Die verschiedenen FODMAP-Typen für IBS-Symptome

Wichtige Erkenntnisse

  • FODMAPs sind Zucker in Lebensmitteln, die IBS-Symptome verursachen können und deren Behandlung wichtig ist.
  • Bei der Low-FODMAP-Diät werden FODMAP-Typen entfernt und dann langsam wieder eingeführt, um Auslöser zu finden.

FODMAPs sind Arten von Kohlenhydraten, die in gewöhnlichen Lebensmitteln vorkommen, und Untersuchungen legen nahe, dass sie zu den Symptomen bei Menschen mit Reizdarmsyndrom (IBS) beitragen können.Der Verzicht auf Lebensmittel mit hohem FODMAP-Gehalt aus der Ernährung hilft vielen Menschen mit Reizdarmsyndrom, sich besser zu fühlen, und kann sogar bei der Behandlung anderer Erkrankungen von Nutzen sein.

Das Akronym FODMAP steht für „fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole“. Dies sind alles Zuckerarten, die vom Dünndarm schlecht aufgenommen werden.

Die fünf FODMAP-Typen

FODMAP-Lebensmittel werden in fünf Kategorien unterteilt:

1.Fruktane: Fruktane kommen vor allem in Weizen, vielen Gemüsesorten (vor allem Knoblauch und Zwiebeln) sowie den Lebensmittelzusatzstoffen FOS und Inulin vor. Fruktane sind unverdaulich und stehen daher den Darmbakterien zur Verfügung. Die daraus resultierende Gärung bietet einige gesundheitliche Vorteile, kann jedoch bei einer Person mit Reizdarmsyndrom zu unerwünschten Symptomen führen.

2.Fruktose: Fruktose ist der Zucker, der in vielen Früchten, Honig und Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt vorkommt. Die Fruktosemalabsorption ist nur für einige IBS-Patienten ein Problem.

3.GOS:GOS steht für Galactooligosaccharide, die manchmal auch Galactane genannt werden. GOS kommt in Hülsenfrüchten vor, darunter Bohnen, Kichererbsen und Linsen. GOS sind wie Fruktane unverdaulich und haben daher ähnliche Auswirkungen auf den Körper und bei IBS-Patienten.

4.Laktose: Laktose ist der Hauptzucker, der in Milch und anderen Milchprodukten enthalten ist. Nicht alle Menschen mit Reizdarmsyndrom sind laktoseintolerant.Auch der Laktosegehalt der Lebensmittel variiert stark, weshalb einige laktosehaltige Lebensmittel bei der Low-FODMAP-Diät erlaubt sind.

5.Polyole: Polyole sind Zuckeralkohole mit wissenschaftlichen Namen, die typischerweise auf „-ol“ enden. Sie kommen natürlicherweise in einigen Früchten wie Brombeeren und Gemüse wie Blumenkohl und Pilzen vor und werden häufig als künstliche Süßstoffe verwendet. Zwei natürlich vorkommende Polyole sind Mannitol und Sorbitol. Zu den Polyolen, die Lebensmitteln zugesetzt werden, gehören Xylitol, Maltitol und Isomalt.(Hinweis: Nicht alle Dinge, die mit „-ol“ enden, sind Polyole.)

Menschen mit Reizdarmsyndrom reagieren normalerweise nicht auf jeden FODMAP-Typ. Daher beinhaltet die Low-FODMAP-Diät zunächst die Eliminierung aller dieser FODMAP-Typen und die anschließende Wiedereinführung jeder Art nacheinander. Die Wiedereinführung erfolgt sorgfältig und systematisch, um zu prüfen, ob die Lebensmittel verträglich sind oder Symptome verursachen.

Die Möglichkeit, genau zu bestimmen, welche FODMAP-Typen problematisch sind, ermöglicht es Ihnen, eine möglichst große Vielfalt an Lebensmitteln zu sich zu nehmen.Es ist am besten, die Eliminations- und Herausforderungsphasen der Diät unter der Aufsicht eines qualifizierten Ernährungsberaters zu durchlaufen.

Die Low-FODMAP-Diät-App der Monash University ist eine hervorragende Ressource zur Ermittlung des spezifischen FODMAP-Gehalts gängiger Lebensmittel.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert eine FODMAP-Eliminationsdiät, um herauszufinden, welche Lebensmittel meine IBS-Symptome auslösen?

Es kann etwa 6–8 Wochen oder sogar länger dauern, eine Eliminationsdiät durchzuarbeiten und Ihre Reaktion auf einzelne Lebensmittel einzuschätzen.

Gibt es rezeptfreie Medikamente gegen Reizdarmsyndrom?

Ja, rezeptfreie Medikamente wie Durchfallmittel, Abführmittel und Probiotika können zur Linderung der Symptome eingesetzt werden. Ihr Arzt möchte möglicherweise auch, dass Sie eine Low-FODMAP-Diät ausprobieren.