Beeinflusst Sonnenschutzmittel Ihren Vitamin-D-Spiegel?

Wichtige Erkenntnisse

  • Untersuchungen zeigen, dass die Verwendung von Sonnenschutzmitteln keinen Vitamin-D-Mangel verursacht.
  • Geografie, Jahreszeit, Hautton, Alter und Lebensgewohnheiten spielen eine größere Rolle für den Vitamin-D-Spiegel als die Verwendung von Sonnenschutzmitteln.
  • Vitamin D wird am besten durch eine ausgewogene Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel (falls erforderlich) aufrechterhalten.

Studien haben ergeben, dass Sonnenschutzmittel selbst bei Verwendung der empfohlenen Höchstmengen nicht zu einem niedrigeren Vitamin-D-Spiegel führen.

Blockiert Sonnenschutz den Vitaminzuwachs?

Breitspektrum-Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor filtern den Großteil der UBV-Strahlung der Sonne heraus. Dennoch deuten klinische Studien darauf hin, dass die tägliche Verwendung von Sonnenschutzmitteln offenbar nicht zu einem Vitamin-D-Mangel führt.

Dies liegt möglicherweise daran, dass selbst bei perfekter Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor immer noch ein Teil der UVB-Strahlung der Sonne auf die Haut gelangt und es nicht viel Sonneneinstrahlung bedarf, um den Körper zur Produktion von Vitamin D anzuregen.

Einige Studien deuten darauf hin, dass Sonnenschutzmittel UVA blockieren (was zum Abbau von Vitamin D führen kann), sodass Sonnenschutzmittel die Vitamin-D-Produktion fördern können.

So funktioniert Sonnenschutz

Sonnenschutzmittel schützen Ihre Haut, indem sie die ultraviolette (UV) Strahlung der Sonne blockieren oder absorbieren, die Hautzellen schädigen und das Hautkrebsrisiko erhöhen kann.

  • Es gibt zwei Hauptarten von UV-Strahlen:
  • UVA:Dringt tief ein und trägt zur Hautalterung bei.
  • UVB:Hauptverantwortlich für Sonnenbrand und spielt auch eine Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs.

Die meisten Sonnenschutzmittel verwenden entweder chemische Filter (wie Avobenzon oder Oxybenzon), die UV-Strahlen absorbieren und in harmlose Wärme umwandeln, oder mineralische Filter (wie Zinkoxid oder Titandioxid), die als physikalischer Schutz wirken und die Strahlen von der Haut weg reflektieren. Viele moderne Formeln kombinieren beides für einen Breitbandschutz.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) auf einem Sonnenschutzetikett bezieht sich hauptsächlich auf den Schutz vor UVB-Strahlen.

Ein höherer Lichtschutzfaktor bedeutet einen besseren Schutz, obwohl kein Sonnenschutzmittel 100 % der UV-Strahlen blockieren kann. Regelmäßiges, gleichmäßiges Auftragen und erneutes Auftragen – insbesondere nach dem Schwimmen oder Schwitzen – ist der Schlüssel zum Schutz Ihrer Haut.

Andere Faktoren, die den Vitamin-D-Spiegel beeinflussen

Mehrere Faktoren, die über Sonnenschutzmittel hinausgehen, beeinflussen, wie viel Vitamin D Ihr Körper aus Sonnenlicht produzieren kann:

  • Geographie und Jahreszeit:Wenn man weiter vom Äquator entfernt oder an Orten mit langen Wintern lebt, verringert sich die Vitamin-D-Produktion.
  • Uhrzeit:Die Mittagssonne liefert die stärksten UV-Strahlen für die Vitamin-D-Synthese.
  • Hautton:Dunklere Haut hat mehr Melanin, was die Effizienz der Haut bei der Herstellung von Vitamin D verringert.
  • Alter:Ältere Erwachsene produzieren weniger Vitamin D, weil ihre Haut dünner ist.
  • Lebensgewohnheiten:Wenn Sie mehr Zeit drinnen verbringen, sich mit Kleidung zudecken oder Hüte und Sonnenbrillen tragen, wird die UV-Exposition begrenzt.

Diese Faktoren erklären einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel oft eher als die alleinige Verwendung von Sonnenschutzmitteln.

Vorsichtsmaßnahmen mit Vitamin D

Es ist möglich, zu viel Vitamin D zu sich zu nehmen, was schädlich sein kann. Ein hoher Vitamin-D-Spiegel wird normalerweise durch eine übermäßige Einnahme von Vitamin-D-Nahrungsergänzungsmitteln verursacht. Ein sehr hoher Vitamin-D-Blutspiegel kann Folgendes verursachen:

  • Brechreiz
  • Erbrechen
  • Verwirrung
  • Schmerz
  • Muskelschwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Dehydrierung
  • Übermäßiges Wasserlassen
  • Übermäßiger Durst
  • Nierensteine

Extrem hohe Vitamin-D-Spiegel können toxisch wirken und schwerwiegende Folgen haben oder tödlich sein.

Vitamin-D-Präparate können auch mit einigen Medikamenten oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln interagieren.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Vitamin-D-Präparate einnehmen.

Voreingenommenheit im Studium
Es ist zu beachten, dass ein Großteil der Untersuchungen zur Verwendung von Sonnenschutzmitteln und Vitamin D an Teilnehmern mit hellerer Hautpigmentierung durchgeführt wurde. Zu den Auswirkungen von Sonnenschutzmitteln auf die Vitamin-D-Produktion bei Menschen mit dunklerer Hautpigmentierung sind weitere Untersuchungen erforderlich.