Das Horner-Syndrom verursacht spezifische Nervenschäden, die verschiedene Augenmuskeln betreffen. Die Erkrankung besteht aus einem dreiteiligen Symptomkomplex (Symptomtrias), zu dem ein herabhängendes Oberlid, eine deutliche Pupillenverengung und eine eingesunkene Augenhöhle gehören. (1)
Inhaltsverzeichnis
Kann MS das Horner-Syndrom verursachen?
MS oder Multiple Sklerose können das Horner-Syndrom verursachen. Multiple Sklerose beeinträchtigt das ZNS oder das Zentralnervensystem durch Demyelinisierung. Eine sorgfältige körperliche Untersuchung und die Durchsicht der Patientengeschichte können als Orientierungshilfe für bildgebende Untersuchungen dienen, um den Ort der Verletzung oder Läsion zu lokalisieren. Tatsächlich ist das Horner-Syndrom ein Anzeichen dafür, dass der Hirnstamm von Multipler Sklerose betroffen war. Beim Horner-Syndrom sind die Pupillen eng und es gibt keine Schwächen im Blick. (2)(3)
Kann Botox das Horner-Syndrom verursachen?
Botox wird medizinisch zur Behandlung einiger Muskelerkrankungen eingesetzt. Es hat auch kosmetischen Nutzen bei der Beseitigung von Falten durch Muskellähmungen. Es wird aus einem Neurotoxin namens Botulinumtoxin hergestellt, das von Clostridium botulinum, einem bestimmten Bakterium, produziert wird.
Eine große Komplikation bei der Botulinumtoxin-Injektion ist das Herabhängen des oberen Augenlids. Ein Herabhängen der Augenlider kann auch beim Horner-Syndrom auftreten und kann mit Apraclonidinhydrochlorid erfolgreich behandelt werden. In der Literatur wurden keine Fälle von herabhängenden Augenlidern durch Botulinumtoxin-Injektionen berichtet. Botox fördert jedoch nicht das Horner-Syndrom und kann nur zu einem Herabhängen der Augenlider ähnlich dem Horner-Syndrom führen. (4)
Andere Ursachen der Krankheit
Der Hypothalamus (ein wichtiger Bereich im menschlichen Gehirn) ist für die Steuerung der Augenmuskulatur verantwortlich, was zu den typischen Symptomen des Horner-Syndroms führen kann. Um Informationen vom Hypothalamus zum Auge und umgekehrt zu übertragen, müssen die Nervenbahnen einen komplizierten Zyklus durchlaufen, an dem das Rückenmark beteiligt ist.
Auf diesem Weg kann es jederzeit zu einer Schädigung der Hirnnerven kommen. Häufig liegt eine Schädigung der Nervenbahnen aufgrund von Durchblutungsstörungen (diese liegt meist im Hirnstamm) oder eines Hirntumors vor, der die betreffenden Nerven befällt und diese schädigen kann. Auch Krebsgeschwüre an der Oberseite der Lunge und pathologische Hohlräume in der Halswirbelsäule können zu Nervenschäden führen und so das Horner-Syndrom auslösen.
Auch eine Entzündung, lokalisiert in der mittleren Schädelgrube, kann zur Symptomtrias des Horner-Syndroms führen. (3)
Diagnose des Horner-Syndroms
Der dreiteilige Symptomkomplex ist leicht zu erkennen. Bei Patienten mit Horner-Syndrom ist die geschädigte Pupille relativ kleiner als die intakte Pupille, das Augenlid hängt herab und lässt sich auch unter Anstrengung nur minimal anheben.
Als Reaktion auf Licht weitet sich die Pupille beim Horner-Syndrom langsam und meist unvollständig. Auch die anderen Symptome sind deutlich erkennbar. Beispielsweise ist die erhöhte Schweißsekretion in manchen Körperregionen deutlich auf der Haut zu beobachten, während es in manchen Regionen keine Schweißproduktion gibt.
Durch die Gabe von Kokain- und Amphetamin-Augentropfen können die Schäden lokalisiert und deren Ausmaß ermittelt werden. Die körperliche Beeinträchtigung betrifft ausschließlich das Auge und die Augenmuskulatur. Beispielsweise kann sich durch die Verengung der Pupillen das Wahrnehmungsverhalten des Auges im negativen Sinne verändern, das Gesichtsfeld wird durch das herabhängende Augenlid verkleinert und das dreidimensionale Sehen kann deutlich beeinträchtigt sein.
Meist leiden Patienten mit Horner-Syndrom besonders unter psychischen Belastungen, da sich die Mimik und das Aussehen aufgrund der Beschwerden deutlich verändern können.
Im weiteren Verlauf muss geklärt werden, warum die Symptome des Horner-Syndroms auftreten und welche andere Krankheit dafür verantwortlich ist. Nur so können die Symptome wirksam behandelt werden. (3)(5)
Therapien für das Horner-Syndrom
Für die Behandlung des Horner-Syndroms wurde keine spezielle Therapie entwickelt. Dies liegt vor allem daran, dass viele verschiedene Ursachen zu den Symptomen des Horner-Syndroms führen können.
Die Behandlung der eigentlichen Krankheit, die die Ursache des Horner-Syndroms ist, sollte im Vordergrund stehen.
Die Behandlung richtet sich immer nach dem tatsächlichen Leiden des Patienten und geht mit der Behandlung der auslösenden Erkrankung einher. Verbessert sich durch die Behandlung der Gesundheitszustand, bessert sich in den meisten Fällen auch das Horner-Syndrom.
Wenn die Symptome des Horner-Syndroms nicht gelindert werden können, sollte nach anderen Ursachen dieser Symptome gesucht werden. (5)

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