Borax (Natriumborat): Was es ist, wozu es dient und welche Nebenwirkungen es hat

Was ist das:

Borax, auch bekannt als Natriumborat, Natriumtetraborat oder Dinatriumtetraborat, ist ein Mineral in Pulverform, das in der Industrie häufig zur Herstellung von Reinigungs- und Hygieneprodukten und aufgrund seiner antiseptischen, antimykotischen und antibakteriellen Eigenschaften verwendet wird.

In kosmetischen Produkten wird Borax häufig als Konservierungsmittel oder Emulgator in Feuchtigkeitscremes, Shampoos, Peelings oder Sonnenschutzmitteln verwendet und ist außerdem Teil der Zusammensetzung von Cremes oder Salben zur topischen Anwendung, die beispielsweise zur Behandlung von Hautläsionen oder Mykosen hergestellt werden.

Borax wird in Drogerien und Chemieläden verkauft und sollte nach ärztlicher Empfehlung angewendet werden, da die Menge und Art der Anwendung dieses Stoffes je nach Behandlungsziel unterschiedlich ist. Darüber hinaus kann Borax bei Einnahme eine Vergiftung mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen, Krämpfen und Fieber verursachen.

Wozu dient es?

Die Hauptindikationen für Borax sind:

1. Behandlung von Mykosen

Aufgrund seiner fungiziden Eigenschaften kann Natriumborat zur Herstellung von Lösungen und Salben zur Behandlung von Mykosen wie beispielsweise Fußpilz oder Candidose eingesetzt werden. 

2. Hautverletzungen

Einige Salben, die in ihrer Zusammensetzung Natriumborat enthalten, können zur Behandlung von Hautläsionen indiziert sein und dabei helfen, Symptome im Zusammenhang mit trockener Haut, Sonnenbrand, Insektenstichen und anderen Hautinfektionen zu lindern.

3. Mundwasser

Aufgrund seiner antiseptischen und antimikrobiellen Eigenschaften kann Borax bei der Herstellung von Mundwässern zur Behandlung von Mundwunden und zur Desinfektion des Mundes verwendet werden, wodurch die Entstehung von Karies verhindert wird.

Mundwasser sollte nicht eingenommen, sondern nur als Mundwasser verwendet und sofort ausgespuckt werden.

4. Badesalz

Borax kann auch zur Herstellung von Badesalzen verwendet werden, da es die Haut weicher und glatter macht.

Was ist der Unterschied zwischen Borax, Borsäure und borhaltigem Wasser?

Borax, Borsäure und Borsäure enthalten Bor, das in ihrer Zusammensetzung ein chemisches Element ist.

Allerdings ist Borax eine Kombination aus Borsäure und Natriumsalzen, die häufig zur Haushaltsreinigung verwendet wird, während Borsäure vor allem als Insektizid eingesetzt wird, da sie bei Insekten Vergiftungen im Magen und im Nervensystem verursacht.

Borhaltiges Wasser hingegen ist eine 3-prozentige Lösung aus Borsäure und wird normalerweise als antiseptisches, antibakterielles und antimykotisches Mittel zur Behandlung von Hautreizungen, Infektionen im Außenohr oder leichten Verbrennungen eingesetzt, sofern dies unter ärztlicher Aufsicht erfolgt. Sehen Sie sich alle Hinweise für borhaltiges Wasser an.

Mögliche Nebenwirkungen

Beim Auftragen auf die Haut kann Borax Nebenwirkungen wie Reizungen, Hautblasen oder Hautausschlag verursachen. Beim Einatmen kann Borax Reizungen der Augen, der Nase, des Rachens und der Lunge verursachen.

Darüber hinaus wird angenommen, dass eine übermäßige Borax-Exposition die männliche Fortpflanzung beeinträchtigen kann, indem sie die Spermienzahl und die Libido verringert.

Daher sollte die Anwendung von Borax nur unter Anleitung und Aufsicht eines Arztes erfolgen.

Kann Borax eine Vergiftung verursachen?

Borax wird nicht zur oralen Anwendung empfohlen, d. h. es sollte nicht eingenommen werden.

Dies liegt daran, dass Borax stark vom Magen-Darm-System aufgenommen wird und bereits in geringen Mengen zu Vergiftungen führen kann.

Die Hauptsymptome einer Borax-Vergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, Krampfanfälle, Magenschmerzen, Hautausschläge und Nierenversagen.

In diesen Fällen sollten Sie sofort die Notaufnahme aufsuchen, da eine Borax-Vergiftung lebensbedrohlich sein kann.

Wer sollte es nicht verwenden?

Borax ist für Kinder unter 3 Jahren kontraindiziert und sollte nicht in großen Mengen oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da es in den Blutkreislauf aufgenommen werden und toxische Wirkungen hervorrufen kann. Die Anwendung sollte nicht länger als 2 bis 4 Wochen dauern.

Darüber hinaus sollte es auch nicht bei Personen angewendet werden, die überempfindlich auf Natriumborat oder andere in der Formel enthaltene Bestandteile reagieren.

Borax sollte nicht eingenommen, sondern nur auf ärztliche Anweisung unter die Haut aufgetragen werden.