Aluminiumhydroxid: wozu es dient und wie man es einnimmt

Aluminiumhydroxid ist ein Antazidum, das bei Sodbrennen, schlechter Verdauung oder überschüssiger Magensäure empfohlen wird, da es schnell wirkt und die Magensäure neutralisiert.

Dieses Arzneimittel ist in Form von Kautabletten oder einer Suspension zum Einnehmen, als Generikum oder unter dem Markennamen Pepsamar erhältlich und sollte nur auf Anraten eines Gastroenterologen angewendet werden.

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Darüber hinaus findet sich Aluminiumhydroxid in Verbindung mit Magnesiumhydroxid, Calciumcarbonat oder Simethicon, beispielsweise unter den Handelsnamen Simeco Plus, Mylanta oder Gastrol.

Wozu dient es?

Aluminiumhydroxid ist angezeigt für:

  • Sodbrennen oder schlechte Verdauung;
  • Magensäure;
  • Geschwür im Magen oder Darm;
  • Gastritis;
  • Hiatushernie;
  • Entzündung der Speiseröhre, des Magens oder des Darms.

Dieses Mittel neutralisiert die Magensäure und lindert so Symptome wie Brennen, ein Völlegefühl, übermäßige Blähungen oder Aufstoßen.

Aluminiumhydroxid sollte auf Anraten eines Gastroenterologen verwendet werden, wobei Dosierung und Behandlungsdauer individuell vom Arzt festgelegt werden sollten.

Wie ist es einzunehmen?

Aluminiumhydroxid muss oral eingenommen werden und die Kautablette muss im Mund gekaut oder aufgelöst werden.

Bei Aluminiumhydroxidsirup muss die im Messbecher abgemessene Dosis vor der Einnahme in Wasser oder Milch gelöst werden. Vor Gebrauch muss die Flasche kräftig geschüttelt werden.

Aluminiumhydroxid sollte, wie von Ihrem Arzt empfohlen, 1 Stunde nach den Mahlzeiten und/oder vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme mit Eisen (Fe) oder Folsäurepräparaten sollte das Antazida im Abstand von 2 Stunden eingenommen werden, bei Zitrusfruchtsäften im Abstand von 3 Stunden.

Dosierung von Aluminiumhydroxid

Die Dosierung von Aluminiumhydroxid für Erwachsene beträgt:

1. Komprimiertes Aluminiumhydroxid

Die Dosierung der Aluminiumhydroxid-Kautablette 230 mg (Pepsamar) für Erwachsene beträgt 2 bis 4 Kautabletten pro Tag, die in mehreren Dosen eingenommen werden.

Die Behandlungsdauer mit Aluminiumhydroxid sollte 2 Wochen nicht überschreiten und sollte immer von Ihrem Arzt empfohlen werden.

2. Aluminiumhydroxid-Suspension

Die Dosierung der Aluminiumhydroxid-Suspension 61,5 mg/ml für Erwachsene variiert je nach der behandelten Erkrankung und umfasst:

Anzeige Dosierung (Dosis)
Sodbrennen oder Brennen im Magen 10 ml Aluminiumhydroxid-Suspension oder wie von Ihrem Arzt verordnet.
Magen- oder Darmgeschwür 10 bis 15 ml Aluminiumhydroxid-Suspension in Abständen von 2 oder 4 Stunden, je nach ärztlichem Rat. Vor der Einnahme der Aluminiumhydroxid-Suspension muss die Flasche geschüttelt werden, um die Formelbestandteile zu vermischen.

Die Dauer der Behandlung mit Aluminiumhydroxid-Suspension sollte vom Arzt entsprechend der zu behandelnden Erkrankung und der Schwere der Symptome festgelegt werden. Generell wird empfohlen, einen Behandlungszeitraum von 2 Wochen nicht zu überschreiten.

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Mögliche Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Aluminiumhydroxid sind Durchfall oder Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen.

Darüber hinaus kann es bei Menschen, die über einen längeren Zeitraum Aluminiumhydroxid einnehmen und sich phosphatarm ernähren, zu Muskelschwäche (proximaler Myopathie) oder Osteomalazie kommen.

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Aluminiumhydroxid kann bei Menschen, die sich einer Hämodialyse unterziehen, auch eine Enzephalopathie verursachen. 

Wer sollte es nicht verwenden?

Aluminiumhydroxid ist in folgenden Situationen kontraindiziert:

  • Phosphatmangel;
  • Schweres Nierenversagen;
  • Verschluss im Darm oder Blinddarmentzündung;
  • Blutungen im Magen oder Darm;
  • Hämorrhoiden;
  • Verminderte Produktion von Salzsäure im Magen (Hypochlorhydrie).

Kinder unter 6 Jahren, schwangere oder stillende Frauen sollten Aluminiumhydroxid nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.

Aluminiumhydroxid sollte auch nicht von Personen verwendet werden, die gegen einen der Bestandteile der Formel allergisch sind.