Schlafkrämpfe: Was sie sind, warum sie auftreten und was zu tun ist

Schlafkrämpfe sind schnelle, kurzlebige Bewegungen, die durch unwillkürliche Muskelkontraktionen verursacht werden. Sie treten meist zu Beginn des Schlafes auf und betreffen die Arme, Beine oder den gesamten Körper.

Auch Schlafmyoklonus genannt, kann das Auftreten durch einige Faktoren verstärkt werden, wie z. B. Stress und Angstzustände, die Einnahme von Stimulanzien wie Koffein und Nikotin sowie extreme Müdigkeit und Schlafmangel.

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Schlafkrämpfe gelten als normal und weisen nicht auf eine Krankheit hin. Wenn sie jedoch häufig und die ganze Nacht über auftreten, können sie auf das Vorliegen einer Schlafstörung hinweisen. Es wird empfohlen, für eine geeignete Behandlung einen Neurologen aufzusuchen.

Warum kommt es zu Schlafkrämpfen?

Obwohl der Ursprung der Schlafkrämpfe noch nicht bekannt ist, können einige Faktoren dazu beitragen, wie zum Beispiel:

  • Übergang zwischen Wachheit und SchlafDabei interpretiert das Gehirn die Muskelentspannung als Sturzgefühl und reagiert mit einer plötzlichen Bewegung.
  • Stress und Angst, die das Gehirn aktiver und aufmerksamer machen, selbst wenn der Körper müde ist, was den Übergang in den Schlaf beeinträchtigen und das Risiko von Krämpfen erhöhen kann;
  • Verwendung von Stimulanzien, wie das in Kaffee, Energy-Drinks und Erfrischungsgetränken enthaltene Koffein sowie das Nikotin in Zigaretten, das das Nervensystem erregen kann, die natürliche Entspannung erschwert und die Häufigkeit von Krämpfen erhöht;
  • Extreme Müdigkeit und Schlafmangel, die zu einer Erschöpfung des Gehirns führen, was dazu führt, dass es schnell in den Tiefschlaf übergeht und Schlafkrämpfe begünstigt;
  • Machen Sie kurz vor dem Schlafengehen SportDies führt dazu, dass der Körper weiterhin stimuliert wird und den Übergang zum Schlaf behindert.

Darüber hinaus können äußere Faktoren wie plötzliche Geräusche oder Lichter beim Einschlafen reflexartig Muskelkrämpfe auslösen. 

Was tun, um Krämpfe zu reduzieren?

Um Schlafkrämpfe zu reduzieren, ist es wichtig, eine Schlafhygieneroutine einzuhalten, z. B. einen Zeitplan festzulegen, eine geeignete Umgebung zu schaffen und den Konsum von Kaffee, Tee, koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken, Energy-Drinks und Zigaretten in der Nacht zu vermeiden. Verstehen Sie besser, was Schlafhygiene ist.

Vermeiden Sie außerdem intensive körperliche Betätigung kurz vor dem Schlafengehen. Stattdessen können beruhigende Aktivitäten wie sanfte Dehnübungen, tiefes Atmen oder das Hören beruhigender Musik hilfreich sein. 

Das Üben von Entspannungstechniken wie Meditation, leichtes Lesen oder ein warmes Bad sind gute Möglichkeiten zur Entspannung. Ausreichend Schlaf pro Nacht, vorzugsweise zwischen sieben und acht Stunden, ist außerdem wichtig, um zu verhindern, dass das Gehirn zu schnell in den Tiefschlaf eintritt, was zu Krämpfen führen kann.

Wann zum Arzt gehen

Normalerweise gelten Schlafkrämpfe als normal und stellen keinen Krankheitsfall dar, wenn sie sporadisch und ohne gesundheitliche Schäden auftreten.

Wenn sie jedoch häufig und die ganze Nacht über auftreten, können sie auf das Vorliegen einer Schlafstörung hinweisen, beispielsweise auf einen übermäßigen nächtlichen Myoklonus, bei dem Krämpfe die Schlafqualität beeinträchtigen und tagsüber zu Müdigkeit führen.

Darüber hinaus ist es wichtig, einen Neurologen aufzusuchen, wenn die Krämpfe im Schlaf von anderen Symptomen wie geistiger Verwirrung, Ohnmacht oder unwillkürlichen Bewegungen begleitet werden, selbst wenn die Person wach ist.