Milrinon: wofür es ist, wie man es verwendet und welche Nebenwirkungen es hat

Milrinon ist ein Arzneimittel, das in schweren Fällen von dekompensierter Herzinsuffizienz oder in Situationen mit niedrigem Herzzeitvolumen nach einer Herzoperation als Kurzzeitbehandlung indiziert ist.

Dieses Arzneimittel ist in Krankenhäusern nur als Generikum oder unter dem Handelsnamen Primacor erhältlich und enthält 1 mg/7 ml Milrinonlactat, das von einer Krankenschwester unter ärztlicher Aufsicht in die Vene appliziert wird.

Die Anwendung von Milrinon muss von einem Kardiologen geleitet, in einer Krankenhausumgebung und unter kontinuierlicher Überwachung erfolgen, um das Risiko von Nebenwirkungen wie arterieller Hypotonie und Thrombozytopenie zu verringern.

Wozu dient es?

Milrinon ist angezeigt in folgenden Fällen:

  • Schwere dekompensierte Herzinsuffizienz;
  • Geringe Herzleistung nach einer Herzoperation.

Milrinon soll die Pumpleistung des Herzens verbessern und die Durchblutung erleichtern, sollte jedoch zeitlich begrenzt und nur nach ärztlicher Beratung angewendet werden.

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Wie zu verwenden

Milrinon muss intravenös, also direkt in die Vene, von einer Krankenschwester in einer Krankenhausumgebung unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.

Vor der Anwendung wird das Arzneimittel in 0,45 %iger oder 0,9 %iger Kochsalzlösung oder 5 %iger Glucoselösung verdünnt. Nach der Zubereitung muss es innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden.

Die Anwendung beginnt mit einer Anfangsdosis, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion, die je nach Ansprechen der Person auf die Behandlung bis zu 5 Tage dauern kann.

Milrinon-Dosierung

Die empfohlenen Milrinondosen variieren je nach Alter, Gewicht und Infusionsmethode:

Alter

Anfangsdosis

Erhaltungsdosis

Erwachsene

50 µg pro kg Körpergewicht.

Es muss langsam über 10 Minuten verabreicht werden.

Von 0,375 bis 0,750 µg pro kg Körpergewicht und Minute.

Es muss als kontinuierliche Infusion über einen Zeitraum von 48 bis 72 Stunden verabreicht werden, die bis zu 5 Tage anhalten kann.

Kinder und Jugendliche

50 bis 75 µg pro kg Körpergewicht.

Die Verabreichung muss über 30 bis 60 Minuten erfolgen.

0,25 bis 0,75 µg pro kg Körpergewicht und Minute.

Die Verabreichung muss als Dauerinfusion innerhalb von 35 Stunden erfolgen.

Bei Nierenversagen muss die Milrinon-Dosis bei Erwachsenen angepasst werden, um eine Anreicherung der Substanz im Körper zu vermeiden und das Risiko von Nebenwirkungen zu erhöhen.

Vorsicht beim Gebrauch

Zu den Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung von Milrinon gehören:

  • Vermeiden Sie eine Verdünnung mit Natriumbicarbonat;
  • Vermeiden Sie andere Medikamente in derselben Infusionsleitung, wie z. B. Furosemid oder Bumetanid.
  • Überwachen Sie Vitalfunktionen wie Blutdruck und Herzfrequenz.

Während der Anwendung kann die Verabreichungsgeschwindigkeit entsprechend dem Ansprechen auf die Behandlung und der Nierenfunktion angepasst werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Milrinon sind Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck und unregelmäßiger Herzschlag, wie supraventrikuläre oder ventrikuläre Arrhythmien.

Andere, weniger häufige Nebenwirkungen sind Zittern, niedrige Kaliumkonzentration im Blut und Thrombozytopenie, insbesondere bei längeren Infusionen bei Kindern.

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Darüber hinaus können einige Auswirkungen schwerwiegender sein, wie z. B. kardiogener oder blutdrucksenkender Schock, schwerwiegende Arrhythmien und intrakranielle Blutungen. Verstehen Sie, was ein kardiogener Schock ist.

Wer sollte es nicht verwenden?

Die Anwendung von Milrinon ist bei Personen mit einer Allergie gegen Milrinonlaktat oder einen der Bestandteile der Injektion kontraindiziert.

Es sollte auch nicht bei Menschen mit schweren obstruktiven Herzerkrankungen, wie z. B. einer Verengung der Aorten- oder Pulmonalklappe, oder bei hypertropher Subaortenstenose angewendet werden.

Bei Kindern mit Nierenversagen sollte das Medikament vermieden werden, da die Ausscheidung beeinträchtigt sein kann und das Risiko von Nebenwirkungen steigt.

Darüber hinaus sollten schwangere Frauen und Neugeborene Milrinon nur nach sorgfältiger ärztlicher Abklärung anwenden, wobei der Nutzen der Behandlung und die Risiken von Herzveränderungen, Fehlbildungen des Fötus und Blutungen zu berücksichtigen sind.