So erkennen und behandeln Sie eine bleiche Haut

Wichtige Erkenntnisse

  • Bleichende Haut bedeutet, dass die Durchblutung nach dem Druck auf die Haut nicht sofort wieder hergestellt wird.
  • Eine Behinderung des Blutflusses oder Erkrankungen wie das Raynaud-Syndrom können zu Blanchieren führen.

Das Bleichen der Haut liegt vor, wenn die Haut nach dem Pressen blass wird und nicht schnell wieder ihre ursprüngliche Farbe annimmt, was häufig auf eine gestörte Durchblutung hinweist. Vom Raynaud-Syndrom bis hin zu Erfrierungen: Wenn Sie die Ursachen kennen, können Sie erkennen, ob es sich um eine ernste Erkrankung handelt und wie Sie damit umgehen können.

Woran erkennt man eine Verfärbung der Haut? 

Haut, die erbleicht, hat mehrere Eigenschaften:

  • Weißes Aussehen: Die Haut wird weiß oder weniger rot, wenn Druck ausgeübt wird.
  • Verzögerte Farbrückkehr: Die Haut erhält nicht schnell wieder ihre normale Farbe zurück, nachdem der Druck entfernt wurde.  
  • Cool anzufassen: Die Haut kann sich kühler anfühlen, wenn die Durchblutung blockiert ist.
  • Bläulicher Farbton: Bei stark eingeschränkter Durchblutung kann es zu einer bläulichen Verfärbung kommen.
  • Taubheitsgefühl oder Schmerzen:Die betroffenen Bereiche können sich taub oder schmerzhaft anfühlen. 

 Warum passiert es? 

Das Blanchieren kann verschiedene Gründe haben, von einfachen bis hin zu komplexen. Dazu gehören:

  • Behinderung des Blutflusses: Der Blutfluss kann durch Chemikalien, Kälte, Trauma, Strahlung oder chronische Erkrankungen beeinträchtigt werden.
  • Erfrierungen: Die Einwirkung extrem kalter Temperaturen kann zu einer Durchblutungsstörung im betroffenen Bereich führen.  
  • Raynaud-Syndrom: Diese Erkrankung betrifft etwa ein Drittel der Menschen mit Lupus und verursacht Krämpfe in den Arterien und eine verminderte Durchblutung, meist in den Fingern und Zehen.
  • Biers Spots: Diese kleinen, unregelmäßigen, blassen Flecken finden sich typischerweise an Armen und Beinen.  
  • Livedo reticularis: Dieser Zustand ist durch eine rötlich-violette Hautverfärbung mit einem netzartigen Muster gekennzeichnet – normalerweise an den Beinen oder Armen.  

So testen Sie es

Ein Blanchierungstest kann ohne spezielle Werkzeuge durchgeführt werden. So wird es durchgeführt:

  1. Üben Sie Druck aus: Drücken Sie mit den Fingerspitzen auf eine verdächtige Hautstelle, die beispielsweise rot oder dunkel erscheint. 
  2. Aufhellung beobachten: Der Bereich sollte unter Druck weiß werden. 
  3. Druck abbauen: Entfernen Sie Ihre Fingerspitzen. 
  4. Farbrückkehr: Überprüfen Sie, ob die Haut innerhalb weniger Sekunden wieder ihre ursprüngliche Farbe annimmt. Wenn dies der Fall ist, ist die Durchblutung des Bereichs wahrscheinlich normal. 

Was ist Diaskopie?

Die Diaskopie ist eine etwas fortgeschrittenere Technik zur Überprüfung des Hautbleichens (im Vergleich zur Verwendung der Fingerspitzen). Diese Methode zur Überprüfung des Blutflusses zu einem Hautbereich umfasst mehrere Schritte, darunter:

  • Verwenden Sie klares Glas oder Kunststoff: Platzieren Sie einen durchsichtigen Objektträger aus Glas oder Kunststoff auf der Haut, um das Blanchieren unter Druck zu beobachten. 
  • Üben Sie Druck aus: Drücken Sie mit den Fingerspitzen auf das Glas und beobachten Sie die Hautfarbe. 
  • Druck abbauen: Ziehen Sie Ihre Finger zurück.
  • Suchen Sie nach Blanchieren: Eine Blanchierung wird festgestellt, wenn der gepresste Bereich weiß wird und im Gegensatz zum umgebenden Gewebe nicht zu seiner ursprünglichen Farbe zurückkehrt. 

Bleichende und dunklere Haut
Bei dunkleren Hauttönen kann das Blanchieren schwerer zu erkennen sein. Es ist wichtig, andere Indikatoren für eine ordnungsgemäße Durchblutung zu überprüfen, wie z. B. die Hauttemperatur und das Hautgefühl. 

Wie wird das Blanchieren behandelt?

Die Behandlung einer bleichen Haut kann je nach der zugrunde liegenden Ursache sehr unterschiedlich sein. Beispiele für Behandlungsarten beim Blanchieren können sein:

  • Raynaud-Syndrom: Die Behandlung umfasst das Aufbewahren von Handwärmern für den Winter, das Vermeiden von Zigaretten und koffeinhaltigen Lebensmitteln und Getränken sowie die Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente wie Nifedipin oder Amlodipin.
  • Erfrierung: Leichte Erfrierungen können durch etwa 30-minütiges Erwärmen der betroffenen Körperteile in warmem Wasser behandelt werden. Zur Behandlung von Erfrierungen im Gesicht kann ein warmer, feuchter Waschlappen verwendet werden.

Wann Sie einen Gesundheitsdienstleister aufsuchen sollten

Unter bestimmten Umständen ist das Bleichen der Haut so schwerwiegend, dass ein Arzt konsultiert werden sollte. Rufen Sie Ihren Arzt an, wenn:

  • Hautgeschwüre sind an der erbleichten Stelle der Haut sichtbar (besonders wenn die Zehen oder Fingerspitzen betroffen sind).
  • Sie haben starke Schmerzen und eine bleiche Haut.