Sensorisches Gedächtnis: Was es ist, wie es funktioniert, Kapazität und Typen

Ihre Sinne bilden die fünf Arten des sensorischen Gedächtnisses.

Was ist sensorisches Gedächtnis?

Das sensorische Gedächtnis oder sensorische Register ist eine kurze Sammlung von Informationen Ihrer Sinne. Dazu gehören Ihr Gehör, Ihre Berührung, Ihr Geruch, Ihr Geschmack und Ihr Sehvermögen.

Ihr sensorisches Gedächtnis sammelt Informationen in höchster Auflösung – es macht ein schnelles, detailliertes Bild Ihrer Umgebung. Anschließend sendet es diese Informationen an Ihr Kurzzeitgedächtnis.

Sie können nicht regulieren, wie lange diese Erinnerungen anhalten, aber normalerweise bleiben sie nur für ein paar Sekunden bestehen. Dies hilft Ihnen, kleine Nuancen Ihrer Umgebung besser zu verstehen.

Welche Arten des sensorischen Gedächtnisses gibt es?

Ihre fünf Sinne bilden die Arten des sensorischen Gedächtnisses, darunter:

  • Echogedächtnis: Hören
  • Haptisches Gedächtnis: Berühren
  • Geschmacksgedächtnis: Geschmack
  • Ikonische Erinnerung: Vision
  • Olfaktorisches Gedächtnis: Geruch

Was sind Beispiele für sensorisches Gedächtnis?

Beispiele für sensorisches Gedächtnis sind:

  • Echohafte Erinnerung: Die Melodie Ihres Lieblingsliedes läuft weiter, auch nachdem das Lied zu Ende gespielt wurde
  • Haptisches Gedächtnis: Spüren Sie weiterhin den Griff, nachdem jemand Ihre Hand losgelassen hat
  • Geschmackliches Gedächtnis: Der Geschmack des Abendessens, der nach dem Essen übrigbleibt
  • Ikonische Erinnerung: Die Farbe von Feuerwerkskörpern sehen, nachdem sie verblasst sind
  • Geruchsgedächtnis: Der Geruch von Brot bleibt bestehen, nachdem man eine Bäckerei verlassen hat

Wie funktioniert das sensorische Gedächtnis?

Das sensorische Gedächtnis funktioniert auf folgende Weise:

  1. Du erlebst einen Sinn.
  2. Der für diesen Sinn zuständige Bereich Ihres Gehirns (sensorischer Kortex) wird kurzzeitig aktiviert. Es geht sehr schnell, als würde man einen Knopf drücken.
  3. Sie richten Ihre Aufmerksamkeit nur auf die wichtigen gesammelten Informationen.
  4. Sie verschieben diese Teile in Ihr Kurzzeitgedächtnis.

Wie lange hält das sensorische Gedächtnis an?

Ihr sensorisches Gedächtnis speichert Informationen nur etwa 0,2 bis 2 Sekunden lang. Dies kann je nach wahrgenommenem Sinn unterschiedlich sein. Beispielsweise dauert die ikonische Erinnerung (Vision) normalerweise eine Sekunde.

Welche Kapazität hat das sensorische Gedächtnis?

Das sensorische Gedächtnis verfügt über eine große Kapazität. Dies liegt daran, dass Sie oft mehrere Sinne gleichzeitig nutzen.

Beispielsweise können Sie beim Essen alle fünf Sinne nutzen. Du siehst das Essen. Sie spüren die Textur auf Ihrer Zunge. Sie riechen die verschiedenen Zutaten. Beim Kauen hört man das Knirschen. Und man schmeckt es. Ihr sensorisches Gedächtnis kann Informationen von all diesen Sinnen sofort aufnehmen.

Obwohl das sensorische Gedächtnis über eine große Kapazität verfügt, hält es nur wenige Sekunden an, bevor es entweder in einen anderen Speicherbereich Ihres Gehirns wechselt oder verschwindet, sodass Sie andere Sinne wahrnehmen können.

Welche Teile des Gehirns sind am sensorischen Gedächtnis beteiligt?

Am sensorischen Gedächtnis sind viele verschiedene Teile Ihres Gehirns beteiligt. Jeder Sinn folgt einem Weg.

Nehmen wir an, Sie hören ein Geräusch. Dieser Ton wird in ein elektrisches Signal umgewandelt, das von Nervenfasern in Ihr Gehirn weitergeleitet wird. Es gelangt zunächst durch Ihren Hirnstamm und dann nach oben durch Ihren Thalamus (die Mitte Ihres Gehirns). Ihr Thalamus leitet das Signal an den richtigen Sinnesbereich. Im Hörbeispiel würde sich das Signal zu Ihrem auditorischen Kortex in Ihrem Schläfenlappen bewegen.

Zu den Hauptregionen Ihres Gehirns, die Ihnen bei der Verarbeitung von Informationen Ihrer Sinne helfen, gehören:

  • Echohafte Erinnerung: Auditiver Kortex (Temporallappen)
  • Haptisches Gedächtnis: Somatosensorischer Kortex (Parietallappen)
  • Geschmackliches Gedächtnis: Primärer Geschmackskortex (gespalten zwischen Insel- und Frontallappen)
  • Ikonische Erinnerung: Primärer visueller Kortex (Occipitallappen)
  • Geruchsgedächtnis: Riechkolben (ganz unten im Gehirn)

Diese Bereiche arbeiten mit anderen Regionen Ihres Gehirns zusammen, um sensorische Informationen zu verarbeiten und so die Funktion Ihres sensorischen Gedächtnisses zu unterstützen.

Eine Notiz von Swip Health

Das sensorische Gedächtnis hilft Ihnen, Informationen von Ihren Sinnen zu speichern. Vom Geschmack der hausgemachten Lasagne Ihrer Großmutter bis hin zum Duft von frisch blühendem Flieder – es sorgt dafür, dass Sie wissen, was um Sie herum passiert. Ihr Gehirn wählt bestimmte Informationen aus, um sie längerfristig in Ihrem Gehirn zu speichern, z. B. den Takt Ihres Lieblingsliedes oder das Gefühl einer Umarmung durch einen geliebten Menschen.

Aber wie jeder andere Teil Ihres Körpers besteht auch hier die Gefahr von Verletzungen oder Schäden. Sprechen Sie mit einem Arzt, wenn Sie Bedenken hinsichtlich der Funktion Ihres sensorischen Gedächtnisses haben.