Etomidat ist ein hypnotisches Arzneimittel zur Einleitung einer Vollnarkose und kann zusammen mit Inhalationsanästhetika oder beispielsweise als Vollnarkose bei kleineren Operationen oder diagnostischen Eingriffen eingesetzt werden.
Dieses Arzneimittel ist in Form einer injizierbaren Lösung mit 2 mg/ml unter dem Handelsnamen Hypnomidat erhältlich und wirkt schnell, indem es das Zentralnervensystem schwächt und etwa 30 bis 60 Sekunden nach der Anwendung zu Bewusstlosigkeit führt.
Etomidat wird nur in Krankenhäusern eingesetzt, wobei die Anwendung direkt in die Vene durch den Anästhesisten erfolgt und die Dosierung individuell auf das Körpergewicht abgestimmt ist.
Inhaltsverzeichnis
Wozu dient es?
Etomidat ist angezeigt für:
- Einleitung einer Vollnarkose, die mit Inhalationsanästhetika aufrechterhalten werden kann;
- Vollnarkose bei diagnostischen Verfahren;
- Vollnarkose bei Operationen oder kurzfristigen medizinischen Eingriffen wie Trachealintubation, Kürettage, Zervixkonisation oder Kardioversion;
Der Einsatz von Etomidat erfolgt in Krankenhäusern nur durch den Anästhesisten, der die Dosis individuell berechnen muss, zusätzlich zur Beurteilung des Einsatzes anderer Anästhetika, der von der Dauer des Eingriffs abhängt.
Wie zu verwenden
Etomidat muss vom Anästhesisten im Krankenhaus als Injektion direkt in die Vene (intravenös) verabreicht werden.
Die Dosis muss vom Anästhesisten berechnet werden und liegt bei Erwachsenen zwischen 0,2 und 0,3 mg/kg Körpergewicht, um eine anästhetische Wirkung von 4 bis 5 Minuten zu erzielen.
Da Etomidat keine schmerzstillende Wirkung hat, kann der Arzt 1 bis 2 Minuten vor der Anwendung von Etomidat 1 bis 2 ml Fentanyl in die Vene applizieren.
Bei Kindern und älteren Menschen können die Dosierungen unterschiedlich sein, um die gleiche Dauer und Tiefe des durch dieses Anästhetikum hervorgerufenen Schlafes sicherzustellen.
Mögliche Nebenwirkungen
Die häufigsten Nebenwirkungen von Etomidat sind verminderter Blutdruck, Atembeschwerden oder langsame Atmung, Muskelsteifheit, Schwierigkeiten bei der Kontrolle von Körper- oder Augenbewegungen, Erbrechen, Übelkeit und Nesselsucht auf der Haut.
Darüber hinaus können an der Injektionsstelle Rötungen, Schmerzen oder Schwellungen auftreten.
Wer sollte es nicht verwenden?
Etomidat sollte nicht von Personen angewendet werden, die gegen einen der Bestandteile der Injektionslösung allergisch sind.
Während der Schwangerschaft sollte Etomidat nur auf Anraten eines Anästhesisten angewendet werden.
Während der Stillzeit wird empfohlen, das Stillen für etwa 24 Stunden nach der Anwendung von Etomidat zu unterbrechen, da Etomidat über die Muttermilch auf das Baby übertragen werden kann und seine Auswirkungen nicht bekannt sind.

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