Möbius-Syndrom: Was es ist, Symptome und Behandlung

Was ist das:

Das Möbius-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, bei der es zu einer Schwäche oder Lähmung einiger Hirnnerven, insbesondere der Paare VI und VII, kommt und die kurz nach der Geburt oder während der Entwicklung des Kindes festgestellt werden kann. Aufgrund von Veränderungen der Hirnnerven kann das Kind daher Schwierigkeiten oder Unfähigkeit haben, die Gesichts- und Augenmuskeln richtig zu bewegen, was die Ausführung von Gesichtsausdrücken erschwert.

Diese Art von Störung hat keine spezifische Ursache und scheint auf eine Mutation während der Schwangerschaft zurückzuführen zu sein, was bedeutet, dass das Kind mit diesen Schwierigkeiten geboren wird. Darüber hinaus handelt es sich nicht um eine fortschreitende Krankheit, was bedeutet, dass sie sich mit der Zeit nicht verschlimmert. Daher ist es üblich, dass Kinder bereits in jungen Jahren lernen, mit ihren Behinderungen umzugehen und ein völlig normales Leben führen zu können.

Obwohl es keine Heilung für diese Störung gibt, können ihre Anzeichen und Komplikationen mit einem multidisziplinären Team behandelt werden, um dem Kind zu helfen, sich an Hindernisse zu gewöhnen, bis es Unabhängigkeit entwickelt.

Hauptsymptome

Die Hauptsymptome und Merkmale des Möbius-Syndroms sind:

  • Schwierigkeiten beim Lächeln, Stirnrunzeln oder Hochziehen der Augenbrauen;
  • Abnormale Augenbewegungen;
  • Schwierigkeiten beim Schlucken, Kauen, Stillen oder beim Erzeugen von Geräuschen;
  • Unfähigkeit, Gesichtsausdrücke wiederzugeben;
  • Fehlbildungen im Mundbereich, wie zum Beispiel eine Lippen- oder Gaumenspalte.

Darüber hinaus können mit diesem Syndrom geborene Kinder noch einige typische Gesichtsmerkmale aufweisen, wie z. B. ein kleineres Kinn als normal, einen kleinen Mund, eine kurze Zunge und eine Zahnfehlstellung. In einigen Fällen kann das Möbius-Syndrom neben dem Gesicht auch die Brust- oder Armmuskulatur betreffen.

Die Symptome und Merkmale des Moebius-Syndroms können von Kind zu Kind unterschiedlich sein, je nachdem, welche Hirnnerven betroffen sind.

So bestätigen Sie die Diagnose

Es gibt keine Tests oder Untersuchungen, die das Möbius-Syndrom bestätigen könnten. Der Kinderarzt kann jedoch anhand der Merkmale und Anzeichen des Kindes zu dieser Diagnose gelangen.

Darüber hinaus können weitere Tests durchgeführt werden, allerdings nur zum Screening auf andere Krankheiten, die möglicherweise ähnliche Merkmale aufweisen, wie beispielsweise eine Gesichtslähmung.

Wie die Behandlung durchgeführt wird

Die Behandlung des Möbius-Syndroms muss immer an die spezifischen Merkmale und Veränderungen jedes Kindes angepasst werden. Daher ist es häufig erforderlich, mit einem multidisziplinären Team zusammenzuarbeiten, das Fachkräfte wie Neuropädiater, Logopäden, Chirurgen, Psychologen, Ergotherapeuten und sogar Ernährungsberater umfasst, um auf alle Bedürfnisse des Kindes eingehen zu können.

Wenn es beispielsweise große Schwierigkeiten gibt, die Muskeln im Gesicht zu bewegen, kann eine Operation empfohlen werden, bei der eine Nerventransplantation an einem anderen Körperteil durchgeführt wird, was einen Chirurgen erfordert. Um dem Kind bei der Bewältigung seiner Behinderung zu helfen, ist der Ergotherapeut sehr wichtig.