Pica-Syndrom: Was es ist, Symptome, Ursachen und Behandlung

Das Pica-Syndrom ist eine Essstörung, die durch den Wunsch gekennzeichnet ist, Dinge zu essen, die keine Nahrung sind, wie zum Beispiel Steine, Kreide, Seife oder Erde.

Dieses Syndrom, auch Allotriophagie oder Picamalazie genannt, kann während der Schwangerschaft und bei Kindern auftreten und durch Ernährungsdefizite oder psychische Störungen verursacht werden.

Bei Verdacht auf ein Pica-Syndrom ist es wichtig, einen Allgemeinarzt aufzusuchen, um die Ursache des Syndroms zu ermitteln und die am besten geeignete Behandlung einzuleiten.

Symptome des Pica-Syndroms

Das Pica-Syndrom ist durch den anhaltenden Wunsch gekennzeichnet, Dinge zu essen, die keine Lebensmittel sind, wie zum Beispiel:

  • Erde, Ton oder Ton;
  • Eis, Seife, Papier;
  • Kreide, Talkum, Holzkohle, abblätternde Farbe;
  • Asche und verbrannte Streichhölzer;
  • Kaffeesatz;
  • Plastik.

Auch der Verzehr von Nahrungsmitteln, die nicht zum Verzehr geeignet sind, kann zu gesundheitlichen Problemen wie Magenschmerzen oder -beschwerden, Darmverschluss, Zahnschäden und sogar Ersticken führen.

Wie die Diagnose gestellt wird

Die Diagnose des Pica-Syndroms wird von einem Allgemeinmediziner oder Psychiater gestellt, der beurteilt, ob die Person über einen Zeitraum von mindestens einem Monat die anhaltende Angewohnheit hat, Dinge zu essen, die keine Lebensmittel sind.

Ihr Arzt kann auch Blutuntersuchungen anordnen, um mögliche Nährstoffmängel wie Eisen- oder Zinkmangel festzustellen.

Eine verhaltensbezogene oder psychologische Beurteilung kann ebenfalls angezeigt sein, mit dem Ziel, sich wiederholende Muster, emotionale Faktoren oder psychische Störungen zu identifizieren, die möglicherweise zum Verhalten beitragen.

Allerdings wird das Pica-Syndrom nur dann diagnostiziert, wenn das Verhalten, Dinge zu essen, die keine Lebensmittel sind, nicht für ihr Alter typisch ist, wie zum Beispiel bei kleinen Kindern, die Dinge in den Mund nehmen, oder wenn es nicht mit kulturellen oder religiösen Praktiken zusammenhängt.

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Mögliche Ursachen

Das Pica-Syndrom wird in der Regel durch einen Mangel an Nährstoffen wie Eisen, Zink und Kalzium verursacht und tritt häufig bei schwangeren Frauen und Kindern auf. 

Darüber hinaus kann dieses Syndrom auch mit psychischen Störungen wie Depression, Angstzuständen, Schizophrenie, Stress oder Zwangsstörungen in Verbindung gebracht werden, um mit emotionalem Leiden umzugehen.

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Pica-Syndrom in der Schwangerschaft

Das Pica-Syndrom während der Schwangerschaft muss so schnell wie möglich erkannt werden, da es im Allgemeinen darauf hinweist, dass die schwangere Frau nicht die notwendigen Nährstoffe erhält und das Risiko erhöht, dass das Baby mit niedrigem Geburtsgewicht, einer Frühgeburt oder mit kognitiven Veränderungen zur Welt kommt.

Darüber hinaus kann die Einnahme giftiger Substanzen die Plazenta passieren, das sich entwickelnde Baby beeinträchtigen, eine Fehlgeburt begünstigen oder sogar zum Tod des Fötus führen.

Wie ist die Behandlung?

Die Behandlung des Pica-Syndroms variiert je nach Ursache und kann Folgendes umfassen:

  • Vitamin- und Mineralstoffergänzung zur Korrektur von Nährstoffdefiziten, zusätzlich zu Ernährungsumstellungen unter Anleitung des Ernährungsberaters;
  • Verhaltenstherapie, bei der der Psychologe Techniken anwendet, die gesunde Gewohnheiten stärken und vom Verzehr ungenießbarer Dinge abhalten;
  • Einnahme von Medikamenten: Bei geistiger Behinderung oder Autismus kann der Arzt die Einnahme von Antipsychotika wie Risperidon und Olanzapin empfehlen, um Heißhungerattacken oder Verhaltensweisen zu reduzieren.

Menschen mit Pica-Syndrom sollten auch von Familienmitgliedern beaufsichtigt werden, um den Verzehr gefährlicher Gegenstände, wie beispielsweise mit Blei kontaminierter Materialien, zu vermeiden.

Allerdings kann das Pica-Syndrom bei manchen Menschen, insbesondere bei Kindern und schwangeren Frauen, von selbst verschwinden.