Bei der saisonalen Depression handelt es sich um eine Form der Depression, die mit dem Klimawandel zusammenhängt. Sie tritt häufiger in der kälteren Jahreszeit auf und verursacht beispielsweise Symptome wie Traurigkeit, Aufmerksamkeitsschwierigkeiten, Appetitveränderungen und Müdigkeit.
Die Ursache der saisonalen Depression, auch saisonale affektive Störung oder Winterdepression genannt, ist nicht vollständig bekannt, sie scheint jedoch mit einer geringeren Sonneneinstrahlung zusammenzuhängen, was zu Veränderungen im Serotonin- und Melatoninspiegel führt, die den Tageszyklus regulieren.
Die Behandlung der saisonalen Depression wird von einem Psychiater durchgeführt und umfasst im Allgemeinen Psychotherapie, Phototherapie, Antidepressiva wie Sertralin, Citalopram oder Bupropion sowie natürliche Behandlung.
Inhaltsverzeichnis
Symptome einer saisonalen Depression
Die Hauptsymptome einer saisonalen Depression oder Winterdepression sind:
- Häufiges Gefühl der Traurigkeit;
- Ermüdung;
- Verlust des Interesses an Aktivitäten, die Freude bereiteten;
- Appetitveränderung mit größerem Verlangen nach Kohlenhydraten und Süßigkeiten;
- Erhöhung do sono;
- Angst, Reizbarkeit oder Unruhe;
- Verminderte soziale Beziehungen oder soziale Isolation;
Menschen mit saisonaler Depression können außerdem unter verminderter Libido, Gewichtsveränderungen, Schuld- und Wertlosigkeitsgefühlen, Konzentrations- oder Aufmerksamkeitsschwierigkeiten sowie Todes- oder Selbstmordgedanken leiden.
Die Symptome einer saisonalen Depression variieren von Person zu Person und nehmen tendenziell ab, wenn der Winter zu Ende geht und die Sonneneinstrahlung zunimmt.
Bei manchen Menschen kann es auch im Frühjahr oder Sommer zu einer saisonalen Depression kommen, die Symptome wie Schlaflosigkeit, Angstzustände, Unruhe, Reizbarkeit, aggressives Verhalten, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust verursacht.
So bestätigen Sie die Diagnose
Die Diagnose einer saisonalen Depression wird von einem Psychiater oder Psychologen anhand der Beurteilung der auftretenden Symptome und der Krankengeschichte der Person gestellt.
Vereinbaren Sie einen Termin mit dem Psychiater in der Region, die Ihnen am nächsten liegt, wenn Sie Ihr Risiko für eine saisonale Depression bestätigen möchten:
Um die Diagnose zu bestätigen, kann der Arzt Fragebögen wie den Fragebogen zur saisonalen Musterbewertung und den Fragebogen zur saisonalen Gesundheit ausfüllen, die dabei helfen, saisonale Depressionen von anderen Erkrankungen wie Depressionen und bipolaren Störungen zu unterscheiden.
Mögliche Ursachen
Die Ursache der saisonalen affektiven Störung ist noch nicht vollständig geklärt, sie wird jedoch typischerweise mit einer verminderten Sonneneinstrahlung in Verbindung gebracht.
Daher sind einige Faktoren, die mit dieser Erkrankung zusammenhängen:
- Abnahme von Noradrenalin, Dopamin und Serotonin, die Neurotransmitter sind, die mit dem zirkadianen Zyklus, der Stimmung und der Schlafregulation zusammenhängen und durch Sonneneinstrahlung beeinflusst werden;
- Veränderungen des Melatoninspiegels, verursacht durch saisonale Veränderungen, die Schlaf und Stimmung verändern können;
- Familienanamnese mit saisonaler Depression;
- Leben an sehr dunklen und kalten Orten.
Andere Risikofaktoren können ebenfalls mit einer saisonalen affektiven Störung in Zusammenhang stehen, wie zum Beispiel die Arbeit an geschlosseneren und dunkleren Orten, eine persönliche Vorgeschichte von Depressionen oder einer bipolaren Störung, insbesondere einer bipolaren Störung vom Typ 2.
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Wie die Behandlung durchgeführt wird
Zu den indizierten Behandlungen der saisonalen Depression gehören:
1. Phototherapie
Bei der Phototherapie handelt es sich um eine Behandlung, die darin besteht, die Person mit hellem Licht zu bestrahlen und so die Sonneneinstrahlung zu ersetzen. Diese Behandlung wird dringend empfohlen und muss manchmal in Verbindung mit Medikamenten angewendet werden.
Die Phototherapie wird in Krankenhäusern und Spezialkliniken durchgeführt, wobei die sitzende oder liegende Person etwa 30 bis 45 Minuten lang helles Licht auf die Haut erhält. Erfahren Sie mehr darüber, wie eine Phototherapie durchgeführt wird.
Allerdings können bei der Phototherapie einige Nebenwirkungen beobachtet werden: Augenreizungen, Unruhe und Kopfschmerzen.
2. Psychotherapie
Psychotherapie kann bei der Behandlung saisonaler affektiver Störungen hilfreich sein. Sie wird von einem Psychologen durchgeführt und konzentriert sich auf die Entwicklung von Stimmung und Verhalten.
Eine solche Behandlung kann mit psychodynamischen Ansätzen erfolgen, etwa der Psychoanalyse oder der Verhaltenspsychologie, etwa der kognitiven Verhaltenstherapie oder der Verhaltensanalyse.
Psychotherapiesitzungen können je nach Empfehlung des Psychologen einzeln oder in Gruppen stattfinden. Es können Reflexionsübungen durchgeführt werden, um negative Gefühle zu erkennen, und Atemübungen, um die Entspannung zu fördern.
3. Medikamente
Antidepressiva wie Bupropion, Citalopram, Sertralin oder Paroxetin können von Ihrem Arzt zur Behandlung einer saisonalen Depression verschrieben werden, da sie dazu beitragen, den Serotoninspiegel im Gehirn zu erhöhen und dadurch die Symptome einer saisonalen Depression zu lindern.
Darüber hinaus kann der Arzt auch eine Vitamin-D-Ergänzung verschreiben, um den Vitamin-D-Spiegel im Blut zu regulieren.
4. Natürliche Behandlung
Zu den natürlichen Behandlungen, die eine medizinische Behandlung ergänzen können, gehören das Öffnen von Fenstern und Vorhängen tagsüber, das Sitzen am Fenster, um mit den Sonnenstrahlen in Kontakt zu bleiben, Aktivitäten im Freien und eine gesunde, Vitamin D-reiche Ernährung.
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Einige Hausmittel, die die Behandlung dieser Erkrankung ergänzen können, sind: Johanniskraut,Rhodiola roseaoder Kava-Kava. Diese Heilpflanzen sind in Form von Tees und Kapseln erhältlich.

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