McRoberts-Manöver

Was ist das McRoberts-Manöver?

Das McRoberts-Manöver ist eine Technik, die bei der vaginalen Entbindung angewendet wird, wenn die Schultern Ihres Babys in Ihrem Becken stecken bleiben (Schulterdystokie). In diesem Fall kann Ihr Baby den Geburtskanal nicht vollständig passieren. Dieses Manöver ist oft der erste Schritt, den Ihr Gesundheitsteam versuchen wird, um mehr Platz für die Entbindung zu schaffen.

Während des Manövers beugt Ihr Entbindungsteam Ihre Oberschenkel fest in Richtung Bauch. Diese Bewegung dreht Ihr Becken und erweitert den Raum an Ihrem Steißbein (Kreuzbein). Dadurch kann die Schulter Ihres Babys entlastet werden. Normalerweise sind zwei Anbieter und die Unterstützung des Lieferteams erforderlich, um das Manöver abzuschließen.

Behandlungsdetails

Was passiert beim McRoberts-Manöver?

Es beginnt mit der Überprüfung Ihres Beckens und der Position des Babys, um eine Schulterdystokie zu bestätigen. Ihr Geburtshelfer wird eine Schulterdystokie diagnostizieren, wenn:

  • Sie haben den Kopf Ihres Babys zur Welt gebracht, aber der Rest des Körpers befindet sich noch im Geburtskanal
  • Es ist mindestens eine Minute her, seit der Kopf des Babys ohne den Rest seines Körpers aufgetaucht ist

Während des McRoberts-Manövers beugt Ihr Entbindungsteam Ihre Oberschenkel fest in Richtung Ihres Bauches und verlagert gleichzeitig Ihre Hüften nach außen, wodurch eine V-Position entsteht. Diese Position hilft, Ihre Schambeinfuge um etwa 2 Zentimeter nach oben zu bewegen. Es hilft auch, Ihren Beckenausgang zu erweitern.

In dieser Position kann sich die Schulter Ihres Babys von hinten nach vorne drehen und unter Ihrem Becken hervorgleiten. Es ist am effektivsten, wenn es während einer Wehe oder in Kombination mit suprapubischem Druck durchgeführt wird. Dabei üben Ihre Betreuer sanften Druck über Ihrem Schambein aus, um die Schulter Ihres Babys zu lösen.

Was sind die potenziellen Vorteile und Risiken?

Die Vorteile eines erfolgreichen McRoberts-Manövers sind:

  • Eine vaginale Entbindung kann fortgesetzt werden
  • Sie vermeiden Komplikationen einer Schulterdystokie, wie Nacken- oder Wirbelsäulenverletzungen, Knochenbrüche und Sauerstoffmangel
  • Geringeres Risiko, dass ein Kaiserschnitt oder eine Episiotomie erforderlich ist

Mögliche Risiken des McRoberts-Manövers sind:

  • Trennung Ihres Beckens
  • Neuropathie in Ihren unteren Gliedmaßen

Erholung und Ausblick

Wie effektiv ist das McRoberts-Manöver?

Das McRoberts-Manöver funktioniert allein in etwa 42 % der Fälle, der Erfolg steigt jedoch auf 95 %, wenn es mit suprapubischem Druck oder der Entbindung des hinteren Arms zuerst kombiniert wird. Wenn diese Manöver erfolgreich sind, kann Ihr Baby weiterhin durch Ihre Vagina geboren werden.

Weitere häufig gestellte Fragen

Welche Alternativen gibt es zum McRoberts-Manöver bei Schulterdystokie?

Das McRoberts-Manöver ist in der Regel die erste Behandlung einer Schulterdystokie. Ihr Arzt wird in der Regel auch suprapubischen Druck anwenden. Andere Dinge, die sie tun können, sind:

  • Führen Sie zuerst den hinteren Arm (der Arm, der Ihrer Vagina am nächsten liegt) ein
  • Drehen Sie die Schulter Ihres Babys, indem Sie Druck auf die Vorderseite der hinteren Schulter ausüben
  • Drehen Sie die Schulter Ihres Babys wie einen Korkenzieher, indem Sie Druck hinter der vorderen (oberen) Schulter ausüben
  • Bewegen Sie sich auf Hände und Knie, um Ihr Becken zu weiten (Gaskin-Manöver)

Ihr Arzt empfiehlt möglicherweise eine Episiotomie, um Platz für die Durchführung dieser Manöver zu schaffen.

Eine Notiz von Swip Health

Während der Geburt können Dinge passieren, mit denen Sie nicht rechnen. Ein Beispiel ist, wenn die Schultern Ihres Babys nach der Geburt des Kopfes stecken bleiben. Dann könnte das McRoberts-Manöver ins Spiel kommen. Es handelt sich um eine einfache Positionsänderung, bei der Ihr Entbindungsteam Ihre Beine in Richtung Brust drückt, um die Verschiebung Ihres Beckens zu unterstützen. Dies kann Ihrem Baby den Raum geben, den es zum Durchkommen benötigt.

Es könnte sich im Moment etwas unangenehm anfühlen. Aber es ist schnell, sicher und effektiv. Und wenn es nicht sofort funktioniert, verfügt Ihr Pflegeteam über andere sichere Techniken.