Methimazol: wozu es dient, wie man es einnimmt und welche Nebenwirkungen es hat

Methimazol ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Hyperthyreose, da es die übermäßige Produktion von Hormonen durch die Schilddrüse hemmen und so zur Kontrolle von Symptomen wie schnellem Gewichtsverlust, übermäßigem Schwitzen und Schlafstörungen beitragen kann.

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Dieses Arzneimittel ist in Form von 5-mg- und 10-mg-Tabletten, als Generikum oder unter dem Handelsnamen Tapazol erhältlich.

Methimazol, auch Thiamazol genannt, sollte auf Empfehlung eines Endokrinologen mit individueller Dosierung und in Übereinstimmung mit Blutuntersuchungen zur Beurteilung der Schilddrüsenhormone angewendet werden.

Wozu dient es?

Methimazol ist ein Medikament zur Behandlung von Hyperthyreose, da es die übermäßige Produktion der Hormone T3 und T4 durch die Schilddrüse kontrolliert.

Auf diese Weise trägt dieses Arzneimittel dazu bei, die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion wie schnellen Gewichtsverlust, übermäßiges Schwitzen, Schlafstörungen, Herzrasen und Nervosität zu lindern. Schauen Sie sich andere Symptome einer Hyperthyreose an.

Wie ist es einzunehmen?

Methimazol muss oral, auf nüchternen Magen oder zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Die empfohlene Dosis variiert je nach Alter und Grad der Hyperthyreose, darunter:

Alter

Dosierung (Dosis)

Erwachsene

– Leichte Hyperthyreose: Die Anfangsdosis beträgt 15 mg pro Tag;

– Mittelschwere Hyperthyreose: 30 bis 40 mg Methimazol pro Tag;

– Schwere Hyperthyreose: 60 mg Methimazol pro Tag.

Die Erhaltungsdosis beträgt normalerweise 5 bis 15 mg pro Tag.

Kinder

0,4 mg pro kg Körpergewicht und Tag als Anfangsdosis.

Die Erhaltungsdosis beträgt im Allgemeinen die Hälfte der Anfangsdosis.

Die Tagesdosis kann in einer Einzeldosis eingenommen oder alle 8 Stunden in drei gleiche Dosen aufgeteilt werden.

Die empfohlene Dosis und Behandlungsdauer müssen vom Endokrinologen angegeben werden, der nach Kontrolle der Symptome und des Hormonspiegels die Dosis auf eine Erhaltungsdosis anpassen kann.

Mögliche Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Methimazol sind Rötung und Juckreiz der Haut, Nesselsucht, Gelenkschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

Darüber hinaus können auch schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten, wie z. B. eine Abnahme der Anzahl weißer Blutkörperchen im Blut, ein erhöhtes Infektionsrisiko und Veränderungen der Leberfunktion, wie z. B. Gelbsucht.

In diesen Fällen ist es wichtig, dass der Arzt über die Nebenwirkungen aufgeklärt wird, damit die Möglichkeit einer Dosisänderung, Aussetzung oder Umstellung der Medikation beurteilt werden kann.

Wer sollte es nicht verwenden?

Methimazol sollte nicht von Personen eingenommen werden, die gegen diesen Stoff oder einen anderen Bestandteil der Formel allergisch sind.

Darüber hinaus sollte Methimazol nicht von Personen angewendet werden, bei denen es in der Vergangenheit zu einer durch dieses Arzneimittel verursachten Abnahme der weißen Blutkörperchen gekommen ist.

Bei Schwangeren, Kindern oder Menschen mit schwerwiegenden Leberproblemen sollte Methimazol nur nach ärztlicher Beratung angewendet werden.