Sex unter Bewohnern von Pflegeheimen nimmt zu

Wichtige Erkenntnisse

  • Im Hebräischen Heim helfen die Mitarbeiter den Bewohnern, private Zimmer zu erhalten, wenn sie eine romantische Beziehung haben.

  • Menschen über 65 sind häufig sexuell aktiv, auch in Pflegeheimen.

  • Arbeitnehmer betrachten ältere Menschen manchmal fälschlicherweise als Kinder und nicht als Erwachsene mit romantischen Rechten.

Sex unter Bewohnern von Pflegeheimen und anderen Langzeitpflegeeinrichtungen ist immer noch ein Tabuthema. Und doch passiert es. Eine Menge!

Laut einer Umfrage der National Poll on Healthy Aging, gesponsert von AARP und der University of Michigan, sind etwa 40 % der Menschen im Alter zwischen 65 und 80 Jahren sexuell aktiv.

Für ältere Menschen mit Demenz, die in Altenpflegeeinrichtungen (RACFs) leben, wird das Problem komplexer. Den Mitarbeitern fällt es oft schwer, die Rechte der Bewohner mit ihrer Fürsorgepflicht in Einklang zu bringen, und eine negative Einstellung gegenüber der Sexualität älterer Menschen kann dazu führen, dass der sexuelle Ausdruck der Bewohner übersehen, ignoriert oder sogar entmutigt wird. Insbesondere die Frage, ob Bewohner mit Demenz in sexuelle Aktivitäten oder körperlich intime Beziehungen einwilligen können, stellt für das RACF-Personal eine Herausforderung dar, und die aktuelle Gesetzgebung hilft ihnen kaum weiter.

Pflegeheime helfen Patienten bei ihren Liebesbeziehungen

Im Hebrew Home in New York erzählt Daniel Reingold, Präsident und CEO, dass die Mitarbeiter nicht darauf warteten, bis die Bewohner nach einem Einzelzimmer fragten, als sie von der Koppelung erfuhren. Sie verlegen einen der Partner in ein Privatzimmer, wenn beide in Mehrbettzimmern untergebracht sind. In seiner Einrichtung mit 1.000 Bewohnern kennt er ein Dutzend Romanzen. Die Richtlinie basiert auf dem Verständnis, dass es sich hierbei um ein Aufenthaltsrecht handelt. „Alles, was die Leute zu Hause tun könnten, dürfen sie hier tun.“

Im TagebuchThemen der geriatrischen RehabilitationDer Forscher und Professor Robin Stadnyk stellte fest, dass nicht-institutionelle Ehegatten und ihre in einer Anstalt untergebrachten Partner sehr eng miteinander verbunden blieben, was der allgemeinen Annahme widerspricht, dass die Ehe endet, wenn ein Ehegatte eine Pflegeeinrichtung betritt.

Pflegeheime müssen dies fördern. Bieten Sie ruhige, private Räume, übernehmen Sie Datenschutzrichtlinien, klopfen Sie an, bevor Sie eintreten, und helfen Sie ihnen, gemeinsame Unternehmungen zu finden. Verfügen Sie über schriftliche Richtlinien, schulen Sie das Personal und schützen Sie gefährdete Bewohner.

Viele Pflegeheimmitarbeiter betrachten ältere Menschen einfach nicht als reife Erwachsene, sondern als Kinder, die aus Angst vor rechtlichen oder medizinischen Konsequenzen überwacht werden müssen.

Pflegeheime müssen mit einer sich verändernden Gesellschaft Schritt halten

Die Menschen leben gesünder und länger. Sitten sind liberaler. Es gibt weithin anerkannte Behandlungsmöglichkeiten für sexuelle Funktionsstörungen und ältere Erwachsene weigern sich, Einsamkeit als eine Erkrankung des Alterns zu akzeptieren. Fernsehen und der Hund können nur eine begrenzte Menge bewirken. Sogar die Weltlage scheint die Menschen zusammenzubringen. Die Auswirkungen nationaler Katastrophen wurden als weiterer Grund angeführt, warum ältere Erwachsene die Sicherheit und den Komfort der Intimität suchen. Und die Massenerschießungen der letzten Jahre verstärken das Bedürfnis nach Nähe nur noch. Es gibt auch einige unbeabsichtigte Konsequenzen. AIDS-Fälle bei den über 50-Jährigen machen 47 % aller Fälle aus.

Das Hebrew Home hat mit einem Zuschuss des New York State Department of Health ein umfassendes Mitarbeiterschulungsvideo/eine DVD mit dem Titel „Freedom of Sexual Expression: Dementia and Resident Rights in Long-Term Care Facilities“ erstellt. Die Richtlinien und das Video des Heims bilden die Bildungsgrundlage und den Praxisstandard für stationäre Gesundheitseinrichtungen im ganzen Bundesstaat und im ganzen Land. Könnte einen Blick wert sein.

Anbieter bewegen sich auf einem schmalen Grat zwischen personenzentrierter Pflege und Risikomanagement. Dennoch kann das Risiko durch Sensibilität und Einfühlungsvermögen gegenüber den Bedürfnissen der Bewohner minimiert werden.