Ramipril: wofür es ist, wie man es einnimmt und welche Nebenwirkungen es hat

Ramipril ist ein blutdrucksenkendes Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Nephropathie oder zur Vorbeugung von Herzinfarkt, Schlaganfall oder dem Risiko des Todes durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit Diabetes.

Dieses Arzneimittel ist in Form von 5-mg-Tabletten, als Generikum oder unter dem Handelsnamen Naprix erhältlich und kann mit anderen Substanzen wie beispielsweise Amlodipin oder Hydrochlorothiazid in Verbindung gebracht werden.

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Ramipril sollte nur auf Empfehlung eines Kardiologen und regelmäßiger ärztlicher Konsultationen zur Beurteilung des Blutdrucks, der Wirksamkeit der Behandlung und des Auftretens von Nebenwirkungen angewendet werden.

Wozu dient es?

Ramipril ist angezeigt zur Behandlung von:

  • Bluthochdruck;
  • Herzinsuffizienz;
  • Nach einem Herzinfarkt, um die Sterblichkeit zu senken;
  • Glomeruläre Nephropathie.

 Darüber hinaus kann Ramipril angezeigt sein, um eine Verschlechterung einer Mikroalbuminurie oder Nephropathie zu verhindern.

Ramipril kann auch zur Vorbeugung von Herzinfarkten, Schlaganfällen oder dem Sterberisiko bei Diabetikern eingesetzt werden, wodurch die Notwendigkeit einer Revaskularisierungsoperation verringert wird.

Wie ist es einzunehmen?

Ramipril sollte oral mit einem Glas Wasser vor, während oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden.

Ramipril 5 mg

Die 5-mg-Ramipril-Tablette ist nur für Erwachsene geeignet und die Dosis variiert je nach der zu behandelnden Erkrankung:

Anzeige Dosierung (Dosis)
Bluthochdruck

2,5 mg Ramipril einmal täglich als Anfangsdosis.

Nach 2 bis 3 Behandlungswochen kann der Arzt die Dosis auf 1 Tablette Ramipril 5 mg einmal täglich erhöhen.

Die Höchstdosis sollte 10 mg Ramipril pro Tag nicht überschreiten.

Herzinsuffizienz

1,25 mg Ramipril einmal täglich als Anfangsdosis.

Diese Dosis kann vom Arzt je nach Ansprechen auf die Behandlung im Abstand von 1 bis 2 Wochen erhöht werden.

Die Höchstdosis beträgt 10 mg Ramipril pro Tag.

Nach einem Myokardinfarkt

5 mg Ramipril pro Tag, aufgeteilt in 2 Dosen zu je 2,5 mg, morgens und abends eingenommen.

Diese Dosis kann vom Arzt je nach Verträglichkeit und Ansprechen auf die Behandlung erhöht oder verringert werden.

Die maximale Tagesdosis beträgt 10 mg Ramipril.

Nephropathie

1,25 mg Ramipril einmal täglich als Anfangsdosis.

Die Dosis kann vom Arzt auf maximal 5 mg pro Tag erhöht werden.

Zur Vorbeugung von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Todesgefahr bei Diabetikern oder Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen beträgt die Anfangsdosis 2,5 mg Ramipril einmal täglich.

Mögliche Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Ramipril sind trockener Husten, Bronchitis, Sinusitis, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, schlechte Verdauung oder Durchfall.

Weitere Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Muskelschmerzen, orthostatische Hypotonie oder rote Flecken auf der Haut.

Darüber hinaus kann Ramipril schwere allergische Reaktionen, beispielsweise Anaphylaxie, Angioödeme oder Bronchospasmen, hervorrufen. 

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Wer sollte es nicht verwenden?

Ramipril sollte nicht von Kindern unter 18 Jahren, schwangeren oder stillenden Frauen oder Personen eingenommen werden, die gegen einen der Bestandteile der Tabletten allergisch sind.

Darüber hinaus sollte dieses Medikament nicht von Personen mit einer Verengung der Nierenarterie, einem Angioödem in der Vorgeschichte, orthostatischer Hypotonie oder hämodynamischer Instabilität angewendet werden.

Ramipril ist für Diabetiker oder Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Niereninsuffizienz, die Aliskiren einnehmen, kontraindiziert.

Dieses Arzneimittel sollte auch nicht von Personen angewendet werden, die ACE-Hemmer wie Losartan, Candesartan, Valsartan oder Olmesartan zur Behandlung der diabetischen Nephropathie einnehmen.