Divertikulitis-Behandlung: Medikamente, Ernährung, Operation (und Hausmittel)

Die Behandlung einer Divertikulitis kann flüssige, leicht verdauliche Nahrung sowie den Einsatz von Antibiotika zur Entzündungshemmung und Infektionskontrolle umfassen und kann in vielen Fällen zu Hause durchgeführt werden.

In den schwerwiegendsten Fällen erfolgt die Behandlung im Krankenhaus mit Antibiotika direkt in die Vene, bei Komplikationen wie einem Abszess, einer Fistel oder einem Darmverschluss kann eine Operation zur Entfernung des betroffenen Darmabschnitts erforderlich sein.

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Darüber hinaus können einige Hausmittel, wie Baldriantee, Katzenkralle und Aloe-Vera-Saft, die Symptome lindern und die Darmregeneration unterstützen, sie ersetzen jedoch nicht die vom Arzt verordnete Behandlung.

1. Medikamente

Die Indikation zu Medikamenten gegen Divertikulitis erfolgt durch den Gastroenterologen und richtet sich nach der Schwere der Erkrankung.

Bei einer leichten Divertikulitis kann Ihr Arzt 7 bis 10 Tage lang orale Antibiotika verschreiben, um die bakterielle Infektion des Darms zu kontrollieren. Am häufigsten kommt Ciprofloxacin in Kombination mit Metronidazol zum Einsatz.

Darüber hinaus können Schmerzmittel wie Paracetamol zur Linderung von Bauchschmerzen und Medikamente gegen Übelkeit wie Metoclopramid bei Übelkeit oder Erbrechen angezeigt sein.

Bei schwerer oder komplizierter Divertikulitis erfolgt die Behandlung meist im Krankenhaus. In diesem Fall werden Antibiotika direkt in die Vene verabreicht und können Kombinationen wie Ceftriaxon und Metronidazol sowie intravenöse Schmerzmittel umfassen.

2. Chirurgie

Eine Operation zur Entfernung eines Teils des Dickdarms aufgrund einer Divertikulitis ist angezeigt in folgenden Fällen:

  • Komplizierte akute Divertikulitis, bei dem es zu Abszessen, Fisteln, starken Blutungen, Perforationen oder Darmverschluss kommen kann;
  • Wiederkehrende Divertikulitis, das heißt, dass es bei derselben Person mehr als einmal vorkommt;
  • Divertikulitis bei Menschen mit geschwächtem ImmunsystemB. Transplantationsempfänger, Menschen mit HIV oder Nierenversagen, da Neuinfektionen das Leben dieser Menschen gefährden können.

Darüber hinaus kann eine Operation bei Divertikulitis erforderlich sein, wenn eine Antibiotikabehandlung und Krankenhausbehandlung die Krankheit nicht kontrollieren können und die Person weiterhin Symptome wie Bauchschmerzen oder Unwohlsein verspürt.

Eine Operation bei Divertikulitis besteht in der Entfernung des von einer Entzündung oder Komplikation betroffenen Teils des Darms, was mittels Laparoskopie durch kleine Einschnitte im Bauch durchgeführt werden kann, was eine schnellere Genesung und kürzere Krankenhausaufenthalte ermöglicht.

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3. Essen

Bei einer Divertikulitis sollte die Ernährung von einem Ernährungsberater begleitet werden, da in den ersten Tagen Fasten oder eine flüssige, rückstandsfreie Ernährung erforderlich sein kann, um anfängliche Entzündungen zu reduzieren und dem Darm Ruhe zu gönnen.

Während dieser Zeit wird empfohlen, Wasser, klare Tees, abgesiebte Säfte aus Früchten wie Äpfeln, Birnen und Cashewnüssen sowie abgesiebte Brühen aus Gemüse oder magerem Fleisch zu sich zu nehmen. Erfahren Sie mehr darüber, wie die Ernährung bei Divertikulitis aussehen sollte.

Wenn sich die Symptome bessern, kann die Ernährung auf leicht verdauliche Lebensmittel umgestellt werden. Nach der Genesung sollte die Person eine Diät einhalten, die die Darmfunktion anregt und reich an Vollkornprodukten, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten ist.

Darüber hinaus kann empfohlen werden, den Verzehr probiotischer Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir und Kombucha zu erhöhen, die zur Stärkung der Darmmikrobiota und zur Verringerung von Entzündungen beitragen.

Auf diese Weise trägt eine ausreichende Ernährung dazu bei, sich von der Krise zu erholen, trägt aber auch dazu bei, die Bildung neuer Divertikel zu verhindern und das Risiko neuer Entzündungen zu verringern.

4. Hausmittel

Hausmittel gegen Divertikulitis zielen darauf ab, die Krise zu verhindern, da sie zur Wiederherstellung der Darmwand beitragen und so das Entzündungsrisiko verringern. 

Einige natürliche Behandlungsmöglichkeiten sind Kamillentee, Baldrian, Katzenkralle und grüner Tee, die reich an Antioxidantien und entzündungshemmenden Mitteln sind, sowie Aloe-Vera-Saft, der die Darmregeneration unterstützt.

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Hausmittel ersetzen nicht die vom Arzt verordneten Medikamente, können aber zur Genesung und Vorbeugung neuer Krisen beitragen.

5. Änderungen des Lebensstils

Änderungen des Lebensstils sind bei der Behandlung von Divertikulitis wichtig, da sie die Verdauung erleichtern und die Symptome lindern. Zu den empfohlenen Änderungen gehören:

  • Erhöhen Sie den Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmittelnum den Stuhlgang zu regulieren und den Darmdruck zu senken;
  • Erhöhen Sie den Wasserverbrauch über den Tag verteilt, um die Bewegung der Fasern im gesamten Verdauungssystem zu erleichtern;
  • Üben Sie regelmäßig körperliche Aktivitätum eine gute Darmfunktion zu fördern und Verstopfung zu reduzieren;
  • Vermeiden Sie das Rauchen und halten Sie ein gesundes Gewicht, da Rauchen und Fettleibigkeit mit einem erhöhten Risiko für ein erneutes Auftreten einer Divertikulitis verbunden sind.

Diese Änderungen des Lebensstils ergänzen die ärztliche Behandlung und verringern das Risiko neuer Divertikulitis-Episoden.