Niedriger Kreatininspiegel: Was es bedeutet, Symptome und was zu tun ist

Ein niedriger Kreatininspiegel kann ein Zeichen für Unterernährung, altersbedingten Verlust von Muskelmasse, Leberveränderungen oder Schwangerschaft sein. Im Allgemeinen verursacht ein niedriger Kreatininspiegel keine Anzeichen oder Symptome. Es ist jedoch wichtig, dass der Nephrologe konsultiert wird, damit andere Tests angezeigt sein können, um die Ursache des Kreatininabfalls zu ermitteln.

Kreatinin ist eine Substanz, die von den Muskeln und in geringerem Maße von der Leber produziert wird und hauptsächlich im Blut und im Urin nachgewiesen werden kann. Erfahren Sie mehr über Kreatinin.

Der Kreatinin-Referenzwert variiert je nach Alter der Person und gilt als niedrig, wenn er bei erwachsenen Frauen unter 0,60 mg/dl und bei erwachsenen Männern unter 0,70 mg/dl liegt.

Hauptursachen

Die Hauptursachen für einen niedrigen Kreatininspiegel sind:

1. Unterernährung

Unterernährung ist eine der Hauptursachen für einen niedrigen Kreatininspiegel und hängt hauptsächlich mit einer unzureichenden Aufnahme oder Absorption von Nährstoffen zusammen, die direkt die Bildung von Muskelmasse beeinträchtigt, die hauptsächlich für die Bildung von Kreatinin verantwortlich ist. Bei Mangelernährung treten häufig Symptome wie übermäßige Müdigkeit, verminderte Körpertemperatur, Appetitlosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten auf. Schauen Sie sich andere Symptome einer Unterernährung an.

Was zu tun:Die Behandlung kann je nach Grad der Unterernährung variieren. In einigen Fällen kann der Arzt oder Ernährungsberater neben der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auch eine schrittweise Erhöhung der täglich aufgenommenen Kalorienmenge empfehlen.

2. Verlust von Muskelmasse

Auch der altersbedingte Rückgang der Muskelmasse und Muskelerkrankungen, wie zum Beispiel Dystrophie, können sich negativ auf die Kreatininmenge im Blut auswirken, zusätzlich zu Symptomen wie Muskelschwäche, Bewegungsschwierigkeiten und Muskelschmerzen.

Was zu tun:In diesem Fall ist es wichtig, dass sich die Person regelmäßig körperlich betätigt, um den Muskelaufbau zu unterstützen. Darüber hinaus kann ein Ernährungsberater in manchen Fällen die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln empfehlen, um dem Verlust von Muskelmasse vorzubeugen. Bei Muskelerkrankungen kann der Einsatz von Medikamenten angezeigt sein, die den Muskelabbau verlangsamen und die Symptome lindern.

3. Leberprobleme

Da die Leber auch für die Produktion von Kreatinin verantwortlich ist, können krankheitsbedingte Veränderungen in der Leberfunktion dazu führen, dass die Konzentration des zirkulierenden Kreatinins abnimmt, was beispielsweise zu Symptomen wie Blähungen im Bauch, gelblicher Haut und übermäßiger Müdigkeit führen kann. Erfahren Sie, wie Sie die Symptome von Leberproblemen erkennen.

Was zu tun:Es ist wichtig, dass der Arzt konsultiert wird, damit Tests angeordnet werden können, die dabei helfen, die Veränderung in der Leber zu identifizieren, die für die Symptome und den Rückgang des Kreatinins verantwortlich ist.

4. Schwangerschaft

Häufig kommt es während der Schwangerschaft zu einer stärkeren Flüssigkeitsansammlung und Nährstoffdefiziten, sodass auch ein Absinken des Kreatininspiegels im Blut zu beobachten ist.

Was zu tun:Es wird empfohlen, den Geburtshelfer zu konsultieren, um den Ernährungszustand der Frau beurteilen und so die Notwendigkeit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Multivitaminen beurteilen zu können. Darüber hinaus ist es wichtig, sich körperlich zu betätigen, um den Verlust von Muskelmasse zu vermeiden und die Ausscheidung von im Körper angesammelter Flüssigkeit zu fördern.

Symptome eines niedrigen Kreatininspiegels

Im Allgemeinen verursacht ein niedriger Kreatininspiegel keine Anzeichen oder Symptome und wird nur durch eine Blutuntersuchung festgestellt. Abhängig von der Ursache des Rückgangs des Kreatininspiegels ist es jedoch möglich, das Auftreten einiger Symptome zu bemerken, wie zum Beispiel Schwäche und übermäßige Müdigkeit, Muskelschmerzen, Bauchschmerzen und Blähungen.

Bei Anzeichen und Symptomen ist es wichtig, dass der Hausarzt konsultiert wird, damit der Kreatininspiegel gemessen und andere Tests durchgeführt werden können, um die Ursache der Symptome zu ermitteln und so die am besten geeignete Behandlung einzuleiten.

Wie erkennt man, ob der Wert niedrig ist?

Zur Beurteilung des Kreatininspiegels empfiehlt der Arzt eine Blutuntersuchung. Die Referenzwerte können je nach Alter und Labor variieren und gelten als niedrig, wenn die Kreatininkonzentration:

  • Neugeborene:weniger als 0,60 mg/dl;
  • Babys zwischen 1 und 6 Monaten: weniger als 0,40 mg/dL;
  • Kinder und Jugendliche (1 bis 18 Jahre): weniger als 0,40 mg/dl;
  • Erwachsene Frauen: weniger als 0,60 mg/dl;
  • Erwachsene Männer: weniger als 0,70 mg/dL.

In manchen Fällen kann der Arzt auch einen 24-Stunden-Urintest empfehlen, um die Menge an Kreatinin zu bestimmen, die im Laufe des Tages im Urin freigesetzt wird. Erfahren Sie mehr über den 24-Stunden-Urintest.

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Wenn sich ein niedriger Kreatininspiegel bestätigt, empfiehlt der Arzt möglicherweise die Durchführung weiterer Tests, um die Ursache für den Kreatininabfall zu ermitteln und so die beste Behandlung zu empfehlen.