Es ist Freitag, 17 Uhr, und in ein paar Stunden beginnt eine lange besprochene Kneipentour mit Freunden. Jemand hat ein paar Brauereien zum Ausprobieren vorgeschlagen. Eine trendige neue Bar stand neben einigen alten Favoriten ebenfalls auf der Pflichtliste.
Je mehr Sie an die unterhaltsame Nacht denken, die vor Ihnen liegt, desto klarer wird Ihnen, dass der nächste Morgen möglicherweise einen ziemlich bösen Kater mit sich bringt. Aber lässt sich dieses schreckliche Schicksal vermeiden, indem man sich ein Katerpflaster auf den Arm klebt?
Um die Antwort zu erhalten, wenden wir uns an den Apotheker Benjamin Witt, PharmD, MBA, BCPS.
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Katerpflaster?
Katerpflaster werden als Heilmittel gegen das Gefühl vermarktet, von einem Lastwagen angefahren zu werden, das nach einer durchzechten Nacht entstehen kann. Wie entsteht diese Magie? Im Grunde genommen, indem Sie die verbrauchten Nährstoffe Ihres Körpers über Ihre Haut wiederherstellen.
Bei den „Pflastern“ handelt es sich im Grunde genommen um Aufkleber, die mit gesunden Stoffen angereichert sind. Die Liste umfasst normalerweise B-Vitamine wie Thiamin (B1), Niacin (B3) und Cobalamin (B12) sowie eine Vielzahl anderer Nährstoffe, die Ihnen bei der Regeneration helfen.
Und alles, was Sie tun müssen, um eine gesunde Dosis dieser Güte zu erhalten, ist, den Aufkleber etwa eine Stunde vor dem Öffnen von Bier, Alkohol oder Wein auf Ihre Haut aufzutragen.
Ernsthaft. Das ist es.
Während Sie feiern und noch Stunden danach nimmt Ihre Haut angeblich Nährstoffe aus dem Pflaster auf. Diese kutane Übertragung soll einigen der eher negativen Auswirkungen von Alkohol auf Ihren Körper entgegenwirken.
Stellen Sie sich das Pflaster als Abschleifen der rauen Kanten eines Katers vor, um eine reibungslose Genesung zu ermöglichen. Nun die große Frage: Funktioniert es wirklich?
Prüfung der Ansprüche
Beginnen wir mit einer eindeutigen Tatsache: Alkoholkonsum – insbesondere zu viel Alkohol – entzieht Ihrem Körper Nährstoffe. Alkohol ist ein Diuretikum, das heißt, er regt zum Pinkeln an. Ihr Körper verbrennt eine Menge Ressourcen, während er den ganzen Alkohol verarbeitet.
„Das ist das einzig wahre Körnchen Wahrheit hinter den Behauptungen über Katerpflaster“, sagt Witt. „Wir wissen, dass Alkoholkonsum zu Vitaminmangel führen kann. Was unklar wird, ist die Art und Weise, wie diese Pflaster diesen Mangel beheben.“
Beispielsweise gibt es keine Hinweise darauf, dass Ihr Körper über ein Pflaster genügend Vitamine und Nährstoffe aufnimmt, um einen Kater aufzuhalten. „Es ist nicht etwas, das von der Wissenschaft unterstützt wurde“, bemerkt Witt.
Dabei handelt es sich nicht nur um die Verabreichungsmethode mit dem Pflaster: Es gibt auch keinen konkreten Beweis dafür, dass das Schlucken nährstoffreicher Multivitamine und Nahrungsergänzungsmittel Ihren Kater heilen oder verhindern kann.
Auch die Zufuhr von Nährstoffen über ein Pflaster oder eine Pille behebt nicht die problematische Dehydrierung, die als Folge des Alkoholkonsums auftritt. Es wird auch nichts dazu beitragen, Ihren Blutalkoholspiegel zu senken.
Wie können Unternehmen diese „Heilungsansprüche“ geltend machen? Nun, Katerpflaster seien keine regulierte Droge, bemerkt Witt. Und da es sich nicht um Medikamente handelt, muss das Produkt auch keine Wirksamkeitsstandards erfüllen.
Das hilft zu erklären, warum verschiedene Beete völlig unterschiedliche Nährstoffmischungen und Konzentrationen der Inhaltsstoffe aufweisen können. Bei der Erforschung von Pflastern fand Witt beispielsweise heraus, dass einige im Vergleich zu anderen fast zehnmal mehr bestimmte Vitamine enthalten. Das ist ein erheblicher Unterschied.
Bei einem Produkt wurde empfohlen, vor dem Trinken ein Pflaster anzubringen, der Benutzer kann jedoch auch gerne zwei oder drei aufklebenWirklichhatte vor, an diesem Abend kräftig zu feiern.
„Alles deutet darauf hin, dass dies nicht evidenzbasiert ist“, sagt Witt.
Können Katerpflaster Ihnen schaden?
Bezüglich der Verwendung der Patches besteht kein allzu großer Grund zur Sorge, Witt gibt jedoch einige Hinweise zur Vorsicht.
Wenn Sie ein Medikament einnehmen, gibt die Zutatenliste einiger Pflaster Anlass zur Sorge. Was auch immer in dem Pflaster enthalten ist, könnte schlechte Wechselwirkungen mit verschriebenen Medikamenten haben.
Der Kleber auf dem Pflaster könnte auch empfindliche Haut reizen, sagt Witt.
Aber was ist mit all den Patch-Testimonials?
Es ist leicht, Online-Testimonials zu finden, die Katerpflaster als aufklebbare Wundertäter bezeichnen. Witt vermutet, dass die positiven Bewertungen einen Placebo-Effekt darstellen – im Wesentlichen, dass sich Menschen besser fühlen, weil sie denken, dass sie sich besser fühlen sollten.
„Hinter diesen Pflastern steckt großartiges Marketing“, sagt Witt, „aber es gibt nicht viele tatsächliche Beweise für die Behauptungen.“
Und wenn Sie einen Kater wirklich vermeiden wollen, treffen Sie gute Entscheidungen und trinken Sie in Maßen.

Willkommen auf meiner Seite!Ich bin Dr. J. K. Hartmann, Facharzt für Schmerztherapie und ganzheitliche Gesundheit. Mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit chronischen Schmerzen, Verletzungen und gesundheitlichen Herausforderungen ist es mein Ziel, fundiertes medizinisches Wissen mit natürlichen Methoden zu verbinden.
Inspiriert von den Prinzipien von Swip Health teile ich regelmäßig hilfreiche Informationen, alltagsnahe Tipps und evidenzbasierte Ansätze zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität.
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