Glutamin: Was es ist, wozu es dient, wie man es einnimmt und welche Nebenwirkungen es hat

Glutamin ist eine im Körper in großen Mengen vorhandene Aminosäure, die an der Produktion von Proteinen und Glykogen beteiligt ist und so zur Reduzierung von Entzündungen und zur Muskelregeneration beiträgt.

Darüber hinaus trägt Glutamin auch zur Erhaltung der Darmgesundheit bei, gleicht die Darmflora aus und kann bei der Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen wie Kolitis und Morbus Crohn helfen.

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Glutamin ist eine nicht essentielle Aminosäure, die in Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern, Hülsenfrüchten und einigen Gemüsesorten vorkommt. Darüber hinaus wird Glutamin auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln in Kapseln oder Pulverform verkauft.

Wozu dient es und welche Vorteile hat es?

Die Indikationen und Vorteile von Glutamin sind:

1. Erhalten Sie die Darmgesundheit

Glutamin trägt zur Erhaltung der Darmgesundheit bei, indem es die Hauptenergiequelle für Enterozyten, also Darmzellen, ist und das Gleichgewicht der Darmflora fördert.

Darüber hinaus kann Glutamin durch die Stärkung nützlicher Bakterien im Darm auch bei der Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen wie Colitis und Morbus Crohn helfen. Erfahren Sie, was entzündliche Darmerkrankungen sind und wie Sie sie behandeln können.

2. Reduziert Entzündungen

Glutamin ist eine wichtige Energiequelle für die körpereigenen Abwehrzellen und hilft, Entzündungen zu reduzieren, insbesondere in Situationen körperlichen Stresses.

Daher kann eine Glutaminergänzung für Menschen sinnvoll sein, die sich von Verletzungen, Sepsis, Verbrennungen und Operationen erholen, da sie die Heilung beschleunigt und Komplikationen vorbeugt.

3. Kann bei der Muskelregeneration helfen

Indem es auf die Glukoseproduktion einwirkt, kann Glutamin Muskelverletzungen nach langanhaltendem, hochintensivem Training reduzieren und so zur Schmerzlinderung und Muskelregeneration beitragen.

Darüber hinaus wird angenommen, dass Glutamin beim Aufbau von Muskelmasse hilft, da es das Zellvolumen erhöhen und die Produktion von Proteinen und Glykogen fördern kann. Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Glutamin diesen Nutzen bietet.

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Macht Glutamin dick oder nimmt man ab?

Bisher gibt es keine Beweise dafür, dass Glutamin dick machen oder Gewicht verlieren kann.

Glutaminreiche Lebensmittel

Die wichtigsten glutaminreichen Lebensmittel sind:

  • Molkerei, wie Milch, Käse und Joghurt;
  • Rindfleisch;
  • Fisch,wie Lachs, Tilapia, Schellfisch, Hering, Sardellen und Seezunge;
  • Eier;
  • Hülsenfrüchte, wie Sojabohnen, Kichererbsen, Linsen und Bohnen;

Darüber hinaus enthalten andere Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs wie Reis, Mais, Kohl, Spinat, Erbsen und Rüben gute Mengen an Glutamin.

Wie man ein Glutaminpräparat einnimmt

Das Glutaminpräparat liegt in Form von L-Glutamin oder D-Glutamin vor, beispielsweise unter dem Handelsnamen Glutamax, und die empfohlene Tagesmenge variiert je nach den zu behandelnden Zielen.

Die Empfehlung liegt jedoch im Allgemeinen bei 5 g pro Tag, verdünnt in Wasser oder Fruchtsaft und kann zu jeder Tageszeit, zu oder zwischen den Mahlzeiten, eingenommen werden.

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Mögliche Nebenwirkungen

Glutamin verursacht normalerweise keine Nebenwirkungen. Allerdings kann dieses Nahrungsergänzungsmittel bei manchen Menschen Symptome wie Verstopfung, Übelkeit, Blähungen und Bauchschmerzen, Kopfschmerzen sowie Schmerzen im Rücken, in den Beinen, Füßen, Händen oder Armen verursachen.

Wer kann es nicht nutzen?

Glutaminpräparate sollten nicht von schwangeren oder stillenden Frauen und Kindern eingenommen werden.

Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen oder an einer Leber- oder Nierenerkrankung im Endstadium leiden, sollten immer einen Arzt konsultieren, bevor sie mit der Einnahme eines Glutaminpräparats beginnen.

Dies liegt daran, dass dieses Nahrungsergänzungsmittel die Wirkung einiger Medikamente verändern oder die Leber- oder Nierenfunktion überlasten kann.