Polyhydramnion: Was es ist, wie man es erkennt, Ursachen und Behandlung

Was ist das:

Unter Polyhydramnion versteht man eine Vergrößerung des Fruchtwasservolumens, die in der Regel auf die erhöhte Produktion dieser Flüssigkeit, als Folge von Schwangerschaftsdiabetes oder auf die Unfähigkeit des Babys zurückzuführen ist, die Flüssigkeit in normalen Mengen aufzunehmen und zu schlucken.

In den meisten Fällen verschwindet das Polyhydramnion von selbst. Es ist jedoch wichtig, dass der Geburtshelfer eine morphologische Ultraschalluntersuchung durchführt, um zu beobachten, ob sich das Baby normal entwickelt, und zusätzlich das Gesamtvolumen des Fruchtwassers zu überprüfen. Wenn die Menge sehr hoch ist, kann der Arzt empfehlen, die Flüssigkeit abzulassen, um mögliche Risiken für Mutter oder Kind zu vermeiden.

So identifizieren Sie sich

Erhöhtes Fruchtwasser kann nur von einem Arzt durch Ultraschall bestätigt werden, allerdings kann die Frau einige Anzeichen und Symptome zeigen, die auf Polyhydramnion hinweisen können, wie zum Beispiel:

  • Bauchbeschwerden;
  • Schwierigkeiten beim Atmen;
  • Glatte und glänzende Haut im Bauchbereich;
  • Schwellung im Unterbauch.

Darüber hinaus kann es für den Arzt bei einer körperlichen Untersuchung schwierig sein, den Fötus zu ertasten, und es kann auch schwierig sein, den Herzschlag des Fötus zu hören.

Sobald festgestellt wird, dass das Fruchtwasser erhöht ist, muss der Arzt das Gesamtvolumen der Flüssigkeit und die Schwere der Symptome beurteilen, außerdem eine morphologische Ultraschalluntersuchung durchführen, um die Merkmale des Babys zu beurteilen, und Tests anfordern, um das Vorliegen von Schwangerschaftsdiabetes festzustellen.

Hauptursachen

Eine erhöhte Fruchtwassermenge kann aufgrund von Situationen im Zusammenhang mit der Frau oder dem Baby auftreten, die zu einer stärkeren Flüssigkeitsproduktion oder einer veränderten Flüssigkeitsaufnahme des Babys führen. Daher sind die Hauptursachen für Polyhydramnion:

  • Schwangerschaftsdiabetes:Der Anstieg der Zuckermenge im Blut der schwangeren Frau führt dazu, dass das Baby mehr Urin produziert, wodurch sich die Menge an Fruchtwasser erhöht.
  • Magen-Darm-Probleme beim Baby:kann die Fähigkeit des Babys, Fruchtwasser aufzunehmen, verringern;
  • Anormales Wachstum von Blutgefäßen in der Plazenta:fördert eine übermäßige Produktion von Fruchtwasser;
  • Infektionen bei schwangeren Frauen oder Babyswie Röteln, Zytomegalievirus, Toxoplasmose oder Syphilis;
  • Chromosomenerkrankungenwie Down-Syndrom oder Edwards-Syndrom;
  • Fetale Fehlbildungen, wie Anenzephalie, Ösophagus- oder Zwölffingerdarmatresie, Zwerchfellhernie;
  • Fötale Anämie, bei der die Anzahl der roten Blutkörperchen und damit auch das Hämoglobin im Blut des sich entwickelnden Babys zunehmend abnimmt.

Der Anstieg des Fruchtwasservolumens ist zwischen der 34. und 36. Schwangerschaftswoche normal und nimmt mit zunehmender Entbindung zunehmend ab. Wenn das Fruchtwasser jedoch weiter ansteigt, ist es wichtig, den Geburtshelfer zu konsultieren, um die Notwendigkeit von Maßnahmen abzuschätzen.

Mögliche Komplikationen von Polyhydramnion

Der Anstieg des Fruchtwassers kann das Auftreten einiger Komplikationen während der Schwangerschaft begünstigen, wie z. B. übermäßiges Wachstum und Entwicklung des Fötus, Plazentalösung, Frühgeburt, verlängerte Wehen und Atembeschwerden bei Frauen.

Generell gilt: Je früher der Anstieg des Fruchtwassers während der Schwangerschaft auftritt und je schwerwiegender das Problem ist, desto größer ist das Risiko für Folgen.

Wie die Behandlung durchgeführt wird

Eine Behandlung bei erhöhtem Fruchtwasser ist in der Regel nicht erforderlich und es wird lediglich empfohlen, regelmäßige Termine beim Geburtshelfer wahrzunehmen, um die Menge des Fruchtwassers im Laufe der Zeit zu beurteilen. Wenn das Problem jedoch durch eine Krankheit wie Schwangerschaftsdiabetes verursacht wird, kann der Arzt eine Behandlung dieses Problems empfehlen, um die Produktion von Fruchtwasser zu kontrollieren.

In schwerwiegenderen Fällen, in denen der Anstieg des Fruchtwassers zu Atembeschwerden, starken Bauchschmerzen oder vorzeitigen Wehen führt, kann eine Ableitung des Fruchtwassers empfohlen werden. Dieses Verfahren wird als Amniodrainage bezeichnet. Dieses Verfahren ähnelt stark der Amniozentese, bei der eine dünne Nadel in den Bauch eingeführt wird, um überschüssiges Fruchtwasser aufzufangen. Verstehen Sie besser, wie eine Amniozentese durchgeführt wird.