Können Sie unordentlich sein und eine Zwangsstörung haben und sind Menschen mit Zwangsstörungen immer sauber?

Zwangsstörungen können als eine Form der Angststörung angesehen werden. Wenn Sie an einer Zwangsstörung leiden, haben Sie oft beunruhigende Gedanken, sogenannte Triebe. Es fällt Ihnen schwer, Ihre Gedanken zu kontrollieren. Sie haben ein großes Verlangen, einige typische Verhaltensweisen und Rituale zu wiederholen. Diese werden Zwänge genannt. (1)

Beispiele für Triebe sind Angst vor Keimen oder Angst vor Verletzungen. Zu den Zwängen gehören das Zählen Ihrer Händewaschen oder die Kontrolle der Sauberkeit. Bei einer Zwangsstörung verursachen Gedanken und sich wiederholendes Verhalten Stress und behindern Ihr tägliches Leben.

Forscher glauben, dass es Gehirngewebe gibt, das bei Menschen mit Zwangsstörungen nicht richtig funktionieren kann. Oft geht es in Familien weiter. Die Symptome beginnen häufig bei Kindern oder Jugendlichen. Die Behandlung umfasst psychologische Therapie oder Medikamente oder beides. Eine Form der kognitiven Verhaltenstherapie hat sich bei der Behandlung von Zwangsstörungen als nützlich erwiesen.

Es wird häufig davon ausgegangen, dass eine Person mit Zwangsstörung ein sauberer, perfektionistischer und gut organisierter Mensch ist. Viele denken, dass Unordnung und Zwangsstörungen nicht Hand in Hand gehen. Die Wahrheit ist, dass Zwangsstörungen nichts mit Sauberkeit an sich zu tun haben.

Die meisten Menschen mit Zwangsstörungen haben ein unglaublich ungeordnetes Wohnumfeld. Für jemanden mit einer Zwangsstörung verzögert sich die Hygiene oder Reinigung oft durch das Bedürfnis nach Perfektion. Diese Personen warten normalerweise auf den idealen Moment, in dem sie ausreichend Zeit, Aufmerksamkeit und Motivation für eine gründliche Reinigung haben. Höchstwahrscheinlich kommt die Zeit nie, was zu mehr Chaos als normal führt.

Eine Person mit Zwangsstörungen putzt daher nicht unbedingt etwas, nur weil sie es aufgeräumt mag. Die zwanghafte Person ist überlastet mit Sorgen und Angst vor dem, was folgen könnte, wenn sie es nicht schafft, gründlich zu reinigen. (3)

Häufige Ursachen einer Zwangsstörung

Die häufigsten Ursachen einer Zwangsstörung sind:

  • Verändert die natürliche Struktur Ihres Körpers oder die Aktivitäten des Gehirns
  • Genetische Faktoren
  • Umweltfaktoren
  • Kopfverletzung
  • Infektion
  • Abnormale Funktionen in bestimmten Bereichen des Gehirns

Es kann andere Ursachen für eine Zwangsstörung geben, die weniger häufig vorkommen. Dazu kann gehören, dass man als Kind misshandelt wurde oder übermäßige Anspannung hatte. (4)

Risikofaktoren für Zwangsstörungen

Folgende Faktoren können die Wahrscheinlichkeit einer Zwangsstörung erhöhen:

  • Familiengeschichte
  • Stressige Lebensereignisse
  • Psychische Störung und andere psychologische Probleme (5)

Prävention von Zwangsstörungen

Nein, es ist nicht möglich, einer Zwangsstörung vorzubeugen, da es schwierig ist, ihren Ausbruch vorherzusagen und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, und meist auf genetische Faktoren zurückzuführen ist. (4)

Labortests und Verfahren zur Diagnose von Zwangsstörungen

Zur Erkennung einer Zwangsstörung kommen folgende Laboruntersuchungen und -verfahren zum Einsatz:

  • Körperliche Untersuchung: um andere Probleme zu überprüfen
  • Labortest: Komplettes Blutbild, Kontrolle der Schilddrüsenfunktion und Untersuchung auf Alkohol und Drogen
  • Psychologische Beurteilung: zur Beurteilung der Störung (4)

Probleme einer Zwangsstörung, wenn sie unbehandelt bleiben

Ja, die Zwangsstörung kann Komplikationen verursachen, wenn sie nicht behandelt wird. Folgende Komplikationen und Probleme können auftreten, wenn eine Zwangsstörung unbehandelt bleibt:

  • Kontaktdermatitis tritt häufig durch Händewaschen auf
  • Unfähigkeit, an beruflichen, schulischen oder sozialen Aktivitäten teilzunehmen
  • Gestörte Beziehungen
  • Schlechte Lebensqualität
  • Selbstmordgedanken und -verhalten

Verfahren zur Behandlung einer Zwangsstörung

Zur Behandlung von Zwangsstörungen kommen häufig folgende Verfahren zum Einsatz:

  • Kognitive Verhaltenstherapie: Symptome unter Kontrolle bringen
  • Expositions- und Reaktionsprävention: Helfen Sie dabei, gesunde Wege zum Umgang mit Angstzuständen zu erlernen
  • Chirurgie: um pathologische Symptome zu reduzieren

Selbstfürsorge bei Zwangsstörungen

Die folgenden Selbstpflegemaßnahmen oder Änderungen des Lebensstils können bei der Behandlung oder Behandlung einer Zwangsstörung hilfreich sein:

  • Achten Sie auf die Warnzeichen: Achten Sie darauf, was Sie tun sollten, wenn die Symptome erneut auftreten
  • Üben Sie Techniken zur Krankheitserkennung: Hilft bei der Identifizierung von Techniken und Fertigkeiten, die bei der Bewältigung von Symptomen helfen (6)

Symptome einer Zwangsstörung

Folgende Symptome weisen auf eine Zwangsstörung hin:

  • Angst vor Kontamination oder Schmutz
  • Die Dinge sollten angeordnet und symmetrisch sein
  • Aggressive oder beängstigende Gedanken darüber, sich selbst oder anderen zu schaden
  • Unerwünschte Gedanken, einschließlich Aggression oder sexuelle oder religiöse Themen
  • Untersuchung und reaktives Handeln
  • Stille Worte, stilles Beten zu oft
  • Augenzwinkern, Gesichtsausdruck, Schulter- und Kopfzucken
  • Wiederholtes Räuspern, Schnüffeln oder Grunzen (2)

Verweise: 

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