Harte Gefühle nach Ihrem Schlaganfall: 5 Tipps

Ein Schlaganfall kann nicht nur zu körperlichen Problemen führen, sondern auch zu Problemen mit der psychischen Gesundheit. Das Verständnis der emotionalen und physischen Auswirkungen eines Schlaganfalls kann Sie darauf vorbereiten und Ihnen helfen, sich schneller zu erholen.

Zusammenhang zwischen Schlaganfall und Depression

„Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie ein Schlaganfall und die Genesung nach einem Schlaganfall die Persönlichkeit und die Stimmung beeinflussen können“, sagt die Neuropsychologin Darlene Floden, PhD. „Am häufigsten kommt es zu Depressionen.“

Ungefähr jeder Dritte leidet während seiner Genesung an einer Depression. Etwa 20 Prozent entwickeln eine schwere depressive Störung, was bedeutet, dass die Symptome schlimm genug sind, um die Alltagsfunktionen einer Person zu beeinträchtigen.

Zu den häufigsten Symptomen gehören Gefühle der Traurigkeit und Wertlosigkeit, Schlaf- und Appetitstörungen sowie Energiemangel.

„Eine Depression ist manchmal schwer zu erkennen, weil der Schlaganfall selbst einige der gleichen Symptome verursachen kann“, sagt Dr. Floden.

Wer mit den neuen körperlichen Einschränkungen durch einen Schlaganfall zu kämpfen hat, zieht sich möglicherweise von anderen zurück. Diese Reaktion kann auch auf eine Depression zurückzuführen sein.

Was steckt hinter Stimmungs- und Verhaltensänderungen?

Obwohl Depressionen das häufigste psychische Problem bei Schlaganfallüberlebenden sind, können Sie auch andere Veränderungen in der Stimmung und im Verhalten beobachten. Dazu können gehören:

  • Reizbarkeit und Ungeduld
  • Unkontrollierte Gefühlsausdrücke, die möglicherweise unangemessen erscheinen (was Dr. Floden „emotionale Inkontinenz“ nennt)
  • Apathie oder weniger emotionales Engagement

Ein Schlaganfall kann auch zu kognitiven Veränderungen führen, die die Interaktion mit anderen erschweren können. Wer sich von einem Schlaganfall erholt, erkennt möglicherweise emotionale Ausdrücke oder Sarkasmus von anderen nicht.

„Die Familie glaubt, dass diese Person völlig herzlos geworden ist, weil sie nicht erkennt, wenn jemand anderes traurig ist“, sagt Dr. Floden. „Aber das ist nur eines der Symptome des Schlaganfalls.“

Sie ermutigt zur Geduld und sagt, es gebe Grund zum Optimismus.

„Viele dieser Veränderungen verschwinden in den ersten Wochen oder Monaten nach einem Schlaganfall“, sagt sie. „Bei vielen Menschen bessert sich die Depression im ersten Jahr. Viele der dramatischeren Veränderungen sind oft nur von kurzer Dauer.“

Allerdings verläuft die Erholung nicht immer geradlinig.

„Es gibt Menschen, die im Laufe ihrer Genesung eine Depression entwickeln“, sagt Dr. Floden. Und einige Probleme bleiben länger bestehen, insbesondere wenn sie direkt mit dem Bereich des Gehirns zusammenhängen, der durch den Schlaganfall geschädigt wurde.

Tipps für Schlaganfallüberlebende und ihre Familien

Dr. Floden gibt mehrere Tipps zur Bewältigung der mentalen und emotionalen Folgen eines Schlaganfalls:

„Wenn Menschen in der Vergangenheit noch nie Probleme mit ihrer psychischen Gesundheit hatten, sind sie möglicherweise nicht bereit, einen Therapeuten aufzusuchen“, sagt Dr. Floden. „Aber es ist wichtig zu erkennen, dass ein Schlaganfall ebenso zu einer Veränderung der Stimmung führen kann wie zu einer Veränderung der Funktion einer Hand.“

Oft kann ein Therapeut Menschen dabei helfen, mit herausfordernden Emotionen umzugehen.

2. Gehen Sie auf Stimmungsschwankungen ein, da sie sich negativ auf die Genesung auswirken können.

Diejenigen, die mit Depressionen zu kämpfen haben, nehmen möglicherweise nicht vollständig an ihrer Rehabilitation teil. Oder sie werden manchmal von dem Prozess entmutigt. Dies kann zu schlechteren Ergebnissen führen. Es ist wichtig zu sehen, wie die gesunden Emotionen auch insgesamt zu einer besseren Genesung führen.

Für Schlaganfallüberlebende ist es leicht, isoliert zu werden, insbesondere wenn sie mit neuen körperlichen Einschränkungen zu kämpfen haben. Aber der Austausch mit anderen kann bei der Genesung einen großen Unterschied machen.

„Jemand, der isoliert ist, erholt sich nicht so gut“, sagt Dr. Floden.

Für Betreuer und Angehörige ist es wichtig, sich über Stimmungs- und Verhaltensstörungen zu informieren. Sie müssen wissen, was sie erwartet, und verstehen, dass der Überlebende nicht nur gemein oder stur ist.

5. Betreuer: Passen Sie auf sich auf.

Obwohl die Stimmungs- und Verhaltensänderungen, die oft mit einem Schlaganfall einhergehen, herausfordernd und belastend sind, kann die Behandlung dieser Probleme dazu beitragen, die Genesung schneller und einfacher zu gestalten.