Wichtige Erkenntnisse
- Verwirrte Erregungen treten auf, wenn einige Teile des Gehirns weiterschlafen, während andere aufgrund von Schlafstörungen aufwachen.
- Alkoholkonsum kurz vor dem Schlafengehen und Schichtarbeit erhöhen das Risiko von Verwirrtheitszuständen.
Verwirrende Erregungen sind Episoden, in denen eine schlafende Person aufwacht – oder aufzuwachen scheint –, sich aber seltsam verhält, als wäre sie desorientiert oder verwirrt.
Diese Episoden treten häufiger bei Kindern auf. Bei Erwachsenen können Episoden verwirrender Erregung durch eine Reihe von Gewohnheiten und Zuständen verursacht werden, etwa durch zu viel Alkohol oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Glücklicherweise können die meisten Ursachen behandelt oder verhindert werden.
Inhaltsverzeichnis
Was verursacht verwirrende Erregungen?
Verwirrende Erregungen treten häufig beim Übergang vom tiefsten Schlafstadium, Stadium 3, zu einem leichteren Schlafstadium, gemischt mit Wachheit, auf.
Untersuchungen legen nahe, dass es zu verwirrender Erregung kommt, wenn verschiedene Regionen des Gehirns nicht vollständig miteinander kommunizieren können. Dies führt dazu, dass einige Teile des Gehirns des Schläfers weiterschlafen, während andere plötzlich aufwachen.
Zu den möglichen Ursachen für Schlafstörungen, die zu verwirrender Erregung führen, gehören:
- Erholung von Schlafentzug oder einer Phase mit Schlafstörungen
- Drogenmissbrauch
- Zu viel Alkohol trinken
- Einnahme von Psychopharmaka
- Narkolepsie
- Obstruktive Schlafapnoe
- Periodische Bewegungsstörung der Gliedmaßen, eine mit dem Restless-Legs-Syndrom verbundene Erkrankung, bei der die Beine im Schlaf plötzliche ruckartige Bewegungen ausführen
Risikofaktoren
Bestimmte Untergruppen von Erwachsenen leiden häufiger als andere unter Verwirrtheit und Schlaftrunkenheit. Dazu gehören Menschen mit:
- Eine Familiengeschichte verwirrter Erregung
- Jobs erfordern Wechsel- oder Nachtschichtarbeit
- Andere Schlafstörungen wie Schlafapnoe oder periodische Bewegungen der Gliedmaßen im Schlaf
- Schlafentzug
- Alkoholkonsum kurz vor dem Schlafengehen
- Übermäßiger Stress und Sorgen
- Bipolare Störung oder chronische Depression
Bei Kindern, insbesondere Kindern unter 5 Jahren, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie verwirrende Erregungen verspüren, im Vergleich zu Erwachsenen am größten. Nach Angaben der American Association of Sleep Medicine (AASM) leiden etwa 17 % der Kinder unter verwirrenden Erregungszuständen. Im Gegensatz dazu treten sie nur bei 3–4 % der Erwachsenen auf.
Symptome
Wenn Sie ein Elternteil sind und schon einmal beobachtet haben, wie Ihr Kind aufzuwachen scheint und „durch Sie hindurchstarrt“ oder nicht reagiert, wenn Sie seinen Namen sagen, hatte es aller Wahrscheinlichkeit nach eine Phase verwirrter Erregung. Erwachsene mit verwirrender Erregung wirken manchmal feindselig oder aggressiv.
Die Episoden sind relativ kurz, dauern normalerweise weniger als 10 Minuten und können einfache Bewegungen und verwirrtes Sprechen beinhalten. Verwirrte Erregungen sind durch Amnesie gekennzeichnet und werden normalerweise am nächsten Tag nicht mehr erinnert.
Während einer verwirrenden Erregung kann das Verhalten einer Person dem einer betrunkenen Person sehr ähneln. Tatsächlich ist ein Spitzname für verwirrende Erregung „Schlaftrunkenheit“.
Diagnose
Wenn Sie verwirrende Erregungszustände oder Schlaftrunkenheit verspüren, werden Sie es wahrscheinlich nicht bemerken, es sei denn, jemand sieht dies. Die Leute erinnern sich nicht an diese Episoden. Ihr einziger Hinweis ist also, wenn Ihnen gesagt wurde, dass Sie beim Aufwachen verwirrt wirken oder sich aggressiv oder feindselig verhalten und dass dieses Verhalten regelmäßig vorkommt.
In diesem Fall sollten Sie einen Schlafspezialisten aufsuchen. Um zu bestätigen, dass Sie verwirrende Erregungen haben, wird der Arzt eine vollständige Krankengeschichte von Ihnen einholen. Möglicherweise müssen Sie ein paar Wochen lang ein Schlaftagebuch führen und/oder eine Schlafstudie im Labor durchführen, um Dinge wie Ihre Atemfrequenz und Bewegungen der Gliedmaßen während des Schlafs zu beobachten.
Behandlung
Wenn es den Anschein hat, dass Sie aufgrund einer Schlafstörung unter verwirrenden Erregungszuständen leiden, wird eine Behandlung diese wahrscheinlich beenden.
Für Erwachsene kann es auch von Vorteil sein, den Alkoholkonsum einzuschränken oder ganz damit aufzuhören. Und natürlich ist es wichtig, immer eine ganze Nacht durchzuschlafen. Daher kann es hilfreich sein, die Schlafenszeit anzupassen und eine Schlafumgebung zu schaffen, die Ihnen hilft, die nötige Ruhe zu finden, die Sie brauchen.
Wenn alles andere fehlschlägt, kann Ihr Arzt Ihnen Medikamente wie ein Antidepressivum oder eine Schlaftablette verschreiben. Diese Medikamente können die Schlaftiefe beeinträchtigen und die Wahrscheinlichkeit verringern, aus einer längeren Phase des Tiefschlafs aufzuwachen. Darüber hinaus gibt es Geräte wie den Lully Sleep Guardian, die bei Kindern das Aufwachen auslösen können.

Willkommen auf meiner Seite!Ich bin Dr. J. K. Hartmann, Facharzt für Schmerztherapie und ganzheitliche Gesundheit. Mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit chronischen Schmerzen, Verletzungen und gesundheitlichen Herausforderungen ist es mein Ziel, fundiertes medizinisches Wissen mit natürlichen Methoden zu verbinden.
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