Beim Kompartmentsyndrom handelt es sich um einen erhöhten Druck in einem Körperteil, beispielsweise in Muskelgruppen, der die Durchblutung beeinträchtigt und eine Ischämie sowie Symptome wie starke Schmerzen, Schwellungen und Verhärtungen im betroffenen Bereich verursacht.
Typischerweise entsteht das Kompartmentsyndrom aufgrund von Brüchen und schweren Verletzungen wie Schnittwunden und starken Schlägen, es kann sich aber auch bei Gefäßthrombosen, Blutungen, dem Tragen fester Verbände und intensiver körperlicher Betätigung entwickeln.
Bei Verdacht auf ein Kompartmentsyndrom wird empfohlen, zur Untersuchung eine Notaufnahme aufzusuchen, insbesondere wenn sich die Symptome im Ruhezustand nicht bessern. Die Behandlung kann Physiotherapie, schmerzstillende Medikamente und in den schwerwiegendsten Fällen eine Operation umfassen.
Inhaltsverzeichnis
Hauptsymptome
Die Hauptsymptome des Kompartmentsyndroms sind:
- Schwellung des betroffenen Körperteils;
- Brennen, Spannungsgefühl, Verhärtung oder Kribbeln im Muskel;
- Starke Schmerzen in der Umgebung;
- Schwierigkeiten beim Bewegen des betroffenen Körperteils.
Typischerweise beginnen die Symptome beispielsweise einige Stunden nach Verletzungen, Schlägen oder Verbrennungen an Körperteilen, es kann jedoch bis zu 48 Stunden dauern, bis sie auftreten.
Wenn das Kompartmentsyndrom nicht richtig behandelt wird, kommt es darüber hinaus dazu, dass die Schmerzen, die zunächst möglicherweise nur beim Strecken des betroffenen Körperteils auftreten, dazu neigen, konstant zu werden und auch in Ruhe anzuhalten.
Wie die Diagnose gestellt wird
Die Diagnose eines Kompartmentsyndroms muss vom Arzt zunächst auf der Grundlage der Beurteilung der Anzeichen und Symptome der Person gestellt werden. Um die Diagnose zu sichern, muss der Arzt den Druck im betroffenen Körperkompartiment messen. Dies geschieht durch Einführen einer Nadel in den Bereich, an dem ein Manometer angebracht ist.
Vereinbaren Sie mit dem folgenden Tool einen Termin bei Ihrem nächstgelegenen Arzt, um die Möglichkeit eines Kompartmentsyndroms abzuklären und so die am besten geeignete Behandlung einzuleiten:
Mögliche Ursachen
Das Kompartmentsyndrom kann verursacht werden durch:
- Knochenbruch;
- Verbrennungen;
- Schwere Verletzungen, wie zum Beispiel starke Schläge und Schnitte;
- Gefäßthrombose;
- Blutung;
- Verwendung sehr fester Schienen und Bandagen;
- Intensive und sich wiederholende körperliche Übungen.
In diesen Fällen kann der Druck im betroffenen Körperteil ansteigen und die Blutzirkulation durch die dortigen Gefäße beeinträchtigen, was zu Ischämie und in den schwerwiegendsten Fällen zu Nekrose, also dem Absterben von Gewebe, führt. Sehen Sie sich die Symptome einer Nekrose an.
Arten des Kompartmentsyndroms
Das Kompartmentsyndrom kann in folgende Kategorien eingeteilt werden:
1. Akutes Kompartmentsyndrom
Vom akuten Kompartmentsyndrom spricht man, wenn sich der Druck im betroffenen Körperteil schnell aufbaut und häufiger nach Frakturen oder schweren Verletzungen auftritt.
Darüber hinaus verschlimmern sich die Symptome in der Regel schnell und bessern sich im Ruhezustand nicht, was bei unsachgemäßer Behandlung möglicherweise zu einer Nekrose des betroffenen Körperteils führen kann.
2. Chronisches Kompartmentsyndrom
Das chronische Kompartmentsyndrom tritt in der Regel aufgrund intensiver und wiederholter körperlicher Betätigung auf und tritt häufiger bei Sportlern, insbesondere Radfahrern und Läufern, auf.
In diesem Fall treten die Symptome tendenziell langsamer auf, verschlimmern sich bei anhaltender Muskelanstrengung und bessern sich im Ruhezustand rasch.
Wie die Behandlung durchgeführt wird
Die Behandlung des akuten Kompartmentsyndroms erfolgt in der Regel durch Fasziotomie, eine Operation, bei der Schnitte in die Haut vorgenommen werden, um den Druck zu lindern und die Durchblutung der Gefäße wiederherzustellen.
Einige Maßnahmen wie das Entfernen von Schienen oder festen Verbänden sowie das Halten des betroffenen Körperteils auf Herzhöhe sind ebenfalls wichtig. Darüber hinaus kann bei einer Nekrose aufgrund des hohen Infektionsrisikos auch eine Amputation des betroffenen Teils angezeigt sein.
Beim chronischen Kompartmentsyndrom kann die Behandlung mit Physiotherapie und entzündungshemmenden Medikamenten erfolgen und es wird empfohlen, Übungen zu vermeiden, die Symptome verursachen oder deren Intensität verringern. Wenn sich die Beschwerden nicht bessern, ist in der Regel eine Operation angezeigt.

Willkommen auf meiner Seite!Ich bin Dr. J. K. Hartmann, Facharzt für Schmerztherapie und ganzheitliche Gesundheit. Mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit chronischen Schmerzen, Verletzungen und gesundheitlichen Herausforderungen ist es mein Ziel, fundiertes medizinisches Wissen mit natürlichen Methoden zu verbinden.
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