben, sie alle zu verwalten, können sich an einen Finanzdepot wenden, der diese Arbeit für sie erledigt.

Notiz

Ein depotführendes Finanzinstitut kann Ihnen für die Verwahrung Ihres Geldes eine Depotgebühr berechnen.

So funktioniert eine Finanzdepotbank

Ein Finanzverwahrer sendet Ihnen eine monatliche oder vierteljährliche Abrechnung Ihres Kontos und teilt Ihnen mit, was er in Ihrem Namen verwahrt.

Die Depotbank verwaltet nicht nur Ihr Geld und Ihre Anlagen und sendet Ihnen einen Kontoauszug, sondern fungiert auch als Makler, wenn Sie Anlagen kaufen oder verkaufen möchten. In einem elektronischen Marktsystem treffen sich Käufer und Verkäufer nie. Daher kommt der Depotbank die wichtige Aufgabe zu, sicherzustellen, dass Ihr Geld an die richtige Person geht und umgekehrt.

Wenn die Depotbank Ihre Anweisungen zum Kauf entgegennimmt, wird sie Vorkehrungen treffen, um eine andere Depotbank mit einem geeigneten Verkäufer der Aktien, die Sie kaufen möchten, zu finden und Ihr Geld gegen deren Aktien einzutauschen. Wenn Sie eine Aktie, die Sie besitzen, verkaufen möchten, arrangieren sie auch eine Transaktion, um Ihnen den richtigen Geldbetrag für den Verkauf zu geben.

Notiz

Depotbanken erheben in der Regel eine Transaktionsgebühr, wenn Sie eine Anlage kaufen oder verkaufen.

Wenn Sie eine Aktie besitzen und diese eine Dividende angekündigt hat, müssen Sie sicherstellen, dass Sie diese tatsächlich erhalten. Eine Depotbank wird dafür sorgen, dass Sie Ihre Dividende erhalten und alle erforderlichen Unterlagen einreichen, damit Sie diese Dividenden gegebenenfalls dem IRS melden können.

Stellen Sie sich die vielen Aktientransaktionen vor, die während eines Kalenderjahres stattfinden. Diese Kauf- und Verkaufsaktivitäten summieren sich ebenso wie die Zahlung und der Erhalt von Dividenden sowie unternehmensspezifische Aktivitäten wie Aktiensplits oder Fusionen. Ein Verwalter überwacht dies alles in Ihrem Namen.

Alternativen zu einer Finanzdepotbank

Wenn Sie beispielsweise ein Aktienzertifikat der Walt Disney Company ausstellen möchten, bestellen Sie (gegen Gebühr) ein physisches Zertifikat auf Ihren Namen, und derjenige, der physischen Besitz dieses Zertifikats hat, ist nun die Depotbank.Sobald das Aktienzertifikat ausgestellt ist, fungiert das Finanzinstitut nicht mehr als Depotbank und ist nicht mehr dafür verantwortlich, die Eigentumsverhältnisse und Transaktionen der Anlage zu verfolgen. 

Darüber hinaus beauftragen registrierte Anlageberatungsfirmen, die Vermögenswerte im Namen ihrer Kunden verwalten, in der Regel eine Depotbank mit der Verwahrung der Kundenvermögenswerte – sie sind nicht die Depotbanken selbst. Beispielsweise nutzt eine unabhängige Investmentfirma Charles Schwab als Verwahrer für die Vermögenswerte ihrer Kunden. Das Unternehmen leitet die Investitionen, verfügt jedoch nicht über die „Verwahrung“ oder den Besitz des Geldes eines Kunden. Die tatsächliche Verwahrung der Vermögenswerte obliegt Schwab.