Schwangerschaftscholestase: Was es ist, Symptome, Risiken und Behandlung

Von einer Schwangerschaftscholestase spricht man, wenn die in der Leber produzierte Galle nicht in den Darm abgegeben werden kann, um am Fettverdauungsprozess teilzunehmen, und sich schließlich im Körper ansammelt, was beispielsweise zu Symptomen wie starkem Juckreiz im Körper, hellem Stuhl, dunklem Urin und Appetitlosigkeit führt.

Diese Symptome sind im Allgemeinen am Ende des 2. Trimesters oder zu Beginn des 3. Trimesters der Schwangerschaft zu spüren und sollten immer dem Geburtshelfer mitgeteilt werden, damit eine Beurteilung und Überwachung durchgeführt werden kann, da eine Schwangerschaftscholestase Komplikationen wie Frühgeburten, Atemprobleme beim Fötus oder fetale Beschwerden verursachen kann.

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Die Behandlung der Schwangerschaftscholestase muss vom Geburtshelfer angezeigt werden und kann durch die Verwendung von Körpercremes zur Linderung des Juckreizes oder durch Medikamente zur Reduzierung der Gallenmenge im Blut erfolgen. Im Allgemeinen bessert sich die Schwangerschaftscholestase nach der Geburt des Babys, allerdings muss die Frau 6 bis 12 Wochen nach der Geburt einen Gynäkologen aufsuchen, bis die Leberwerte normal sind.

Symptome einer Schwangerschaftscholestase

Die Hauptsymptome einer Schwangerschaftscholestase sind:

  • Juckreiz am ganzen Körper, der normalerweise an Händen und Füßen beginnt;
  • Dunkler Urin;
  • Heller oder weißlicher Stuhl;
  • Fett im Kot;
  • Gelbe Haut und Augen;
  • Schmerzen im oberen rechten Teil des Bauches;
  • Brechreiz;
  • Appetitlosigkeit;
  • Übermäßige Müdigkeit.

Der Juckreiz tritt vor allem ab dem 6. Schwangerschaftsmonat auf und verstärkt sich nachts. In manchen Fällen können sich auch kleine Bläschen auf der Haut bilden.

So bestätigen Sie die Diagnose

Die Diagnose einer Gestationscholestase wird vom Geburtshelfer zunächst anhand der Beurteilung der Anzeichen und Symptome der Frau sowie einer körperlichen Untersuchung und Analyse der Krankengeschichte der schwangeren Frau gestellt.

Darüber hinaus muss der Arzt Tests empfehlen, die die Funktion der Leber bewerten, beispielsweise den Gallensäurespiegel im Blut und die Leberenzyme TGO und TGP.

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Mögliche Ursachen

Die genaue Ursache der Schwangerschaftscholestase ist unbekannt, es ist jedoch bekannt, dass sie durch eine Reihe von Faktoren entstehen kann, wie etwa normale hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft, genetische Veranlagung und Umweltfaktoren.

Dies kann zu einer Verringerung des Gallenflusses durch die Leber führen, was dazu führt, dass sich die Galle in diesem Organ ansammelt und in den Blutkreislauf gelangt, was zu Symptomen führt.

Wer ist am meisten gefährdet?

Einige Faktoren können das Risiko einer Schwangerschaftscholestase erhöhen, wie zum Beispiel:

  • Schwangerschaft nach dem 35. Lebensjahr;
  • Familiengeschichte von Schwangerschaftscholestase;
  • Schwangerschaft mit Zwillingen oder mehreren Babys.

Darüber hinaus kann beispielsweise eine persönliche Vorgeschichte von Gallensteinen oder Hepatitis das Risiko einer Schwangerschaftscholestase erhöhen.

Wie die Behandlung durchgeführt wird

Die Behandlung der Schwangerschaftscholestase muss vom Geburtshelfer geleitet werden und zielt darauf ab, die Symptome der Frau zu lindern und Komplikationen für das Baby zu verhindern.

Um den Juckreiz zu kontrollieren, kann der Arzt schwangeren Frauen die Verwendung von Körpercremes empfehlen. Außerdem können einige Medikamente eingesetzt werden, um die Menge an Galle im Blut zu reduzieren, wie z. B. Ursodesoxycholsäure, und Vitamin-K-Ergänzungsmittel, um Blutungen vorzubeugen, da dieses Vitamin im Darm schlecht absorbiert wird. 

Wenn die Behandlung mit Ursodesoxycholsäure die Gallenmenge im Blut nicht verringert, kann der Arzt eine Frühgeburt empfehlen, die normalerweise in der 37. oder 38. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird, um das Risiko schwerwiegender Komplikationen beim Baby zu verringern. 

Darüber hinaus ist es während der Schwangerschaft notwendig, das Baby durch Tests zu überwachen, um Herzschlag, Bewegungen, Muskeltonus, Atmung und die Menge an Fruchtwasser zu beurteilen.

Risiken für das Baby

Eine Schwangerschaftscholestase kann sich auf das sich entwickelnde Baby auswirken, da das in der Galle der Mutter vorhandene Bilirubin die Plazenta passieren und sich im Fruchtwasser und im Körper des Babys ansammeln kann, was zu Komplikationen führen kann wie:

  • Frühgeburt;
  • Lungenprobleme durch das Einatmen von Mekonium;
  • Fötales Unwohlsein mit Veränderungen des Herzschlags und verminderter Bewegung des Babys;
  • Tod in der Gebärmutter am Ende der Schwangerschaft.

Da diese Komplikationen für das Baby gefährlich sein können, empfiehlt der Geburtshelfer möglicherweise einen Kaiserschnitt oder die Einleitung der Wehen vor Abschluss der 40. Schwangerschaftswoche.