Neurotransmitter: Was sie sind, Haupttypen und Funktionen

Was sind

Neurotransmitter sind Substanzen, die von Neuronen produziert und freigesetzt werden und die Kommunikation zwischen verschiedenen Teilen des Nervensystems ermöglichen. Sie regulieren Körperfunktionen wie Lernen, Emotionen und Bewegungen.  

Obwohl der Neurotransmitterspiegel im Gehirn ständig schwankt, kann ein Überschuss oder Mangel an Neurotransmittern Krankheiten wie Angstzustände, Depressionen, ADHS, Epilepsie und Parkinson verursachen. 

Wenn Sie Erkrankungen vermuten, die durch ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter verursacht werden, wird empfohlen, einen Neurologen oder Psychiater aufzusuchen. Zur Bestätigung der Diagnose können auch Tests wie ein Elektroenzephalogramm oder eine Elektroneuromyographie angezeigt sein.

Wichtigste Neurotransmitter

Die wichtigsten Neurotransmitter sind:

  • Acetylcholin:ist an der Steuerung von Bewegungen und Funktionen wie der Steuerung von Herzfrequenz und Blutdruck beteiligt;
  • Noradrenalin:es hängt zum Beispiel mit Stress, Schlaf und Aufmerksamkeit zusammen;
  • Serotonin:Es reguliert die Aktivität von Neuronen und beeinflusst beispielsweise auch die Funktion von Darm, Blase und Herz. 
  • Dopamin:beteiligt sich an Funktionen wie Lernen, Bewegungskontrolle und Organisation von Informationen im Gedächtnis;
  • Glutamat:Es ist der wichtigste erregende Neurotransmitter im Gehirn und spielt eine wichtige Rolle bei der Plastizität des Nervensystems.
  • Gamma-Aminobuttersäure oder GABA:ist einer der wichtigsten hemmenden Neurotransmitter, der im Gehirn wirkt; 
  • Glyzinien:ist ein weiterer hemmender Neurotransmitter, kommt aber vor allem im Rückenmark vor;
  • Endorphin:Es hängt mit dem Gefühl von Vergnügen und Linderung von Schmerzen zusammen.

Der Neurotransmitterspiegel variiert normalerweise entsprechend den Reizen, die das Gehirn von verschiedenen Körperteilen erhält. Es besteht jedoch ein Gleichgewicht, das es dem Körper ermöglicht, richtig zu funktionieren.

Was ist der Glücks-Neurotransmitter?

Serotonin ist das „Glückshormon“, das so genannt wird, weil sein Spiegel im Gehirn Empfindungen wie Zufriedenheit, Glück und Optimismus reguliert. Daher kommt es beispielsweise bei Depressionen häufig zu einem niedrigen Serotoninspiegel. Verstehen Sie besser, wofür Serotonin ist.

Funktionen im Körper

Neurotransmitter regulieren Funktionen im Körper, wie zum Beispiel:

  • Gehirnentwicklung, vor der Geburt;
  • Ausbildung, da es wichtig ist, die Aufmerksamkeit zu regulieren und beispielsweise die Organisation von Informationen und das Auswendiglernen zu ermöglichen;
  • Kontrolle von Emotionen und Stimmung, wie Traurigkeit und Glück;
  • Bewegungssteuerung, sodass es beispielsweise durchgeführt werden kann;
  • Organfunktion, wie Herz, Darm und Blase;
  • Empfindungen, wie Schmerz, Schlaf, Hunger und Vergnügen.

Darüber hinaus sind Neurotransmitter wichtig für die Übertragung von Nervenimpulsen, die die Kommunikation zwischen verschiedenen Teilen des Nervensystems ermöglichen.

Arten von Neurotransmittern

Entsprechend ihrer Wirkung lassen sich Neurotransmitter in folgende Gruppen einteilen:

Aufregend

Erregende Neurotransmitter stimulieren die Funktion der Zellen, mit denen sie interagieren. Beispiele hierfür sind Glutamat und Acetylcholin.

Hemmend

Hemmende Neurotransmitter wirken, indem sie die Funktion der Zellen hemmen, die sie aufnehmen, wobei Gamma-Aminobuttersäure und Glycin die wichtigsten Beispiele für hemmende Neurotransmitter sind.

Krankheiten, die durch Veränderungen der Neurotransmitter verursacht werden

Einige häufige Krankheiten, die durch ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter verursacht werden, sind:

  • Epilepsie;
  • ADHS;
  • Depression;
  • Angst;
  • Schlaflosigkeit.

Darüber hinaus kann ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter auch andere Krankheiten verursachen, wie zum Beispiel Parkinson, Alzheimer, Schizophrenie und Psychosen, und es ist wichtig, bei Verdacht einen Neurologen oder Psychiater aufzusuchen.