Wenn ein Kind nicht so viel spricht wie andere gleichaltrige Kinder, kann das ein Zeichen dafür sein, dass es beispielsweise aufgrund kleiner Veränderungen der Sprechmuskulatur oder aufgrund von Hörproblemen Sprach- oder Kommunikationsprobleme hat.
Darüber hinaus können auch andere Situationen, wie z. B. das Leben als Einzelkind oder als jüngstes Kind, Hindernisse für die Entwicklung der Sprechfähigkeit darstellen. In diesen Fällen wird empfohlen, einen Logopäden aufzusuchen, um den möglichen Grund für diese Schwierigkeit zu ermitteln.
Im Allgemeinen geht man davon aus, dass Kinder mit etwa 18 Monaten beginnen, ihre ersten Wörter auszusprechen. Es kann jedoch bis zu sechs Jahre dauern, bis sie in der Lage sind, richtig zu sprechen, da es kein festgelegtes Alter für die vollständige Sprachentwicklung gibt. Wissen Sie, wann Ihr Kind anfangen sollte zu sprechen.
Inhaltsverzeichnis
Wie man Sprachprobleme in der Kindheit behandelt
Der beste Weg, ein Kind mit Sprachproblemen zu behandeln, besteht darin, einen Logopäden aufzusuchen, um das Problem zu identifizieren und eine geeignete Behandlung einzuleiten. Ein großer Teil der Sprachprobleme im Kindesalter lässt sich jedoch mit einigen wichtigen Tipps verbessern, darunter:
- Vermeiden Sie es, das Kind wie ein Baby zu behandeln, da Kinder dazu neigen, sich entsprechend den Erwartungen ihrer Eltern zu verhalten;
- Sagen Sie keine falschen Worte, wie zum Beispiel „bibi“ statt „carro“, weil das Kind die Geräusche von Erwachsenen nachahmt und den Gegenständen nicht den richtigen Namen gibt;
- Vermeiden Sie es, Dinge zu fordern, die über die Fähigkeiten des Kindes hinausgehen, und diese nicht mit anderen zu vergleichen, da es das Kind hinsichtlich seiner Entwicklung unsicher machen kann, was seinem Lernen schaden könnte;
- Geben Sie dem Kind nicht die Schuld für SprachfehlerB. „Ich habe nichts verstanden, was Sie gesagt haben“ oder „Sie sprechen richtig“, da Fehler in der Sprachentwicklung normal sind. In diesen Fällen empfiehlt es sich, einfach ruhig und sanft „Wiederholen Sie, ich verstehe nicht“ zu sagen, als würden Sie beispielsweise mit einem erwachsenen Freund sprechen.
- Ermutigen Sie das Kind zum Sprechen, weil sie das Gefühl haben muss, dass es ein Umfeld gibt, in dem sie Fehler machen kann, ohne beurteilt zu werden;
- Bitten Sie das Kind nicht, dasselbe Wort mehrmals zu wiederholen, da dadurch ein negatives Bild von sich selbst entstehen kann, was dazu führen kann, dass das Kind die Kommunikation vermeidet.
Eltern und Lehrer müssen sich jedoch vom Kinderarzt und Logopäden beraten lassen, um zu wissen, wie sie in jeder Phase der Sprachentwicklung am besten mit dem Kind umgehen können, um seine normale Entwicklung nicht zu beeinträchtigen, auch wenn sie langsamer als andere Kinder sind.
Wichtigste Sprachprobleme in der Kindheit
Die häufigsten Sprachprobleme im Kindesalter hängen mit dem Austausch, Auslassen oder Verzerren von Lauten zusammen und umfassen daher beispielsweise Stottern, Sprachstörungen, Dyslalie oder Apraxie.
1. Stottern
Stottern ist ein Sprachproblem, das den Sprachfluss eines Kindes beeinträchtigt, wobei häufig übermäßige Wiederholungen des ersten Wortteils, wie beispielsweise bei „cla-cla-cla-claro“, oder eines einzelnen Lauts, wie beispielsweise „co-o-o-o-mida“, vorkommen. Allerdings kommt Stottern bis zum Alter von 3 Jahren sehr häufig vor und sollte erst ab diesem Alter als Problem behandelt werden.
2. Gestörte Sprache
Kinder mit Sprachstörungen haben Schwierigkeiten, verständlich zu sprechen und haben daher große Schwierigkeiten, ihre Gedanken auszudrücken. In diesen Fällen treten häufig plötzliche Veränderungen im Sprachrhythmus auf, beispielsweise unerwartete Pausen gemischt mit einer Erhöhung der Sprechgeschwindigkeit.
3. Dyslalie
Dyslalie ist ein Sprachproblem, das dadurch gekennzeichnet ist, dass beim Sprechen des Kindes mehrere Sprachfehler auftreten. Dazu können das Ändern von Buchstaben in einem Wort, wie etwa „calo“ statt „carro“, das Weglassen von Lauten, etwa „omi“ statt „comi“, oder das Hinzufügen von Silben zu einem Wort, etwa „jananela“ statt „janela“, gehören. Erfahren Sie mehr über diese Krankheit.
4. Sprachapraxie
Apraxie tritt auf, wenn das Kind Schwierigkeiten hat, Laute angemessen zu produzieren oder nachzuahmen, da es nicht in der Lage ist, einfachere Wörter zu wiederholen, zum Beispiel „té“, wenn es aufgefordert wird, „pah“ zu sagen. Dies geschieht normalerweise, wenn das Kind nicht in der Lage ist, die zum Sprechen notwendigen Muskeln oder Strukturen ausreichend zu bewegen, wie im Fall einer Zungenbindung.
Aufgrund der unterschiedlichen Veränderungen in der Sprache eines Kindes und der Schwierigkeit, echte Sprachprobleme zu erkennen, ist es ratsam, bei jedem Verdacht einen Logopäden aufzusuchen, da dieser der am besten geeignete Fachmann ist, um das Problem richtig zu erkennen.
Daher ist es normal, dass es in derselben Familie Kinder gibt, die etwa im Alter von eineinhalb Jahren anfangen zu sprechen, während andere erst im Alter von drei oder vier Jahren anfangen zu sprechen. Deshalb sollten Eltern die Sprachentwicklung eines Kindes nicht mit der ihrer älteren Geschwister vergleichen, da dies unnötige Ängste hervorrufen und die Entwicklung des Kindes verschlechtern kann.
Erfahren Sie mehr über Sprechapraxie, ihre Ursachen und Behandlung.
Wann zum Kinderarzt gehen?
Es wird empfohlen, einen Logopäden aufzusuchen, wenn Ihr Kind:
- Stottert häufig nach dem 4. Lebensjahr;
- Erzeugt keinerlei Geräusche, auch nicht beim Solospiel;
- Versteht nicht, was ihm gesagt wird;
- Geboren mit einem angeborenen Hör- oder Mundproblem, wie z. B. einem Zungenbändchen oder einer Lippenspalte.
In diesen Fällen wird der Arzt die Vorgeschichte des Kindes auswerten und sein Verhalten beobachten, um die Kommunikationsprobleme zu identifizieren, die am besten geeignete Behandlung auszuwählen und die Eltern dabei zu unterstützen, wie sie am besten mit dem Kind umgehen können, um das Problem so schnell wie möglich zu lösen.
Hier erfahren Sie, ob Ihr Kind ein Hörproblem hat, das das Sprechen erschweren könnte.

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