Mikrotie: Was es ist, Eigenschaften, Ursachen und Behandlung

Mikrotie ist eine angeborene Fehlbildung des Außenohrs, die durch Veränderungen in der Form der Ohrmuschel gekennzeichnet ist, die ebenfalls klein ist oder, in schwerwiegenderen Fällen, gar nicht vorhanden ist, ein Zustand, der als Anotie bekannt ist.

Diese Änderung hat keine vollständig bekannte Ursache. Es kann jedoch mit Defekten im Innenohr einhergehen, die das Gehör schädigen und Teil von Syndromen sein, die in manchen Fällen auch die Knochen des Kopfes, der Nieren oder des Herzens betreffen.

Bei Verdacht auf Mikrotie empfiehlt sich die Konsultation eines HNO-Arzt. Die Behandlung muss von einem multidisziplinären Team durchgeführt werden und kann in einigen Fällen den Einsatz von Prothesen oder Ohrrekonstruktionsoperationen umfassen.

Hauptmerkmale

Die Hauptmerkmale von Mikrotien sind:

  • Kleines oder fehlendes Ohr;
  • Fehlbildung der Ohrstrukturen;
  • In einigen Fällen kann es zu Hörschwierigkeiten kommen.

Mikrotien sind normalerweise von Geburt an vorhanden und können manchmal auch mit Fehlbildungen von Organen wie Herz, Nieren oder Schädelknochen einhergehen, was zu Asymmetrien im Kopf und/oder im Gesicht führen kann.

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Diese Veränderung kann in manchen Fällen ein oder beide Ohren betreffen, wobei das rechte Ohr offenbar häufiger betroffen ist als das linke.

So bestätigen Sie die Diagnose

Die Diagnose einer Mikrotie wird von einem HNO-Arzt oder Allgemeinmediziner anhand der Merkmale des Ohrs der Person gestellt. Da es sich jedoch um eine angeborene Erkrankung handelt, wird die Diagnose häufig kurz nach der Geburt oder im Kindesalter von einem Kinderarzt gestellt.

Darüber hinaus können Mikrotien in manchen Fällen auch bereits während der Schwangerschaft, im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen, durch eine vom Arzt empfohlene Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Erfahren Sie mehr über Ultraschall während der Schwangerschaft.

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Der Arzt kann auch Tests wie eine Kopftomographie empfehlen, um die Strukturen im Ohr genauer zu beurteilen, und eine Audiometrie oder, bei Babys, den Ohrtest oder die BERA-Untersuchung, um das Gehör zu beurteilen. Verstehen Sie besser, was der Gehörtest ist.

Arten von Mikrotien

Mikrotien können je nach Grad der Ohrfehlbildung in 4 Typen eingeteilt werden, nämlich:

  • Typ I: Kleines Ohr, aber mit allen Teilen;
  • Typ II: Kleines Ohr mit offensichtlicher Fehlbildung oder dem Fehlen einiger Strukturen im Ohr;
  • Typ III: Nur Spuren von Ohrgewebe, keine Ähnlichkeit mit der Ohrmuschel;
  • Typ IV: Völliges Fehlen des Ohrs.

Diese Klassifizierung ist für plastische Chirurgen und HNO-Ärzte wichtig, um den Schweregrad der Mikrotie zu ermitteln und nach einer detaillierten Beurteilung die am besten geeignete Behandlung anzugeben.

Mögliche Ursachen

Die Ursache der Mikrotie ist nicht vollständig bekannt. Allerdings gibt es Faktoren, die diese angeborene Veränderung begünstigen können, wie zum Beispiel:

  • Fortgeschrittenes mütterliches Alter zum Zeitpunkt der Schwangerschaft, über 35 Jahre;
  • Mehrlingsschwangerschaft;
  • Diabetes vor der Schwangerschaft;
  • Rauchen oder Trinken alkoholischer Getränke während der Schwangerschaft;
  • Familiengeschichte von Mikrotie.

Darüber hinaus kann Mikrotie in einigen Fällen mit bestimmten genetischen Syndromen wie dem Goldenhar-, CHARGE- oder Treacher-Collins-Syndrom verbunden sein.

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Wie die Behandlung durchgeführt wird

Die Behandlung von Mikrotien muss von einem HNO-Arzt oder, wenn eine Operation angezeigt ist, von einem plastischen Chirurgen geleitet werden. In einigen Fällen kann es sich dabei um den Einsatz von Prothesen oder die Rekonstruktion des Ohrs mit einem Implantat handeln, das mit eigenem Gewebe der Person bedeckt ist.

Die regelmäßige Überwachung eines Kindes mit Mikrotie durch einen Arzt ist unerlässlich, damit eventuelle Hörprobleme frühzeitig erkannt und behandelt werden. Unbehandelt können sie die Sprachentwicklung beeinträchtigen.

Eine Ohrrekonstruktion wird normalerweise im Alter zwischen 4 und 10 Jahren durchgeführt. Da Mikrotien außerdem Teil von Syndromen sein können, die beispielsweise auch die Knochen des Kopfes oder des Herzens betreffen, kann der Arzt gegebenenfalls auch eine spezifische Behandlung für andere mögliche Veränderungen verordnen.