Das Hautkrebsrisiko für Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) ist überdurchschnittlich hoch, einfach weil sie an IBD leiden und auch aufgrund bestimmter Medikamente, die sie möglicherweise einnehmen.
Hautkrebs ist ein Problem der öffentlichen Gesundheit, insbesondere in sonnigeren Gegenden der Welt. In den Vereinigten Staaten ist die Rate an nicht-melanozytärem Hautkrebs gestiegen.
Die gute Nachricht ist, dass es viele Möglichkeiten gibt, die Sonneneinstrahlung zu begrenzen und das Hautkrebsrisiko zu verringern, z. B. die Verwendung von Sonnenschutzmitteln, das Tragen von UV-blockierender Kleidung, die Suche nach Schatten und vieles mehr.Die meisten Menschen, die an Hautkrebs erkranken, können sich behandeln lassen und schwere Komplikationen vermeiden, insbesondere wenn der Hautkrebs frühzeitig erkannt wird.
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Inhaltsverzeichnis
Wer bekommt Hautkrebs?
Menschen mit IBD haben ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs (Melanom und Nichtmelanom) zu erkranken. Eine große Metaanalyse zeigte, dass das Risiko bis zu 37 % betragen könnte.
Medikamente zur Behandlung von IBD können ebenfalls zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko beitragen. Untersuchungen zeigen:
- Die Einnahme von Medikamenten aus der Klasse der Thiopurine (wie Imuran und Purinethol) kann bei Menschen mit IBD das Risiko erhöhen, an nicht-melanozytärem Hautkrebs zu erkranken.
- Die Einnahme von Biologika (Remicade, Entyvio, Humira) kann Ihr Melanomrisiko erhöhen.
Wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen, ist es wichtig, das Hautkrebsrisiko sowie das Risiko unbehandelter Entzündungen und anderer mit IBD verbundener Symptome zu berücksichtigen. Eine Reizdarmerkrankung kann schwerwiegende Komplikationen im Darm und anderen Körperteilen verursachen.
Sprechen Sie mit Ihrem Gastroenterologen über Ihr Gesamtrisiko. Ein Dermatologe kann auch Empfehlungen zur Begrenzung der Sonneneinstrahlung geben und Ihr individuelles Risiko ermitteln.
Wie oft sollte ich mich untersuchen lassen?
Menschen mit IBD sollten sich in der Regel einmal im Jahr auf Hautkrebs untersuchen lassen.Für Personen, bei denen möglicherweise ein höheres Risiko besteht, kann eine häufigere Vorsorgeuntersuchung empfohlen werden.
Eine Studie zeigte, dass Menschen mit Morbus Crohn, die einmal im Jahr einer Vorsorgeuntersuchung unterzogen wurden, die kostengünstigste Möglichkeit zur Früherkennung und Behandlung von Hautkrebs darstellten.
Wenn Sie an IBD leiden, fragen Sie Ihren Arzt nach der Bedeutung der Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung und wie oft Sie untersucht werden sollten.
Begrenzung der Sonneneinstrahlung zur Vorbeugung
Da IBD Ihr Hautkrebsrisiko erhöhen kann, ist die Begrenzung der Sonnenexposition eine wichtige vorbeugende Maßnahme. Zu den Möglichkeiten, Ihre Sonneneinstrahlung einzuschränken, gehören:
- Sonnenschutzmittel:Die American Academy of Dermatology Association empfiehlt die tägliche Anwendung eines Breitband-Sonnenschutzmittels mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30 auf exponierter Haut – auch an bewölkten Tagen. Wenn Sie sich längere Zeit in der Sonne aufhalten, verwenden Sie am besten ein wasserfestes Produkt mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 und tragen Sie die Sonnencreme alle zwei Stunden erneut auf.
- Gesichtscremes oder Make-up:Viele Feuchtigkeitscremes oder Grundierungen verfügen über einen integrierten Lichtschutzfaktor, bieten jedoch möglicherweise keinen ausreichenden Schutz. Tragen Sie zur Sicherheit Sonnenschutzmittel unter Ihrem Make-up auf.
- Kleidung:Es gibt viele Arten von Kleidung mit integriertem Sonnenschutz – einige mit einem UV-Schutzfaktor (UPF) von bis zu 50. Im Alltag bieten dunkle, dicht gewebte Stoffe den größten Schutz. Das Tragen eines Hutes mit rundum breiter Krempe kann auch Ihr Gesicht und Ihren Nacken schützen.
- Regenschirme:Es ist ratsam, einen Sonnenschirm zu verwenden, um etwas Schatten zu spenden, insbesondere am Strand oder am Pool.
- Drinnen bleiben:Bleiben Sie während der Haupt-UV-Stunden drinnen oder suchen Sie Schatten. Die Stunden können variieren, aber im Allgemeinen gilt: Halten Sie sich zwischen 10 und 14 Uhr von der Sonne fern oder verwenden Sie einen guten Sonnenschutz. wird empfohlen.Auch die Überprüfung des UV-Index in einer Wetter-App ist hilfreich, um die UV-Exposition an einem bestimmten Tag oder zu einer bestimmten Uhrzeit zu kennen.
Brauche ich Sonne für Vitamin D?
Ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel im Blut ist wichtig für die allgemeine Gesundheit und der Körper produziert Vitamin D, wenn Ihre Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Darüber hinaus können Menschen mit IBD einen niedrigeren Vitamin-D-Spiegel im Blut haben als Menschen ohne IBD.
Da regelmäßiges Aussetzen der Haut in der Sonne, insbesondere Sonnenbrand, mit einem erhöhten Hautkrebsrisiko verbunden ist, sollten Menschen mit IBD andere Wege finden, um das benötigte Vitamin D zu erhalten.
Beispielsweise kann die Einnahme von Vitamin-D-Ergänzungsmitteln und die Wahl von Lebensmitteln, die Vitamin D enthalten (wie Lachs, Thunfisch, Eier, angereicherte Milch und angereicherte Pflanzenmilch), Ihnen dabei helfen, das Vitamin D zu erhalten, das Ihr Körper benötigt.
Ihr Arzt kann Sie darüber beraten, wie viel Vitamin D Sie täglich benötigen.
Solarien
Bräunen in Innenräumen wird mit allen Arten von Hautkrebs in Verbindung gebracht – Melanomen und Nicht-Melanomen. Es gibt viele Mythen über Solarien, darunter auch, dass sie sicherer sind als Sonneneinstrahlung; sie sind nützlich für die Aufnahme von Vitamin D; und eine „Grundbräune“ zu bekommen ist eine gute Idee.
Solarien haben keinen Nutzen und Menschen, die sie auch nur einmal nutzen, haben ein höheres Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
Wichtige Erkenntnisse
- Menschen mit IBD haben ein höheres Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
- Durch vorbeugende Maßnahmen wie die tägliche Verwendung ausreichender Sonnencreme, das Tragen von Schutzkleidung, die Suche nach Schatten und die Vermeidung von Solarien können Sie die Sonneneinstrahlung erheblich begrenzen und Ihr Risiko senken.
- Wenn Sie Bedenken hinsichtlich Ihres Hautkrebsrisikos oder Ihrer ausreichenden Vitamin-D-Zufuhr haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Willkommen auf meiner Seite!Ich bin Dr. J. K. Hartmann, Facharzt für Schmerztherapie und ganzheitliche Gesundheit. Mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit chronischen Schmerzen, Verletzungen und gesundheitlichen Herausforderungen ist es mein Ziel, fundiertes medizinisches Wissen mit natürlichen Methoden zu verbinden.
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